Volkssolidarität


Sachsen

Ein Hauch von Bauernhof im Hort

Im Radebeuler Hort "Wirbelwind" sind Küken ausgebrütet worden

Ein Vorwerk-Küken im Radebeuler Hort Wirbelwind der Volkssolidarität Elbtalkreis-MeißenDie Kinder des Radebeuler VS-Horts „Wirbelwind“ haben im Mai das Schlüpfen von 26 Küken hautnah miterleben können. Möglich war das durch das Projekt „Bei dir piepts wohl!“ mit dem Radebeuler Hofgut Graue-Presse. Dieses hat den Mädchen und Jungen die Eier und auch alle notwendigen Utensilien zur Verfügung gestellt. Dazu gehörten der Brutautomat, ein Käfig für die geschlüpften Tiere sowie eine Rotlichtlampe. An dem Projekt beteiligten sich vor allem Hortkinder der 1. Klasse. 

 

Mit Rat und Tat standen ihnen die MitarbeiterInnen der Einrichtung auf der Gartenstraße zur Seite. Wichtig war unter anderem, die Temperatur im Brutkasten konstant bei 38,3 Grad Celsius zu halten. Außerdem achteten die jungen Küken-Verantwortlichen darauf, dass im Umfeld der Brutstätte Ruhe herrscht. Dafür bastelten sie Plakate, die als Hinweis für alle ausgehangen wurden.

 

Nachdem die Eier eine Woche im Brutkasten waren, schaute das Hofgut Graue-Presse wieder vorbei und durchleutete die Schalen. In 34 von 42 Eiern war tatsächlich ein Herzschlag festzustellen. Daran sah die Fachfrau vom Bauernhof, dass diese Eier befruchtet sind. Ihnen galt nun weiterhin größte Aufmerksamkeit. Ein Zeit- und Aufgabenplan sagte den Kindern und ErzieherInnen, was Schritt für Schritt für die Entwicklung der Küken in den Eiern zu tun ist.

 

Der Brutautomat wurde dem Hort vom Radebeuler Hofgut Graue-Presse geliehen.Von Tag 3 bis Tag 17, zum Beispiel, musste der Brutautomat täglich 10 Minuten geöffnet werden - zum Lüften. Auch am Wochenende, was die Hortangestellten übernahmen. Am 10. und 18. Tag war eine Rinne im Brutkasten mit einer bestimmten Menge an Wasser aufzufüllen, damit die Eierschalen die richtige Konsistenz zum Schlüpfen bekommen. Am Hauptschlupftag, dem 1. Mai, pickten sich dann 23 Tiere auf einen Schlag  durch die Schale. Im Käfig unter der Rotlichtlampe trockneten ihre Federn. Das große Piepsen begann.

 

Die kleinen gefiederten Gesellen wuchsen zu reinrassigen Vorwerkhühnern heran. Nach 24 Tagen holte das Hofgut die Küken samt der geliehenen Technik aus dem Hort ab.


Zum Abschluss des Projekts besuchten die beteiligten Hortkinder Ende Mai die Küken in ihrem neuen und eigentlichen Zuhause. Auf dem Hofgut Graue-Presse erhielten sie bei einer Führung einen Einblick in das Leben auf dem Bauernhof, lernten alle Hühner und auch die vielen anderen Tiere kennen.


Der Radebeuler VS-Hort „Wirbelwind“ nahm bereits zum vierten Mal am Küken-Projekt des Hofguts teil. Bei den Kindern sorgt es jedes Mal aufs Neue für Begeisterung.