Volkssolidarität


Sachsen

Das große Lesen

Der 17.11. stand in vielen Kitas und Horten der VS im Zeichen des Buches

Zum bundesweiten Vorlesetag am 17.11. ist in vielen Kitas und Horten der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen das Buch gezückt worden. Mit von der Partie waren Prominente wie Frank-Peter Roetsch (Foto). Der legendäre Biathlet und VS-Botschafter besuchte die Weinböhlaer Kita "Weinbergwichtel". Mit der Aktion unterstrich der Verein auch dieses Jahr die Wichtigkeit des Vorlesens. Dass es von vielen Eltern vernachlässigt wird, gilt als eine Ursache für die zunehmenden Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern.

 

Bei den Weinböhlaer Weinbergwichteln lasen auch Gemeinde-Bürgermeister Siegfried Zenker (CDU) und Hauptamtsleiterin Julia Schneider.

 

Zeitgleich konnten in der Coswiger Kita „Spitzgrundspatzen“ die Kinder den Geschichten von Weinprinzessin Maria Czerch, Wettiner-Chef Daniel Prinz von Sachsen sowie der Clownin Jolanda Querbeet lauschen. Auch Moritzburgs Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos) nahm um 9.30 Uhr im Vorlesesessel einer Gruppe Platz. Anja Hell von der Meissen Porzellan-Stiftung schaute mit einem Kinderbuch vorbei, das von der Herstellung eines Porzellanaffens erzählt.

 

Ab 11.15 Uhr las dann in der Weinböhlaer Kita „Wiesenblume“ SPD-Bundestagsabgeordnete Susann Rüthrich. Am Nachmittag stellte der ebenfalls in der Gemeinde beheimatete VS-Hort „Kreativ“ alle Zeichen auf „Vorlesen“. Die ersten und zweiten Klassen widmeten sich interessanten Erzählungen in ihren Gruppenräumen, während die größeren Kinder zu einer Veranstaltung ins Musikzimmer eingeladen waren. Dort schlugen ab 14 Uhr unter anderem die CDU-Landtagsabgeordnete Daniela Kuge und Schauspielerin Jolanda Querbeet das Buch auf.

 

Auch in Radebeuler Kindertageseinrichtungen der VS wurde der bundesweite Vorlesetag wieder mit Leben erfüllt. Die Kita „Knirpsenland“ begrüßte um 14 Uhr Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) mit Lektüre. Und im Hort „Wirbelwind“ hatte sich am Nachmittag der Medienpädagoge, Clown und Märchenonkel Ralph-Torsten Lincke angekündigt, vielen besser bekannt als RTL. Als weitere Vorleser kamen Mitarbeiter aus Bibliotheken und Buchhandlungen, Omas, Opas und andere Verwandte der Kita-Kinder sowie pensionierte Erzieher der Volkssolidarität vorbei.

 

Anliegen der VS ist es, durch die wiederkehrende Teilnahme an diesem jährlichen Aktionstag speziell die Eltern auf die Bedeutung des Vorlesens aufmerksam zu machen. Denn gerade das ist für die Sprachentwicklung der Kinder wichtig. Sprache lässt sich für die Kleinen nur in Interaktion mit Erwachsenen lernen. Doch genau daran mangelt es heutzutage oft. Eine Folge sind die zunehmenden Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern. Diesen Trend stellen die logopädischen Expertinnen im Radebeuler Diagnostik- und Beratungszentrum der VS – kurz DBZ – fest. Zusätzlich nachteilig, so ihre Vermutung, wirkt sich der frühe Medienkonsum aus und speziell die Auswahl von TV-Programmen, die für das junge Alter nicht geeignet sind. Logopäden können natürlich mit den Kindern trainieren und helfen. Doch die Weichen für eine positive Sprachentwicklung können bereits die Eltern stellen – unter anderem durch regelmäßiges Vorlesen.

 

Der bundesweite Vorlesetag ist eine gemeinsame Aktion von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung. Er fand bereits zum 14. Mal statt. Als fester Termin ist dafür jedes Jahr der dritte Freitag im November gesetzt. Mehr als 144.000 Vorleser wirkten diesmal in ganz Deutschland mit.