Volkssolidarität


Bundesverband e.V.

Berliner Volkssolidarität gegen Rechts

Gemeinsame Erklärung von Trägern sozialer Einrichtungen

Der Volkssolidarität Landesverband Berlin hat sich der gemeinsamen Erklärung von Berliner  Sozialträgern „Für Menschenrechte und demokratische Kultur“ angeschlossen. Die Unterzeichner positionieren sich gegen rechte, rechtspopulistische und menschenverachtende Einstellungen. Anlass der Erklärung waren vermehrte Anfragen und Anträge der AfD zu sozialen Einrichtungen und Angeboten. 

"Seit einiger Zeit", so heißt es in der Erklärung, "mehren sich Anfragen und Anträge der AfD in den Bezirksverordnetenversammlungen und im Abgeordnetenhaus von Berlin gegen Träger aus dem sozialen Bereich. Mit einer Kultur der Behauptungen und Unterstellungen versucht die AfD, Träger, Projekte und zivilgesellschaftliche Bündnisse zu diffamieren und mundtot zu machen."

Die Unterzeichner wehren sich dagegen: 

Gegen Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und menschenverachtende Einstellungen

"Eine Grundlage unserer Arbeit ist die Positionierung gegen Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und menschenverachtende Einstellungen. Unsere Einrichtungen und Projekte schaffen Räume, die Schutz vor Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung bieten wollen. Dies beinhaltet nicht nur das Benennen von Phänomenen, sondern auch die Auseinandersetzung mit den dazu gehörenden Parteien, Vereinen und Organisationen:

Die NPD ist eine extrem rechte Partei, die einen unverhohlenen biologistischen Rassismus und andere menschenverachtende Positionen vertritt.

Die AfD ist ein Sammelbecken unterschiedlicher Kräfte und Personen, die in Teilen rechtspopulistische, rassistische und extrem rechte Positionen vertreten.

Die Identitäre Bewegung ist eine rechte Gruppierung, die antimuslimischen Rassismus, völkische und ethnopluralistische Konzepte vertritt. Solche Positionen verstoßen gegen unsere Leitbilder und die Grundlagen unserer Arbeit. Aus diesem Grund behalten wir es uns vor, Parteien, Initiativen oder Organisationen, die sich gegen unsere menschenrechtsorientierten Werte stellen, unsere Räume zu verwehren. Das gilt bei Anmietungen für Veranstaltungen, aber auch für die Teilnahme an unseren Angeboten."

Der Landesverband Berlin schließt sich dieser Haltung an:
"Jede Organisation oder Einzelperson, die ausländer- und flüchtlingsfeindlich auftritt, ist bei uns und in unseren Räumen nicht willkommen. Diese Regelung betrifft natürlich auch Mandatsträger. Wir gewähren nur denjenigen Zugang und Unterstützung, die unsere Werte und Ideen teilen. Nur so können wir unsere Betreuten, die Nutzer/innen unserer Einrichtungen und unsere Mitarbeitenden vor Übergriffen und Anfeindungen schützen."  

Zur Erklärung des Landesverbandes Berlin: 
Berliner Volkssolidarität bezieht Position gegen rechte und Menschen verachtende Einstellungen

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