Volkssolidarität


Sachsen

Baustart für Senioren-Wohnsiedlung in Weinböhla

Auf dem Areal an der Dresdner Straße wurde am 22.8. die Esse abgerissen

Mit dem Abriss der Esse des früheren Gärtnerei-Heizhauses fiel der Startschuss für die beginnenden Bauarbeiten in Weinböhla an der Dresdner Straße 94.Binnen weniger Minuten war am 22.8. der einst 21 Meter hohe Schornstein in Weinböhla zu Fall gebracht. Damit kann auf dem ehemaligen Gärtnereigelände an der Dresdner Straße die Erschließung beginnen. Bis 2020 soll hier die erste Seniorensiedlung Ostdeutschlands entstehen. Betreiben will sie eine Tochter der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V., die  Sozialprojekt Volkssolidarität Elbtalkreis Gemeinnützige Betriebsträgergesellschaft mbH. Reservierungen werden bereits entgegengenommen.

 

Eigentümer der Fläche zwischen Dresdner Straße und Schwarzem Weg ist die Freiberger Firma Landschaftsgestaltung Straßen-, Tief und Wasserbau GmbH, kurz LSTW GmbH. Das Unternehmen nimmt auch die Erschließung vor.

So soll die Seniorensiedlung in Weinböhla einmal aussehen. Es wird die erste dieser Art in ganz Ostdeutschland.In den kommenden 2 Jahren sollen auf rund 14.000 Quadratmetern 3 Mehrfamilienhäuser mit 30 bis 40 altersgerechten Mietwohnungen und einer Begegnungsstätte entstehen. Außerdem sind 10 bis 18 barrierefreie Doppelhäuser im Bungalowstil mit Garten geplant, die gemietet oder gekauft werden können (Visualisierung von aT2). Das Dachgeschoss der Häuser kann ausgebaut werden. Die Eigenheime sind für Senioren gedacht, denen ihr großes Haus im Alter zu viel wird, aber eine Wohnung zu klein ist.

 

Als weitere Besonderheit der Anlage gilt das Sicherheitskonzept. Ein Sicherheitsdienst wird tagsüber auf Abruf tätig sein und regelmäßig Streife fahren. Nachts wird die Seniorenwohnsiedlung abgeschlossen sein. Damit reagiert die Volkssolidarität auf kriminelle Machenschaften, die gezielt betagte bis hoch betagte Menschen als Opfer auswählen. Die Senioren werden verstärkt bestohlen und mit Maschen wie dem Enkeltrick konfrontiert.

Die LSTW GmbH geht bei dem Projekt von einer Gesamtinvestition in Höhe von 12 Millionen Euro aus.

Im Mai hatte der Weinböhlaer Gemeinderat die Genehmigung zum Bauen erteilt. Der Bebauungsplan ist seit Ende Mai rechtskräftig.

Das Umweltamt gab grünes Licht zur Beräumung der Fläche, da die Brutzeit der Vögel vorbei ist.

Bis zum entsprechenden Beschluss waren unter anderem Auflagen des Umweltamtes zum Artenschutz zu erfüllen gewesen. So wurde diesen Mai die erforderliche Umsiedlung der auf dem Areal lebenden Reptilien abgeschlossen. Die aufwändige Aktion hatte im August 2017 begonnen. Als neuen Lebensraum erhielten rund 300 Zauneidechsen sowie mehrere Dutzend Schlangen eine rund 12.000 Quadratmeter große Ausgleichsfläche in Weinböhla.