Volkssolidarität


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Altersarmut wirksam bekämpfen

Netzwerk Gerechte Rente legt 6-Punkte-Plan vor

Für immer mehr Menschen in Deutschland reicht die Rente nicht mehr zum Leben. Auch langjährige Beschäftigung schützt nicht mehr automatisch vor Altersarmut. Besonders gefährdet sind Rentner/-innen, deren Erwerbsverlauf Lücken aufweist oder die längere Zeit im Niedriglohnsektor oder in Teilzeit gearbeitet haben. 

Steuert die Politik nicht schnell entgegen, wird sich diese Entwicklung noch weiter zuspitzen. Deswegen fordert die Volkssolidarität gemeinsam mit ihren Bündnispartnern aus dem Netzwerk für eine gerechte Rente die Bundesregierung dazu auf:

  • das Rentenniveau dauerhaft zu stabilisieren und wieder anzuheben,
  • die Rente nach Mindestentgeltpunkten fortzuführen, davon profitieren insbesondere Frauen,
  • die Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten abzuschaffen. Die Verbesserungen einschließlich der längeren Zurechnungszeit müssen wertgleich auf diejenigen übertragen werden, die schon heute eine Erwerbsminderungsrente beziehen,
  • (hoch-)schulische Bildungszeiten wieder zu bewerten,
  • bei Bezug von ALG II wieder Beiträge zu zahlen – entsprechend 0,5 Entgeltpunkten pro Jahr und
  • die Regelbedarfe in der Grundsicherung anzuheben und einen Freibetrag für die gesetzliche Rente einzuführen, damit diese nicht voll angerechnet wird – dieser soll auch in der Hilfe zum Lebensunterhalt (Sozialhilfe) gelten.

Das Netzwerk für eine gerechte Rente ist ein Bündnis aus Sozialverbänden und Gewerkschaften, die sich für eine zukunftsfähige und lebensstandardsichernde gesetzliche Rente für heutige und zukünftige Rentnergenerationen einsetzen. Neben der Volkssolidarität gehören der DGB, der Paritätische Wohlfahrtsverband, der VdK, der SoVD, die AWO sowie die Katholische Arbeitnehmerbewegung dem Netzwerk an.

Den vollständigen Aufruf des Bündnisses finden Sie hier (PDF).