Volkssolidarität


Sachsen

Neuer Leiter beim Radeberger Pflegedienst

Ronny Arlt bringt 25 Jahre Leitungserfahrung mit und hat viel vor

In Sachen Pflege ein "alter Hase": Ronny Arlt leitete in den vergangenen Jahren Tagespflegen, ambulante Pflegedienste und auch Pflegeheime.Im April hat Ronny Arlt die Leitung des ambulanten VS-Pflegedienstes „Radeberger Umland“ übernommen. Der 48-Jährige sagt: „Für mich ist es reizvoll, für einen Verein zu arbeiten.“ Ein Verein sei gemeinnützig und wolle etwas Anderes als nur Geld. Etwas für Menschen zu tun, das ist ihm wichtig. In seiner neuen Funktion hat er bereits begonnen, mit den Patienten des Pflegedienstes in Kontakt zu treten. „Ich möchte mit der Zeit alle kennenlernen und im Gespräch erfahren, was sie aktuell brauchen“, verrät er.

 

 

Sein Ziel: Die Leistung ganz individuell auf den Einzelnen anzupassen. Dafür habe eine Fachkraft während der Pflege keine Zeit, aber er als Leiter sei genau für diese Initiative der Qualitätssicherung da.

 

Begeistert ist er von dem bestehenden Angebot der Erinnerungsgruppe für Menschen mit Demenz. Dieses möchte er weiter ausbauen und noch eine zweite Gruppe eröffnen. „Der Bedarf ist da“, sagt er. „Durch eine Erweiterung wäre es möglich, den Personen in der Gruppe noch mehr Zeit zu schenken und damit individueller auf sie einzugehen.“

 

Gutes Team: Pflegedienstleiter Ronny Arlt mit Stellvertreterin Sindy Schröder.Ronny Arlt hat viele Ideen. Ihm schwebt vor, für die Patienten mehr Gelegenheiten des Beisammenseins und Erfahrungsaustauschs zu schaffen. So träumt der leidenschaftliche Hobbykoch zum Beispiel davon, eine Koch- und Backgruppe ins Leben zu rufen. Für alle, die früher viel und gern am Herd standen und es nun nicht mehr können oder zu ihrer eigenen Sicherheit nicht mehr dürfen. Eine separate Küche – als wichtigste Voraussetzung – sei vorhanden beim Pflegedienst "Radeberger Umland", erzählt er voller Elan.

 

In Sachen „Pflege“ ist Ronny Arlt bereits ein alter Hase. In den vergangenen 25 Jahren leitete er Tagespflegen, ambulante Pflegedienste und auch Pflegeheime im Einzugsgebiet Dresden.

 

Nun hat sich sein Wunsch erfüllt, wieder in Radeberg zu arbeiten. „Ich mag die Stadt, mag es, dass alle gesellschaftlichen Gruppen auf dem kleinen Gebiet vertreten sind“, sagt der lockere Pflegedienstleiter, der in einem Dorf nahe der Bierstadt wohnt. Dadurch ist er bestens vertraut mit der sozialen Infrastruktur, kennt die Ärzte, hat ein großes Netzwerk.

 


Der Radeberger Pflegedienst "Radeberger Umland" hat seinen Sitz am Markt 1.Zur Pflege kam Ronny Arlt mit Mitte 20 als Quereinsteiger. Nach der Schule hatte er zunächst Zimmermann gelernt und einige Jahre auf dem Bau gearbeitet. Doch irgendwann füllte ihn dieser Job nicht mehr aus. Auf der Suche nach etwas Neuem nahm er einen Minijob in einem Pflegeheim an. Berührungsängste kannte er nicht. „Ich habe schon meinen Zivildienst im Epilepsiezentrum Kleinwachau gemacht“, erzählt er.

 

In jenem Pflegeheim war er zunächst „Mädchen für alles“, wie er selbst sagt. Er war zuständig fürs Wäschewaschen genauso wie für Reparaturen & Co. An dem Arbeitsumfeld fand er so großen Gefallen, dass er berufsbegleitend eine Ausbildung zur Pflegefachkraft absolvierte. Auf die Frage, ob er besonders gut mit älteren Menschen könne, antwortet er: „Ich nehme jeden so, wie er ist.“

 

Schon während der Pflege-Ausbildung wurde Ronny Arlt bewusst: „Ich will etwas verändern: Für die Patienten, die Heimbewohner, das Team.“ Nach vier Jahren Tätigkeit als Pflegefachkraft nahm er darum den nächsten Schritt in Angriff: Auf eigene Kosten machte er die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung.

 

In dieser Funktion fühlt er sich bis heute wohl und zugleich gefordert. Viele Jahre Erfahrung haben sein Credo geprägt: „Ich bin offen und ehrlich und verspreche nichts, was ich nicht halten kann.“ Apropos offen. Auch die Bürotür des Pflegedienstes am Markt soll – sobald es wärmer ist – regelmäßig offenstehen. Für alle Radeberger und alle Fragen rund um das Thema Pflege.