Volkssolidarität


Brandenburg
20.06.2018

Weltflüchtlingstag: Bekenntnis zum Recht auf Asyl

Höchste Zahl von Menschen auf der Flucht seit dem 2. Weltkrieg

Angesichts des gerade veröffentlichten UN-Weltflüchtlingsberichts mahnt der Präsident der Volkssolidarität Dr. Wolfram Friedersdorff zum Bekenntnis zum im Grundgesetz verankerten Recht auf Asyl.

Höchste Zahl von Menschen auf der Flucht seit dem 2. Weltkrieg

Weltweit waren laut den am 19. Juni veröffentlichte Report der UN Refugee Agency (UNHCR) Ende 2017 68,5 Millionen Kinder, Frauen und Männer auf der Flucht. Nie zuvor registrierte die UN, laut eigenen Angaben, so viele flüchtende Menschen weltweit. 80 Prozent der Flüchtenden kommen dem Bericht zufolge unter teils katastrophalen Verhältnissen unter.

Am Weltflüchtlingstag denken wir“, so der Verbandspräsident, „an die vielen Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Tod fliehen müssen. Es sind so viele wie nie zuvor seit Ende des 2. Weltkrieges. Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass über die Hälfte der Flüchtenden unter 18 Jahre alt ist. Kinder und Jugendliche, die in ihrem Ursprungsland schrecklichste Erfahrungen mit Krieg und Terror machen und weitere Traumata auf der Flucht erleben, wenn sie den Weg über die gefährlichen Fluchtrouten überhaupt überleben. Es ist höchste Zeit, sichere Fluchtrouten einzurichten, gerade auch, um diese Gruppe der besonders Schutzbedürftigen zu schützen."

Bekenntnis zum Deutschen Grundgesetz

Von der deutschen Regierung fordert Friedersdorff: „Die gefühlten Wahrheiten in der deutschen Politik müssen ein Ende haben. Fakt ist, dass die Asylanträge von 760.000 in 2016 auf knapp 223.000 in 2017 gesunken sind. Diese Zahl für einen Rechtsruck der deutschen Politik und Protektionismus zu nutzen, ist schlicht und ergreifend gegen unsere verfassungsrechtlich festgeschriebenen Grundrechte." Weiter warnt er davor, Ängste vor angeblich kriminelleren Geflüchteten zu schüren und Bedrohungsszenarien zu schaffen, denen es faktisch an jeglicher Grundlage fehle.

"Die Volkssolidarität bekennt sich, so der Verbandspräsident, zur Genfer Flüchtlingskonvention und zum im deutschen Grundgesetz verankerten Recht auf Asyl. "Es braucht keinen Rechtsruck in Deutschland und Protektionismus, sondern eine solidarische Zusammenarbeit der europäischen Staaten, sichere Fluchtrouten und stärkere Unterstützung vor Ort."

Weltflüchtlingstag: 68,5 Millionen Kinder, Frauen und Männer auf der Flucht

Weitere Informationen zur Arbeit der Volkssolidarität im Bereich Flucht und Migration gibt Ihnen gerne: Anne-Sarah Shiferaw, Koordinatorin für Flucht und Migration beim Volkssolidarität Bundesverband (anne-sarah.shiferaw@volkssolidaritaet.de )