Volkssolidarität


Berliner Volkssolidarität

Wohnheim für Menschen mit Behinderungen in der Puschkinallee

 

Seit 1998 ist der Volkssolidarität Landesverband Berlin e.V. Träger des Wohnheims für Menschen mit Behinderungen in der Puschkinallee. Unsere Einrichtung entstand im Rahmen der bundesweit fortschreitenden Enthospitalisierung in den 1990er Jahren. Diese hatte zum Ziel, Menschen mit geistigen Behinderungen aus den psychatrischen Stationen auszugliedern und ihnen in angemessenen Wohnformen ein normales Leben zu ermöglichen. In diesem Kontext übernahm die Volkssolidarität die denkmalgeschützte Villa in der Puschkinallee, ehemals Botschaft der Republik Nicaragua, und Menschen mit Behinderungen aus dem Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus zogen ein.

Im Wohnheim leben heute 19 erwachsene Männer und Frauen in drei Wohnbereichen mit jeweils sechs bis sieben Plätzen. Zu jedem Wohnbereich gehören Gemeinschafts- und Sanitärräume sowie eine Küche. Ein eigener Garten ergänzt das Wohnangebot. In zentraler Lage in Nähe der Spree und des Treptower Parks ergeben sich vielfältige Freizeitmöglichkeiten für unsere Nutzer/innen. Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungsangebote und kulturelle Einrichtungen sind im Umfeld vorhanden. Ein Ärztehaus und Arztpraxen befinden sich ebenfalls im näheren Einzugsbereich.

In der Wohneinrichtung leben Menschen mit schweren geistigen und mehrfachen Behinderungen, welche auf fremde Hilfe angewiesen sind und nicht mehr in der elterlichen Familie oder einer klinischen bzw. pflegerischen Einrichtung leben können oder wollen. Sie sollen hier ein lebenslanges Zuhause finden und sich geborgen fühlen. Die Leistungen bestehen grundsätzlich darin, den Nutzer/innen ein Zuhause zu bieten, was ihren individuellen Bedürfnissen und Wünschen Rechnung trägt. Die Wohnbereiche und die eigenen Zimmer sind Wohn- und Privatsphäre der jeweiligen Nutzer/innen, insbesondere deren Zimmer geben ihnen Raum für persönlichen Rückzug und Intimität.

Wesentliche Betreuungsziele sind das Erlangen größtmöglicher Selbstständigkeit im Wohnalltag und der Erwerb zunehmender sozialer Kompetenzen. Entsprechend dem Gedanken der Inklusion, der UN-Behindertenrechtskonvention, sowie dem Bundesteilhabegesetz wird den Nutzer/innen so viel Unterstützung wie notwendig gegeben werden. Gleichzeitig sind die Rahmenbedingungen so gestaltet, dass die individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten erhalten und weiterentwickelt werden.

An Teilhabemöglichkeiten in allen Lebensbereichen der Gesellschaft sollen die Nutzer/innen partizipieren können. Die dazu notwendige pädagogisch-therapeutische Begleitung und Unterstützung sowie pflegerische Hilfe sind Bestandteil eines ganzheitlichen pädagogischen Handelns. Soziale Kontakte innerhalb der Wohneinrichtung sowie im unmittelbaren Wohnumfeld zu fördern, sind somit ein weiteres Ziel der Einrichtung.

Das Wohnheim stellt ein Angebot des Leistungstyps "Betreutes Wohnen im Heim für erwachsene Menschen mit Behinderung" mit einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung dar. Es ist eine Einrichtung im Sinne des Berliner Wohnteilhabegesetzes. Wir organisieren die Teilhabe am Arbeitsleben und an tagesstrukturierenden Projekten außerhalb des Wohnheims wie dem trägereigenen Angebot zur Beschäftigung, Förderung und Betreuung am Tag (ABFBT).