Volkssolidarität


Sachsen

Offene Türen bei der Tagespflege Radeberg

Pantomime Ralf Herzog führte humorvoll ins Thema Körpersprache ein

Zum diesjährigen Tag der offenen Tür am 18.10. bot die Radeberger Tagespflege "Heiderand" den Besuchern einen ganz besonders amüsanten Gast: Der bekannte sächsische Pantomime Ralf Herzog (Foto) vermittelte in heiterer Art Wissenswertes über Körpersprache. Weshalb dieses Thema in der Tagespflege? Weil die richtige Deutung von Gestik und Mimik gerade dann an Bedeutung für die Pflegekräfte gewinnt, wenn sich z.B. Menschen mit fortschreitender Demenz schwerer über die Sprache mitteilen können.

 

Den gesamten Nachmittag konnten sich Interessierte in der VS-Einrichtung auf der Ferdinand-Freiligrath-Straße 19 rund um das Thema Pflege informieren. Bis 18 Uhr stand die Tagespflege zur Besichtigung offen. Leiterin Rita Hothas und ihr Team beantworteten gern Fragen zum Angebot in den frisch renovierten Räumlichkeiten.

 

In der Radeberger Tagespflege "Heiderand" betreuen ausgebildete Pflegekräfte und Alltagsgestalter tagsüber Menschen mit verschiedenen Pflegegraden. So sind die Senioren immer in Gesellschaft, gut versorgt und erleben obendrein noch etwas. Der Besuch der Einrichtung gibt ihnen eine Tagesstruktur. Darüber hinaus werden sie individuell gefördert. Bestandteil des Tagespflege-Services ist, dass die Senioren morgens mit dem Kleinbus von zu Hause abgeholt und nachmittags wieder heimgebracht werden.

„Vielen ist gar nicht bekannt, dass es bei den Pflegekassen einen extra Geldtopf für die Tagespflege gibt“, sagt Leiterin Rita Hothas. Unter bestimmten Voraussetzungen sei es möglich, dass Pflegebedürftige die Tagespflege an mehreren Tagen im Monat kostenfrei bzw. kostengünstig besuchten. „In Beratungen können wir die genaue Auskunft geben, welche Kosten auf den Tagesgast zukommen und wie die Tagespflege finanzierbar ist.“


Durch das Angebot werden auch die pflegenden Familienmitglieder entlastet. Denn sie können ihren pflegebedürftigen Verwandten tageweise in die Einrichtung geben, um selbst Termine wahrzunehmen oder einmal etwas für sich zu tun.