Volkssolidarität


Sachsen

VS bereitet „eingeschränkten Kita-Regelbetrieb“ vor

Ab 18. Mai dürfen wieder alle gesunden Kinder in die Einrichtungen

Ein Banner an der Radebeuler VS-Kita "Märchenland": Nun rückt das Wiedersehen in greifbare Nähe.Nach zwei Monaten Kita-Notbetreuung können ab dem 18. Mai wieder alle Kinder die Kita besuchen. Das haben Sachsens Kultus- und Sozialministerium beschlossen und am 8. Mai bekanntgegeben. Demnach gilt für den nun anlaufenden „eingeschränkten Regelbetrieb“, dass der Rechtsanspruch auf Betreuung nicht mehr eingeschränkt ist. Alle Eltern dürfen ihre Kinder in der Kita betreuen lassen. Die VS Elbtalkreis-Meißen nutzt die Tage bis zur Wiederöffnung, um die vom Freistaat geforderten Standards abzusichern.

 

Das ist mit großem organisatorischen Aufwand verbunden. Denn die Kinder müssen – wie auch schon in der Notbetreuung – in fest zusammenbleibenden Gruppen betreut werden, die sich weder im Gebäude noch auf den Freiflächen begegnen sollen. Die strikte Trennung der Kita-Gruppen hat den Hintergrund, dass mögliche Infektionsketten besser zurückverfolgt werden können.

 

„Diese Woche heißt es, den Schritt der Öffnung intensiv und einrichtungsspezifisch vorzubereiten“, sagt Sven Krell, Vorstand des Regionalverbands Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V. Es sei eine Herausforderung bei der Personal- und der Raumplanung. „Die Organisation der Abläufe muss betrachtet werden.“ So ist für das Bringen und Holen der Kinder durch die Eltern in jeder Kita eine individuelle Lösung zu finden, bei der so wenige Eltern, Kinder und ErzieherInnen wie möglich aufeinandertreffen.

 

Notbetreuung in der Moritzburger VS-Kita "Kleiner Moritz": Eine Aufnahme vom 21. April.Die VS-Kitas sind – wie alle sächsischen Kitas – gemäß der Allgemeinverfügungen des Freistaates Sachsen coronabedingt seit dem 18. März geschlossen. Sie bieten lediglich eine Notbetreuung von Kindern an. Auf diese haben nur jene Eltern Anspruch, die einem systemrelevanten Beruf nachgehen. Der berechtigte Personenkreis wurde in den vergangenen acht Wochen drei Mal erweitert. Das machte sich auch in den Betreuungszahlen bemerkbar. Besuchten Ende März lediglich 2,6 Prozent der normalerweise 3.500 in VS-Kitas betreuten Kinder die Notbetreuung, sind es zum 11. Mai bereits knapp 30 Prozent.

 

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz appelliert an die Eltern, auch weiterhin auf die Hygiene- und Abstandsregeln zu achten. Sobald die Infektionszahlen wieder anstiegen, so der Minister, werde man die Maßnahmen rückgängig machen und Einrichtungen erneut schließen. Um die Eltern an ihre Verantwortung zu erinnern, sollen diese der Kita täglich schriftlich versichern müssen, dass in ihrem Haushalt keine Symptome für eine Corona-Infektion vorliegen.