Volkssolidarität


RV Ohre-Börde

Haus- und Straßensammlung 2017

Landrat Hans Walker überreicht erste Spende

Ab 1. September sind nahezu 250 ehrenamtliche Helfer im Landkreis unterwegs, um für die soziale Arbeit der Volkssolidarität Spenden zu sammeln.
Bis zum 31.10.2017 dauert die Haus- und Straßensammlung der Volkssolidarität Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

Zu einer langjährigen Tradition wurde ein Treffen mit Landrat Hans Walker, der in diesem Jahr das Haldensleber Büro der Volkssolidarität besuchte und die erste Spende der Sammlung an Martina Richter, Geschäftsführerin des Regionalverbandes Ohre-Börde, und die Vorsitzende des Beirates, Karin Handorf übergab.

Die ehrenamtliche Helfer, die sich per Sammelausweis legitimieren können, werden bis Ende Oktober in nahezu allen Orten des Landkreises unterwegs sein, um die Sammlung durchzuführen. Dabei sind die Helfer meist in Regionen tätig, in denen sie persönlich bekannt sind. Dadurch wird gewährleistet, dass die gesammelten Gelder auch tatsächlich der Volkssolidarität zugute kommen. Wie in jedem Jahr verbleiben 50% des gesammelten Geldes an der Basis des Verbandes, in den 94 Ortsgruppen mit knapp 3.000 Mitgliedern, und steht dort für soziale Aufgaben zur Verfügung. Die andere Hälfte wird verwendet, um die Seniorenarbeit in den Begegnungszentren unterstützen.

Zu der Runde in Haldensleben waren auch einige Bewohner der Seniorenwohnanlage und Mitarbeiter der Sozialstation gekommen um mit dem Landrat ins Gespräch zu kommen. Einleitend gab Geschäftsführerin Richter einen Überblick über die Aufgabengebiete der Volkssolidarität: die Mitgliederarbeit, Begegnungsstätten, Seniorenwohnen und Hilfsangebote wie den Ambulanten Pflegedienst und den Mahlzeitendienst "Essen auf Rädern".
Hans Walker sagte: Jeder der Hilfe braucht ist froh, wenn er vertrauensvoll Betreuung findet. Die Volkssolidarität ist nicht wegzudenken und ist ein guter Partner des Landkreises.
In einer Stadt wie Haldensleben oder Oschersleben gibt es viele Probleme nicht, die auf dem Lande den älteren Bürgern Sorgen bereiten. Solange Senioren Auto fahren können ist das zu meistern, aber nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Einkauf oder zum Arzt zu kommen ist oft schwierig. Gerade ältere Bürger sollten sich auch mit den dem derzeit viel diskutiertem schnellen Internet durch das Breitbandnetz beschäftigen, es ist eine große Chance für die Region.
Elke Grahn, die ehrenamtlich einige Ortsgruppen der Haldensleber Region betreut, gab zu bedenken, dass nicht alle Probleme der Gesellschaft durch Ehrenamt gelöst werden können. Auch sagte sie, soziale Berufe müssen attraktiver gestaltet werden, einschließlich einer guten Bezahlung. Der Fachkräftemangel im Pflegebereich ist oft ein Problem, dass  oft in der Familie beginnt, wo der Pflegeberuf geringgeschätzt wird und sich daher keine Azubis finden. Es sollte wieder mehr der Generationenvertrag gelebt werden.
Es kam auch die Frage an den Landrat, warum es in den Krankenhäusern des Landkreises keine Geburtsstationen mehr gibt. Walker bedauert diese von den Krankenkassen so beeinflusste Situation auch sehr, versicherte aber, dass die Börde durch die Nachbarkreise aber gut mit abgedeckt werden kann. Trotz aller Probleme hat Deutschland im europäischen Vergleich ein gutes Gesundheitssystem. In  ländlichen Regionen Allgemeinmediziner zu finden ist schwierig, der Landkreis versucht das positiv zu beeinflussen.