Volkssolidarität


Sachsen-Anhalt

Gratulation des neuen Beirates durch Landesgeschäftsführer Bremer, stellv. Pflegedienstleiterin Koch, Finanzerin Weiß und Leiterin Schmeißer

Kreisdelegiertenversammlung in Staßfurt

Bilanz des KV ASL-SFT-QLB über soziale Arbeit

Am 05. Juni 2018 haben sich Mitglieder aus den Ortsgruppen des Kreisverbandes Aschersleben-Staßfurt-Quedlinburg der Volkssolidarität im Mehrgenerationenhaus in Staßfurt zusammengefunden, um Bilanz über die letzten beiden Jahre der Arbeit des Kreisverbandes zu ziehen und die Aufgaben für die nächsten Jahre zu beschließen. Gleichzeitig galt es, den Beirat für die abgelaufene Arbeitsperiode zu entlasten.

Michael Bremer, Landesgeschäftsführer, lobte die Arbeit des Kreisverbandes Aschersleben-Staßfurt-Quedlinburg. "Ich komme gern hierher. Hier wird eine positive und konstante Arbeit in allen Bereichen geleistet, es stehen Menschen hinter dieser Arbeit.“

Die Leiterin des Kreisverbandes, Susanne Schmeißer würdigte einleitend in ihren Darlegungen die Volkssolidarität: „Die Volkssolidarität ist seit über 72 Jahren gemeinnützig und parteipolitisch unabhängig besonders für ältere Bürgerinnen und Bürger da“. Konkret sind heute über 1.800 Mitglieder in Orts- und Interessengruppen vereint. Über 300 ehrenamtliche und 50 hauptamtliche Mitarbeiter betreuen Menschen in unterschiedlichen sozialen Lebenssituationen. Die Aktivitäten bündeln sich in vier Begegnungsstätten in Staßfurt, Neundorf, Aschersleben und Quedlinburg und sieben offenen Treffs in Groß Börnecke, Borne, Giersleben, Amesdorf, Tarthun sowie Friedrichsbrunn. Hier wurden 2016 insgesamt 1.288 Veranstaltungen durchgeführt, 2017 waren es 1.411 Veranstaltungen.

Durch „Fremdnutzung“ gegen eine Nutzungsgebühr können diese Kommunikationszentren weiterhin aktiv genutzt werden. So haben auch Wander- und Selbsthilfegruppen, der Blinden- und Sehbehindertenverband, das Bahnsozialwerk, der DGB und der Stadtseniorenrat, aber auch der Salzlandfrauenchor oder Weight Watchers nutzen die Räumlichkeiten, auch private Veranstaltungen sichern den Fortbestand der Begegnungsstätten.

Susanne Schmeißer zu der Arbeit mit der Ascherslebener Speisekammer: „In unserer Speisekammer in Aschersleben versorgten wir 2016 12.290 Personen/Jahr mit Lebensmitteln, davon waren 3.509 Portionen für Kinder. ?In 2017 waren es 10.683 Personen/Jahr und davon 2.919 Portionen für Kinder.? Jede Familie kann 1x pro Woche zu uns kommen, hier reichen wir die Lebensmittel weiter, die wir von den 10 Discountern sowie den Tafelgärten bekommen.“

„Um auf uns, auf den Wirkungsbereich der Volkssolidarität aufmerksam zu machen, beteiligen sich jedes Jahr viele hauptamtliche Mitarbeiter und ehrenamtlich Engagierte bei der Durchführung von Stadtfesten in unserer Region, wie zum Beispiel: Kinderfest der Stadt Staßfurt und ihrer Vereine im Tiergarten, Salzlandfest Staßfurt, Tag der Regionen, Tag der Familie in Aschersleben oder Beteiligung an den Tagen der Inklusion in Quedlinburg und Staßfurt, um nur einige zu nennen“, so die Leiterin weiter.

Die letzten 2 Jahre waren auch geprägt durch die zusätzliche Übernahme der Leitung des Regionalverbandes Harz ab Oktober 2015, mit einem erheblichen Mehraufkommen an Arbeit.

Der 3. Staßfurter Freiwilligentag im September 2016 war ein sehr großer Erfolg, Volksstimme berichtete ausführlich hierüber. Der nächste Freiwilligentag ist für den 8.September 2018 in Vorbereitung.

„Unsere Leistungsangebote helfen, die Lebensqualität von Menschen zu bewahren, gegebenenfalls zu verbessern. Eine zweite und wirtschaftlich sehr wichtige Säule sind die sozialen Dienstleistungen im ambulanten Bereich, sprich ambulanter Pflegedienst und die Hauswirtschaftliche Versorgung“. Ergänzend gab Andrea Koch, stellvertretende Pflegedienstleiterin, wichtige Fakten zu dieser Tätigkeit. „Nach wie vor geht es zukünftig darum, die hauswirtschaftlichen Dienstleistungen und die ambulante Pflege in hoher Qualität zu erbringen. Viele Menschen sind auf die Versorgung in der Häuslichkeit angewiesen. Sie soll den Menschen helfen, trotz ihres Hilfebedarfs ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht.

Dem ambulanten Bereich stehen 15 Pflegefachkräfte, 20 Pflegehilfskräfte, 1 Praktikantin in Ausbildung zur Pflegefachkraft und 2 Mitarbeiter der Sozialstation für diese Aufgaben bereit.

Die Finanzen beleuchtete Silvia Weiß. Die wichtigsten Einnahmequellen sind die Mitgliederbeiträge, Spenden einschließlich der jährlichen Listensammlung. Auch Kommunen unterstützen die Ortsgruppen ihres Einzugsbereiches. Diesen Einnahmen stehen hohe Aufwendungen für die Begegnungsstätten und für Veranstaltungen der Ortsgruppen gegenüber.

In Vorbereitung der Beiratswahl konnte Doris Wagner, stellvertretende Vorsitzende, aus der Arbeit des Beirates der letzten zwei Jahre berichten. Die letzten beiden Jahre waren sehr erfolgreich und durch Erfahrungsaustausche geprägt. Zwecks Neuwahl hatten die bisherigen Mitglieder Gelegenheit, sich mit ihrer speziellen Arbeit in diesem Gremium vorzustellen. Mit einer Neustrukturierung des Verbandes kommt der Beiratsarbeit eine besondere Bedeutung zu. Alle vorgeschlagenen Kandidaten erhielten das Vertrauen der Delegierten. Weiterhin wurden zwei Delegierte für die Landesdelegiertenversammlung gewählt. Bei der Konstituierung erhielt Sigrid Drachenberg erneut das Vertrauen als Vorsitzende. Mit der Entlastung des bisherigen Beirates gab es einen schönen Blumenstrauß.

Die Kinder der Kindertagesstätte der Volkssolidarität „Regenbogenland“ bereiteten den Delegierten ein kleines buntes Programm, das mit großem Beifall aufgenommen wurde.