Volkssolidarität


Bundesverband e.V.

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Volkssolidarität fordert gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West

Das Armutsrisiko in den neuen Bundesländern ist deutlich höher

Angesichts der Debatte über die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in der Bundesrepublik im Deutschen Bundestag macht die Volkssolidarität auf die weiterhin großen Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern aufmerksam.

„Die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland hat höchste politische Priorität", erklärt der Verbandspräsident Dr. Wolfram Friedersdorff. „Vor allem im Osten der Bundesrepublik gibt es viele strukturschwache Regionen, in denen grundlegende Elemente der Daseinsvorsorge nicht mehr gegeben sind. In der Folge wandern viele junge und gut ausgebildete Menschen aus diesen Regionen ab. Dass sich die Einwohnerzahl der neuen Bundesländer seit der Wiedervereinigung um circa zwei Millionen verringert hat, ist ein alarmierendes Signal. Eine gezielte Strukturpolitik ist nötig, um den ostdeutschen Regionen Entwicklungschancen zu geben."

Die Ostdeutschen Bundesländer sind nicht nur deutlich stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, auch liegt das monatliche Erwerbseinkommen eines Vollzeitbeschäftigten mit 2.600 Euro deutlich niedriger als in den alten Bundesländern (3.339 Euro). Laut dem zu Beginn der Woche vorgestellten Verteilungsbericht des WSI liegt das Risiko, von dauerhafter Armut betroffen zu sein, in Ostdeutschland rund sechs Mal höher als im Rest der Bundesrepublik: Obwohl sie nur 20 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, leben knapp zwei Drittel der dauerhaft Armen in Deutschland in den neuen Bundesländern.

 

Mehr Informationen zum Thema „Lohnunterschiede Ost / West“ finden Sie hier.

Der WSI-Verteilungsbericht ist über die Website der Hans-Böckler-Stiftung abrufbar (PDF).