Volkssolidarität


Sachsen

Fackelläufer besuchen Moritzburger Kita

Sie nahmen die VS-Einrichtung in die Peace-Run-Gemeinschaft auf

Die Friedensläufer stellten sich nach ihrem Eintreffen im Garten des Kinderhauses Kleiner Moritz kurz vor.Zwölf internationale Fackelläufer haben am 21. Juni in der Moritzburger Kita „Kleiner Moritz“ halt gemacht. Das Kinderhaus der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V. begrüßte die Sportler mit Luftballons und Fähnchen und hatte ein kleines musikalisches Programm vorbereitet. Die Läufer zeigten sich hocherfreut und bezeichneten den Empfang als ihren bislang schönsten in Deutschland. Das Team kam aus Tschechien und beteiligt sich am Sri Chinmoy Oneness-Home Peace Run, dem größten Fackellauf weltweit.

 

Benannt ist der Peace Run nach seinem indischen Begründer Sri Chinmoy. Die Initiative wird von dem Ansinnen getragen, die Idee von einem friedlichen Zusammenleben zwischen Menschen aller Kulturen und Glaubensrichtungen zu verbreiten. Die brennende Fackel gilt als Symbol für Freundschaft.

 

Mit einer Urkunde nahm das Peace-Run-Team die Kita Kleiner Moritz symbolisch in die Unterstützergemeinschaft des Friedenslaufes auf.Wo auch immer die Friedensläufer Station machen, lassen sie die Fackel von Hand zu Hand zu gehen. Auch die Kinder in der Kita „Kleiner Moritz“ durften die brennende Fackel anfassen und sich dabei still etwas für jemanden anderes wünschen. Zudem sangen und tanzten sie gemeinsam mit den Sportlern. Danach überreichte das Team der Kinderhaus-Leiterin Meike König eine Urkunde, mit der es die Einrichtung symbolisch in die Peace-Run-Gemeinschaft aufnahm.

 

Die zwölf Friedensläufer stammten von vier Kontinenten. Sie kamen unter anderem aus Australien, Guatemala, Russland, Serbien, Großbritannien, Österreich und Deutschland. Auch ein US-Amerikaner war unter ihnen, der bei den Vereinten Nationen in New York arbeitet.

 

Direkt vor dem Uno-Gebäude war 1987 der erste Peace Run überhaupt gestartet. Botschafter vieler Länder unterstützten die Aktion. In den vergangenen drei Jahrzehnten war der Friedenslauf in 146 Ländern zu Gast. Millionen von Menschen reichten sich die Fackel weiter.

 

Die Friedensläufer tanzten und sangen gemeinsam mit den Kindern der Kita.Dieses Jahr ist der Friedenslauf durch Europa im Februar in Bulgarien gestartet. Die europäische Abschlussfeier soll am 8. Oktober in Portugals Hauptstadt Lissabon stattfinden. Dann werden die Friedensläufer rund 24.000 Kilometer zurückgelegt haben. Um Kräfte zu sparen, wechseln sich die Sportler im Team ab. Jeder bestreitet pro Tag zwischen zehn und 20 Kilometern, so dass alle zusammen als Team täglich einen Streckenabschnitt von etwa 100 Kilometern bewältigen. Zwischendurch besuchen sie mit der brennenden Fackel Schulen, Vereine, Institutionen, Parlamente, Rathäuser, aber auch Kirchen, Synagogen, Tempel oder Moscheen.