Volkssolidarität


Elbtalkreis-Meißen e.V.

Rückblick auf ein Jubeljahr

2017 feierte die VS das Doppeljubiläum 25 Jahre Kita und Pflegedienst

2017 bescherte der VS Elbtalkreis-Meißen das beste Geschäftsjahr in ihrer Geschichte. Zugleich war es ein Geburtstagsjahr: Vor 25 Jahren übernahm der Kreisverband seine ersten Kitas und gründete seinen ersten Ambulanten Pflegedienst. Dieses doppelte Jubiläum feierte der Verein auch doppelt: Alle Mitglieder waren zu einem großen Familienfest in den Dresdner Zoo eingeladen. Den Mitarbeitern dankte der Verein mit einer Festveranstaltung im Dresdner Ball- und Brauhaus Watzke.

 

 

Geschäftsführer Frank Stritzke ließ die Entwicklung des Kreisverbands im zurückliegenden Vierteljahrhundert Revue passieren. In seiner Festrede erinnerte er daran, dass 1992 der entscheidende Schritt zur Professionalität erfolgte.


„Es waren die Sturm- und Drang-Jahre, eine spannende Aufbauzeit“, sagte Frank Stritzke am 15. September vor rund 400 Gästen in seiner Ansprache. 1992 hieß der heutige Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V. übrigens noch Kreisverband Dresden-Land e.V.

 

Nachdem 1991 das erste Kind im Rahmen der Familienhilfe betreut worden war – im Übrigen mit dem paradiesischen Betreuungsschlüssel „eine Erzieherin für ein Kind“ – folgte im Februar 1992 der nächste Schritt: Die VS bewarb sich im neuen Radebeuler Technischen Rathaus um Kindergärten, die bisher der Stadt gehört hatten und die nun für neue Träger ausgeschrieben wurden. „Wir haben uns richtig Mühe gegeben bei der Präsentation und unseren ersten PC aufgebaut“, erzählte Frank Stritzke. Das kleine VS-Team überzeugte drei Kitaleiterinnen und übernahm deren Radebeuler Kitas zum 1. Juli in freier Trägerschaft: die Einrichtung auf der Gartenstraße (heute „Knirpsenland“), auf dem Gradsteg (heute „Sonnenland“) und auf der Nizzastraße (heute „Lößnitzer Kinderland“). Schon wenig später starteten an und in den Gebäuden umfangreiche Bauarbeiten.


Grundlage für den Aufbau des Bereichs „Pflege“ war nach der Wende die Übernahme von fünf Gemeindeschwestern. Mit ihnen eröffnete die VS 1991 die erste Sozialstation für das Schönfelder Hochland. Im November 1992 begann der Verein auch mit der medizinischen Betreuung von Patienten (Kranken- und Grundpflege).

 

Dazu kam sogar das erste Westauto des Kreisverbands zum Einsatz – eine Spende aus den Mitteln der Alfred Herrhausen Gesellschaft der Deutschen Bank. Der weiße VW (Foto, auf Leinwand) ergänzte die kleine VS-Flotte, die aus billig angekauften Trabi Kombis bestand. Mit ihnen wurden die Angebote „Essen auf Rädern“ und „Hauswirtschaftshilfe“ abgedeckt. Sie stellten die ersten Leistungen dar, mit denen sich der Verein nach seiner Neugründung am 1. Januar 1991 wirtschaftlich zu etablieren versuchte.


Möglich machte das ein 20.000-DM-Kredit. Die damals 15 Mitarbeiter arbeiteten zunächst in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Der junge Geschäftsführer war der einzige Hauptamtliche. In dieser Zeit wurde auch ein Handwerkerdienst aufgebaut, der Wohnungen und Häuser sanierte, berichtete Frank Stritzke am Rednerpult. Darüber hinaus wurde ein florierender Reisedienst entwickelt. Mangels Räumlichkeiten organisierte und verkaufte dieser seine Touren in der Küche des damaligen Vereinsbüros auf der Schweizer Straße. Ende 1992 zählte der Verein bereits 98 Mitarbeiter. Und er verbuchte schon einen kleinen Gewinn von immerhin 182 DM.


In dem festlichen Rahmen im Ballhaus Watzke wurden auch langjährige und verdienstvolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt. Zu ihnen gehörte die langjährige Radebeuler Küchenchefin Gisela Raubach. Sie trat am 1. September ihren Ruhestand an. Offiziell in die wohlverdiente Rente verabschiedet wurden auch die langjährigen Kita-Leiterinnen Heidi Kahlert und Birgit Lindemann.


Für ihr langjähriges und überdurchschnittlich engagiertes Wirken wurde zudem zwei Damen eine der höchsten Auszeichnungen der Volkssolidarität verliehen. Die Ehrennadel in Silber erhielten Erzieherin Ulrike Vetter und die frühere Kitaleiterin Annette Fürstenau. Beiden Frauen zollte der Saal mit stehenden Ovationen Respekt für ihr Schaffen.