Volkssolidarität


RV Oberland e.V.
08.02.2017

Altersarmut muss verhindert statt verharmlost werden

„Die Zahl von rund sechs Millionen Bürgerinnen und Bürger, die von Altersarmut bedroht sind, ist alarmierend und darf nicht mehr verharmlost werden.“ Dies erklärte der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, angesichts der gemeldeten neuesten Daten des Europäischen Statistikamtes Eurostat. „Es handelt sich auch nicht mehr um vermeintliche Horrorszenarien für die Zukunft, sondern um einen nicht hinnnehmbaren Zustand schon heute. Es ist an der Zeit, dass die Regierung auch Armut im Alter wirksam bekämpft.“

Friedersdorff kritisierte, dass die Regierung noch immer versuche, die tatsächliche Situation in Deutschland kleinzureden. So sei im Entwurf des 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zu lesen: „Die Wahrnehmung einer stark gestiegenen Armut kann allerdings anhand messbarer statistischer Daten - etwa anhand der Armutsrisikoquote oder auch der materiellen Deprivation - so nicht bestätigt werden.“ Danach sei die Altersgruppe der ab 65-Jährigen durchschnittlich weniger von Armutsgefährdung betroffen als die Gesamtbevölkerung. „Dagegen zeigen zahlreiche Studien das Gegenteil“, betonte der Verbandspräsident. Nicht nur die Altersarmut werde politisch kleingeredet. Auch die Ursachen dafür wie die zunehmende Spaltung der Einkommen, die Ausbreitung des Niedriglohnsektors oder die massiven Einschnitte im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung würden von der Regierung vertuscht.

Friedersdorff forderte: „Die gesetzliche Rente zu stärken, in dem das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent erhöht wird, ist ein zentraler Schritt im Kampf gegen Altersarmut.“ Im Jahr der Bundestagswahl setze sich die Volkssolidarität verstärkt für eine starke gesetzliche Rente ein. „Denn insbesondere in Ostdeutschland ist sie das wirksamste Mittel, um ein Altern in Würde und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen zu ermöglichen.“

Die Volkssolidarität hat ihre Positionen zur Bundestagswahl 2017 „Mit Solidarität zu mehr sozialer Gerechtigkeit“ formuliert. Sie finden sie online hier.