Volkssolidarität


Sachsen

DBZ-Elternhotline am 3. April gestartet

Von 10 bis 11 Uhr berieten Therapeutinnen Eltern von Vorschulkindern

Logopädin Astrid Lau (v.l.) und Ergotherapeutin Stefanie Eger sitzen am 3.4. an der Elternhotline des DBZ Radebeul.Viele Eltern, die ihr Vorschulkind im Moment daheim betreuen, fragen sich mit Blick auf den Einschulungstermin: Ist mein Kind schon ausreichend auf die Schule vorbereitet? Über welche Fertigkeiten sollte es verfügen, um fit für den Unterricht zu sein? Fragen wie diese beantworteten am 3. April Expertinnen des Diagnostik- und Beratungszentrums (DBZ) Radebeul in einer Telefonsprechstunde. Die Nummer lautete 0351 8882681-0. Von 10 bis 11 Uhr saßen Ergotherapeutin Stefanie Eger und Logopädin Astrid Lau am Hörer.

 

Mit diesem neuen Angebot reagierte das DBZ auf Anfragen von Eltern. Die Idee hinter dieser Elternhotline war, den Müttern und Vätern Sicherheit zu geben und sie durch hilfreiche Anregungen zu entlasten.

 

„Durch die Betreuung zu Hause nehmen viele Eltern die Schwachstellen ihrer Kinder jetzt eher wahr“, sagt Logopädin Astrid Lau. „Damit möchten wir niemanden allein lassen.“ Ergotherapeutin Stefanie Eger ergänzt: „Vieles lässt sich spielerisch zu Hause üben. Wir geben gern Tipps, wie man mit seinem Kind toll daheim lernen kann und dabei eine schöne Atmosphäre schafft.“

 

Aus Sicht der VS-Ergotherapeutin ist besonders wichtig, dass bei Vorschulkindern die Händigkeit geklärt ist. „Wenn ein Kind nach wie vor mit den Händen wechselt, sollte jetzt noch eine Händigkeitsprüfung gemacht werden“, sagt Stefanie Eger. Dies sei auch gegenwärtig möglich, sofern ein Rezept vorliege.

 

VS-Logopädin Astrid Lau hat die sprachlichen Fähigkeiten im Blick. „Vorschulkinder sollten reimen und genau hören können“, erklärt sie. Eine ganz grundlegende Voraussetzung ist der Fachfrau zufolge auch, dass sich ABC-Schützen mindestens 15 Minuten lang konzentrieren können. Nicht zu vergessen ein gewisses Selbstbewusstsein und Frustrationstoleranz.

 

„Das Meiste lässt sich gut im Alltag üben“, ermutigt Astrid Lau. Beim Spazierengehen könnten Eltern ihrem Kind zum Beispiel die Aufgabe des Orientierungschefs übertragen, der sich den Weg einprägt und die Familie wieder nach Hause führt. „Am besten das Kind mal selbst machen lassen und ihm einen Vertrauensvorschuss geben“, empfiehlt Astrid Lau. „Dann merkt es, was es schon alles alleine kann.“