Volkssolidarität


Bundesverband e.V.

Das Sterben geht weiter

Zur Situation der Flüchtenden auf dem Mittelmeer

Mehr als 15.000 Menschen sind bislang bei ihrem Versuch übers Mittelmeer nach Europa zu gelangen, ertrunken. 

Die Organisation für Migration (IOM) hat 2018 deutlich mehr Tote als befürchtet gezählt. Seit Januar dieses Jahres sind schon mindestens 1.405 Personen auf der gefährlichen Route gestorben. Allein im Juni 2018 sind über 600 Menschen bei der Überfahrt umgekommen.

Der Fall "Lifeline" 
Italiens neue Regierung mit Innenminister Matteo Salvini (Lega Nord) lässt seit Juni keine Rettungsbote mehr in seine Häfen. Der Fall der „Lifeline“, einem Seenotrettungschiffs mit 234 geretteten Menschen an Bord, das in keinem Hafen anlegen durfte, hatte für Schlagzeilen gesorgt: Der deutsche Kapitän Claus-Peter Reisch und seine Crew haben vor drei Wochen die Menschen aus Seenot vor der libyschen Küste gerettet. Das Schiff durfte weder auf Malta noch in Italien einen Hafen einlaufen, eine Woche lang mussten die Menschen an Bord ausharren. Erst nachdem einige europäische Staaten sich bereit erklärt hatten, die Menschen aufzunehmen, durfte das Rettungsschiff in Malta anlegen. Der Kapitän des Schiffes muss sich nun vor einem maltesischen Gericht verantworten.

Demos für Seenotrettung
Am 7. Juli fanden in ganz Deutschland Demonstrationen für die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer statt. Das „Bündnis Seebrücke“ organisierte die Kundgebungen. Laut Veranstalter nahmen in Berlin 12.000 Menschen teil. Viele Demonstrierende trugen orangefarbene Kleidung als Zeichen der Solidarität mit den Seenotretter/-innen.

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