Volkssolidarität


Sachsen-Anhalt

Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt zu Besuch in der Wohngemeinschaft Lebensfreude

Am 04. September 2019 hatte sich Besuch aus Magdeburg für die selbstorganisierte Wohngemeinschaft Lebensfreude angekündigt: Die Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, Petra Grimm-Benne, die Landtagsabgeordnete Dr. Katja Pähle und die Beigeordnete für Soziales der Stadt Halle, Katharina Brederlow, informierten sich über das 2018 eröffnete Wohnprojekt für Demenzerkrankte in der Weißenfelser Str. 49.

Die Ministerin verwies auf die Verpflichtung der Politik, angemessene Rahmenbedingungen für Patienten und Angehörige zu schaffen und freute sich über die Vorreiterrolle, die das Land Sachsen-Anhalt mit diesem Projekt der Genossenschaft bundesweit einnimmt. Sowohl die Besonderheit der Wohnform als selbstorganisierte, ambulant betreute Wohngemeinschaft als auch die konsequente demenzsensible Gestaltung sind hier hervorzuheben.

Demenzerkrankte Menschen benötigen eine besondere Aufmerksamkeit und Integration in ein soziales Umfeld. Die Leiterin der Volkssolidarität Regionalverband Halle-Saalekreis, Frau Scheibner erläuterte das Aufgabengebiet als gewählter Dienstleister in der selbstorganisierten Demenz Wohngemeinschaft.

Wenn ein Verbleib in der eigenen Wohnung nicht mehr gegeben ist und der Einzug in eine vollstationäre Einrichtung noch nicht notwendig oder gewollt ist, gibt es die Alternative der ambulant betreuten Wohngemeinschaften für demenziell erkrankte Menschen.

Durch einen strukturierten Tagesablauf und eine familiäre Atmosphäre bleibt die individuelle Selbständigkeit erhalten. Dabei erhalten die Bewohner den Betreuungsbedarf und die eventuelle Pflege, die notwendig ist. Ziel ist es das Wohlbefinden der Bewohner zu steigern. Der Tagesablauf sowie Therapie- und Freizeitangebote orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen und dem biographischen Hintergrund der Betroffenen.

Der Vorstandssprecher der HWF, Dirk Neumann, beantwortete die Frage, welche Umstände die Genossenschaft zur Umsetzung des Wohnprojektes veranlasste: „Mit der Wohngemeinschaft Lebensfreude können wir jetzt ein Angebot offerieren, das genau auf die Bedürfnisse demenzerkrankter Mitglieder zugeschnitten ist und das sich diese auch leisten können. Die Wohngemeinschaft ist eine Alternative zum Pflegeheim und Ergebnis jahrelanger wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit dieser Thematik.“