Volkssolidarität


Südwestmecklenburg e.V.

Mit der Demokratie in einem Boot

Foto: privat
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Dömitz - Kanufahren und Demokratieerziehung haben auf den ersten Blick wenig gemein und doch ist sich Jens Fähnrich, der seit dem 1. Juli als zweiter Schulsozialarbeiter am Schulzentrum Dömitz arbeitet, sicher, dass es lohnt, beides zu verbinden. Zum nunmehr neunten Mal organisierte er ein Camp, das Sport, Workshops und Gemeinschaft miteinander verband. Die Resonanz in den zwei Durchgängen – für eine siebente und eine zehnte Klasse – war durchweg positiv. 

„Die Jüngeren hätten gern noch mehr Tage gehabt“, freute sich Jens Fähnrich und ergänzte mit einem Lächeln, „trotz Handyverbot.“ Praxisorientiert vermittelte er den Gymnasiasten Grundlagen von Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung und Kinderrechten, ging auf Fragen ein, regte Diskussionen an. Auch Planspiele und gruppendynamische Aufgaben standen auf dem Programm.

„Ziel ist es, den Jugendlichen Möglichkeiten aufzuzeigen, sich gegenüber steigender Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt zu verteidigen,“ führte er den Kern seines Projekts aus.

Bundesprogramm "Demokratie leben"

Foto: privat
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Dass Demokratie bereits bei kleinen Dingen anfängt, erlebten die Schüler indes hautnah. So ging es mit Kanus zunächst von Dömitz nach Malliß, wo für drei Tage ein Zeltlager eingerichtet wurde.

Volleyball und Fußball, aber auch gemeinsames Essen sorgten für einen immer besseren Gruppenzusammenhalt, forderten aber auch, sich zu arrangieren und Kompromisse zu finden.

Ausdrücklich bedankt sich Fähnrich bei den wichtigen Kooperationspartnern für dieses Projekt, darunter das renommierte Bundesprogramm „Demokratie leben“. Die größte Belohnung für ihn dürfte aber sein, dass die Schüler schon jetzt nach dem nächsten Camp gefragt haben.

Schulsozialarbeit bei der VS Südwestmecklenburg