Volkssolidarität


Sachsen

VS-Geschäftsführer Stritzke zum 60. geehrt

Vereinsvorstand lud Freunde und Wegbegleiter am 29.8. zum Empfang ein

Der Geschäftsführer der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen, Frank Stritzke) stößt mit der Vorstandsvorsitzenden Kerstin Kunze an.Als Zeichen der Wertschätzung und Dankbarkeit hat der Vorstand der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V. den  VS-Geschäftsführer Frank Stritzke zum 60. Geburtstag mit einem Empfang gewürdigt. Dieser fand am 29. August in Radebeul-Altkötzschenbroda statt. Vorstandsvorsitzende Kerstin Kunze (Foto) betonte, Frank Stritzke habe den Verein zu dem gemacht, was er heute ist: Zu einem großen anerkannten Arbeitgeber der Wohlfahrt mit einem breit gefächerten Angebot für Jung und Alt.

 

Und mehr noch: Auch zu einem verlässlichen Partner bei der Entwicklung und Umsetzung neuer sozialer Visionen sei der Verein unter Frank Stritzke geworden.

 

Rund 60 Freunde und Wegbegleiter folgten der Einladung in den Festsaal des Hotels Goldener Anker. Unter den Gästen waren zahlreiche Persönlichkeiten aus der Politik, allen voran Sachsens früherer Sozialminister Hans Geisler (Foto links), Radebeuls OB Bert Wendsche und Sozialamtsleiter Elmar Günther, Meißens OB Olaf Raschke, der Coswiger Schulamtsleiter Mike Schlagowsky sowie der Weinböhlaer Bürgermeister Siegfried Zenker.

 

Auch die drei Botschafter der VS Elbtalkreis-Meißen wohnten dem Ereignis bei: Kulturbotschafter Muck alias Hartmut Schulze-Gerlach, Bildungsbotschafter Ronald Börner und Sportbotschafter Frank-Peter Roetsch (siehe Bildergalerie). Für die musikalische Umrahmung des Nachmittags sorgte das Gitarrenduo Aguas.

 

Frank Stritzke kam 1986 als Kreissekretär zur Volkssolidarität Kreisverband Dresden-Land. Er war mit seinen 26 Jahren der jüngste VS-Funktionär der DDR. Mit dem Ende der DDR wurden 1989 die staatlichen Zuschüsse für die VS gestrichen. Frank Stritzke musste die über 300 Beschäftigten kündigen und wurde auch selbst von der Bezirksleitung entlassen.

 

Der VS-Neuanfang begann mit der Neugründung des Vereins am 1.1.1991: Frank Stritzke als Geschäftsführer war der einzige hauptamtliche Mitarbeiter. Die damals ca. 20 Mitarbeiter arbeiteten zunächst in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Der Start des Geschäftsbetriebs war nur möglich dank eines 20.000-DM-Kredits vom Landratsamt Dresden-Land. Das erste Standbein war Essen auf Rädern: Dafür kaufte Frank Stritzke Trabi Kombis auf, die andere loswerden wollten, und akquirierte Zivis.

 

1992 bekam die VS die letzte vorhandene Sozialstation am Fernsehturm in Dresden übergeben. So stieg der Verein in die Pflege ein und gründete seinen ersten ambulanten Pflegedienst. 1992 wurden Kitas in Radebeul ausgeschrieben. „Wir hatten keine Ahnung, wie man Kitas betreibt“, sagt Frank Stritzke. „Aber wir haben uns erfolgreich als Träger präsentiert. Mit dem Konzept: An alte Traditionen anknüpfen und Alt und Jung gemeinsam.“ Der VS-Kreisverband übernahm seine ersten 3 Kitas in freier Trägerschaft, beantragte Fördermittel für den Um- und Ausbau.

 

Mit Übernahme der Kitas ging es steil bergauf: Der Stamm an festen Mitarbeitern wuchs. Das Essen auf Rädern rechnete sich. Zur Trabi-Flotte kamen erste Westautos hinzu. 1995 übernahm der Verein die Kita in Moritzburg und begann im Sommer mit dem Neubau eines Kinderhauses. Dieses Projekt brachte den in großen Bauvorhaben noch unerfahrenen Verein an den Rand seiner finanziellen Überlebensfähigkeit. Durch hartnäckige Verhandlungen konnte Frank Stritzke die Insolvenz abwenden und das Kinderhaus „Kleiner Moritz“ im Juni 1996 eröffnen. Bis heute ist er dankbar für diese Erfahrung, weil er daraus viel gelernt hat.

 

1997 baute die VS die erste Seniorenwohnanlage des Betreuten Wohnens in Radebeul UND im Landkreis: das „Haus Bergblick“. 2014 gründete der Verein eine eigene Weiterbildungsakademie, 2015 ein Diagnostik- und Beratungszentrum.

 

Heute hat die Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V. rund 700 Beschäftigte. Sie betreibt 20 Kitas (inkl. Horte), 10 Seniorenwohnanlagen, 2 ambulante Pflegedienste, eine Tagespflege, ein Diagnostik- und Beratungszentrum sowie eine Weiterbildungsakademie. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über 3 Landkreise (Meißen, Bautzen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) und die Landeshauptstadt Dresden.

 

Der Umsatz der VS lag 2018 bei 26,3 Millionen Euro. Der Verein zählt aktuell rund 2.600 Mitglieder, die sich in 52 Gruppen organisieren – für sie fanden 2018 knapp 1.900 Veranstaltungen statt.