Volkssolidarität


Mecklenburg-Vorpommern

Don’t worry, be happy

Pflegeheim "Haus Lindeneck" Güstrow

Die Sonne scheint - der Himmel ist blau - es ist angenehm warm. Kurzum: das Wetter ist toll. An so schönen Tagen sind im Pflegeheim „Haus Lindeneck“ normalerweise so viele wunderbare Dinge geplant.

Wir wollten mit unseren Bewohnern nach Rühn in das eindrucksvolle Kloster fahren, desweiteren nach Dobbertin um den Park zu genießen und auch in unserer schönen Barlachstadt unterwegs  sein. Wir hätten in den Geschäften gestöbert und uns auf das gute Mittagessen im Derzschen Hof gefreut. Danach gäbe es natürlich einen Abstecher zu Eiscafé Hahn; denn ein Eis geht immer, bei diesem schönen Wetter.

Der Inselsee oder Krakow sind auch nicht weit entfernt und der Stadthafen Rostock ist immer eine Reise wert.

Leider können wir von den vielen tollen Sachen nichts machen. Wir können nicht mal einen Spaziergang außerhalb unseres Hofes anbieten.

Wir versuchen trotz allem das Beste aus der Situation zu machen und dass mit unserer guten Laune und unserem Improvisationstalent.

Alte und neue Ideen blühen auf.

Gemeinsam wird unser Hof, mit Unterstützung der Bewohner, auf Vordermann gebracht. Es wird Unkraut gezupft, Blumen werden gepflanzt und Sträucher werden gestutzt.

Wir unternehmen kleine Spaziergänge im Hof oder lassen uns die Bockwurst, die wir jeden Mittwoch in unserem hauseigenen Konsum anbieten, einfach auf den Wohnbereich bringen.

Aber was am meisten Freude bringt und alle miteinander verbindet, ist die Musik.

Das Singen lassen wir uns nicht nehmen. Und die damit verbundene Freude und gute Laune stellen sich automatisch ein.

Im Hof versammelten sich die einige Bewohner und die Zimmerfenster der übrigen Bewohner wurden geöffnet, damit auch sie teilhaben können. Es wurde  gemeinsam  mit Gitarrenverstärker und Mikrofon gesungen, was das Herz begehrt. Von Volksliedern  zu Schlagern bis hin zu Seemannsliedern war alles dabei.

Diese Fröhlichkeit war ansteckend.

So kam auch das Pflegepersonal für 5 Minuten in den Hof oder an das Fenster, summten oder sangen mit und hatten automatisch ein Lächeln im Gesicht.

Und weil wir uns von einem Virus, der uns so stark einschränkt, nicht ins Bockshorn jagen lassen, sangen wir zum Schluss mit Leibeskräften:

Don’t worry, be happy!