Volkssolidarität


Sachsen

Radeberger Hort ermöglicht 126 Leben ohne Polio

Finanziert werden die Impfungen in der Dritten Welt durch alte Getränkedeckel

Säckeweise haben die Kinder des Radeberger Horts „Regenbogenland“ Getränkedeckel gesammelt. 63.000 Plastikverschlüsse sind seit Ende Oktober zusammengekommen. Damit unterstützt die VS-Einrichtung ein Projekt der Organisation Rotary. Diese finanziert Polio-Impfungen durch den Verkauf der Deckel an Recyclingunternehmen. 500 Stück sind nötig, um eine Impfung zu bezahlen. Die 63.000 Verschlüsse des Horts ermöglichen in der Dritten Welt 126 Leben ohne Kinderlähmung.

 

Das Projekt wurde auch genutzt, um mit den Kindern über die Themen „Recycling“ und „Polio-Impfung“ zu sprechen.

 Um die farbigen PVC-Deckel zu sammeln und die wachsende Menge stetig im Blick zu behalten, konstruierte der Hort der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V. als Spezialbehältnis extra eine hohe durchsichtige Röhre. Sie hatte nicht nur ein beachtliches Fassungsvermögen. Markierungen durch Zahlen gaben zudem eine schnelle Orientierungshilfe zum aktuellen Stand der schon zusammengetragenen Verschlüsse.

 

Immer, wenn die Röhre voll war, wurde der Inhalt in große Müllsäcke entleert, so dass sie wieder von vorn befüllt werden konnte. Damit blieb die Motivation der Kinder erhalten.

 

Polio (Poliomyelitis) ist auch als Kinderlähmung bekannt und eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die insbesondere Kleinkinder betrifft. Doch auch Erwachsene erkranken daran. Das Virus löst Lähmungen und Invalidisierungen aus, kann Spätfolgen haben und sogar tödlich verlaufen. Eine Impfung gewährt einen lebenslangen Schutz vor Polio.