Volkssolidarität


Brandenburg
28.03.2018

Die Volkssolidarität kritisiert steigende Altersarmut

Wie das Statistische Bundesamt am 28.03.2018 mitteilte, ist die Anzahl der Empfänger/-innen von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in Deutschland auf 1.059.000 gestiegen (Stand Dezember 2017). Dies entspricht einem Anstieg von 3,2% bzw. 33.000 Personen gegenüber dem Vorjahr. Der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, fordert die Bundesregierung in diesem Zusammenhang auf, aktiv gegen Altersarmut vorzugehen.

„Der im Arbeitsleben erworbene Lebensstandard muss für alle Bevölkerungsschichten auch im Alter abgesichert sein“, so Dr. Friedersdorff. „Wer längere Zeit im Niedriglohnsektor arbeitet, ist allerdings auch bei vielen Beitragsjahren in die gesetzliche Rentenversicherung im Alter akut armutsgefährdet. Dies ist nicht hinnehmbar. Die Volkssolidarität fordert, die gesetzliche Rente als zentrale Säule der Alterssicherung zu stärken. Um Altersarmut in großem Umfang zu verhindern, muss über geeignete Instrumente im Rentenrecht gesichert werden, dass insbesondere für langjährig Versicherte in Ost und West eine Alterssicherung oberhalb des Grundsicherungsniveaus ermöglicht wird. Die Entfristung der Rente nach Mindestentgeltpunkten wäre beispielsweise eine zielführende Maßnahme gegen Altersarmut. Außerdem ist der gesetzliche Mindestlohn so anzuheben, dass er eine auskömmliche Rente garantiert.“ Auch bei der Erwerbsminderungsrente sieht Dr. Friedersdorff Reformbedarf: „Erwerbsminderung und Berufsunfähigkeit sind Schicksal, keine Wahl. Wir fordern daher, dass Erwerbsminderungsrenten erhöht und Abschläge gestrichen werden.“