Volkssolidarität


RV Magdeburg-Jerichower Land

ASZ Kreativgruppe Internet "neighbours"

Chronik

Neighbours- Magdeburg


Neighbours

www.moodle.spsa.sk

Neighbours

www.neighboursonline.de

Alten -und Service Zentrum (ASZ) - Sudenburg

der Volkssolidarität Magdeburg / Jerichower Land

www.volkssolidaritaet.de Magdeburg-Jerichower-Land

Europäisches Bildungswerk

EBZ - Magdeburg

www.ebg.de

Inhaltsverzeichnis

Einleitung Seite 3

Gründungsveranstaltung Seite 4

Abstimmungen und Festlegungen Seite 5

Vom Januar 2007 bis heute im ASZ Sudenburg Seite 6

Wie Bruno zu den Neighbours kam Seite 7

Zusammenarbeit mit Studenten der OvG-Uni

Beitritt von Hans Seite 8

Beitritt von Christa Seite 9

Beitritt von Pit Seite 10

Tätigkeit der Gruppe " Magdeburg" Seite 11

Ende des internationalen Pilotprojektes Seite 12

Besichtigung von Schloss Hundisburg Seite 13

Bemerkungen zur Beteiligung von Dr. Werner Stricker Seite 14

Beitritt von Kalle Seite 15

Beitritt von Elfi Seite 16

Beitritt von Heidemarie Seite 17

Neighbours als Filmstars Seite 18

Halbkugeln, Löwen und Neighbours im ASZ Sudenburg Seite 19

Adventsfeier der Neighbours

Weihnachtsfeier in der alten Apotheke Seite 20

Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Neighbours im ASZ Seite 21

www.neighboursonline.de ausgefallen Seite 22

3

Einleitung

Die Entwicklung immer leistungsfähigerer Computer, die weltweite Vernetzung im Internet

sowie die rasante Entwicklung von Möglichkeiten der Datenübertragung haben diese "neuen

Medien" zu einem Kommunikationsmittel werden lassen, ohne das in unserem Alltag nichts

mehr geht.

Personengruppen, die noch im Arbeitsprozess stehen, werden zwangsläufig mit dem Umgang

dieser Technologie vertraut gemacht, damit sie die damit verbundenen Veränderungen ihrer

Arbeitsaufgaben bewältigen können.

Aber auch für die Generation jenseits des aktiven Arbeitslebens gewinnt dieses Medium

zunehmend an Bedeutung und ist z.B. aus den Bereichen Information, Bildung, Unterhaltung,

Kommunikation kaum noch wegzudenken.

Auf Initiative des Europäischen Bildungswerkes (EBZ) wurde daher für die Zielgruppe

"50 plus" das "Neighbours-Projekt" ins Leben gerufen als eine Möglichkeit, das Wissen und

die Fähigkeiten der Senioren für diesen Bereich in den Ländern Bulgarien, Deutschland,

Griechenland, Rumänien und der Slowakei zu verbessern. Das Projekt hatte eine geplante

Laufzeit von 2006 bis 2008 und arbeitete nach einem

"Programm zur Förderung der Internetkenntnisse von Senioren durch Schaffung

virtueller Treffpunkte mit europäischen Nachbarn".

In Magdeburg formierte sich ab 2007 in diesem Rahmen eine Arbeitsgruppe unter dem Dach

eines Alten- und Service-Zentrums der Volkssolidarität, das inzwischen beachtliche

Aktivitäten entwickelt hat und nach Ablauf des EBZ-Projektes unter dem Namen

"Neighbours" weiter arbeitet. Über die Aktivitäten dieses Zirkels soll im Folgenden im Sinne

einer Chronik berichtet werden.

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Gründungsveranstaltung der Neighbours (Nachbarn)

Im Rahmen einer Auftakt- und Informationsveranstaltung am 04.Juni 2007 haben

Herr Dr. Manfred Dunkel, vom Europäischen Bildungswerk, Leiter der Erwachsenenbildung,

Frau Veronika Fricke, Leiterin des ASZ- Sudenburg der Volkssolidarität Magdeburg-

Jerichower Land, Herr Hans-Walter Magnus, Dozent beim Europäischen Bildungswerk, vor

rund 25 Teilnehmern folgende Informationen gegeben:

Einleitend wertete Herr Dr. Dunkel eine im April 2007 in Prag stattgefundene internationale

Tagung aus.

Er legte dar, dass dort das von der Europäischen Union beschlossene und geförderte

internationale Pilotprojekt Neighbours im Mittelpunkt gestanden hat.

Dieses sollte über zwei Jahre von 2006 bis 2008 laufen.

Sofern sich in Magdeburg genügend Interessenten bereit erklären, könnte für dieses Projekt in

Deutschland ab Juli 2007 Magdeburg einsteigen. In gleichberechtigter Partnerschaft mit dem

Europäischen Bildungswerk Magdeburg sowie der Volkssolidarität des Landesverbandes

Sachsen-Anhalt e.V. Regionalverband Magdeburg- Jerichower Land konstituierte sich die

Projektgruppe "Neighbours" im ASZ- Sudenburg.

Die internationalen Partnerstädte waren:

Bratislava Slowakei

Zavadka nad Hronom Slowakei

Brezno Slowakei

Athen Griechenland

Temeswar Rumänien

Radomir Bulgarien

Für die Teilnehmer wurden weiterhin Computer- und Internetkenntnisse vermittelt, um mit

den über 300 Senioren in den genannten Städten per Internet kommunizieren zu können.

Dafür lag die sofortige Bereitschaft der Anwesenden vor, sich weitere umfangreiche

Kenntnisse auf diesen Gebieten anzueignen und am "Pilotprojekt" teilnehmen zu wollen,

womit die Gründung der " Magdeburger- Neighbours" beschlossen war.

Damit fiel der Startschuss, dass sich Menschen unterschiedlichen Alters der Generation

"50Plus" mit Nachbarn in Europa die Kommunikation mit modernster Technik besonders auf

virtuellem Weg mit Hilfe aneignen und untereinander auch nutzen können.

5

Jetzt kam es darauf an, aus technischen Gründen in zwei Gruppen gemeinsam das Erlernte zu

vertiefen, Neues zu lernen um mit den internationalen Partnern zu agieren und darüber hinaus

in Magdeburg drei unterschiedliche Projekte zu erarbeiten.

Als Broschüre sollten erarbeitet werden:

1. Magdeburg und Umgebung, mit Text und Bildmaterial

2. Chronik zum 10-jährigen Bestehen des Alten- und Service-Zentrum der Volkssolidarität

Magdeburg-Sudenburg

3. Öffentlichkeitsarbeit, zur Gewinnung neuer Mitglieder für das Projekt der Neighbours.

Die Hauptaktivitäten bestanden in der Entwicklung und Erprobung eines

Trainingsprogammes welches auf die Bedürfnisse der Senioren zugeschnitten. war, sowie

Lernen im sozialen Umfeld Gleichgesinnter.

Zu erwähnen wäre noch, dass sich diese Methode des Projekts " Neighbours " von regulären

Computer- oder Internetkursen wesentlich unterscheidet.

Es war vorgesehen, persönliche, kulturelle und historische Ereignisse auf der Projektseite zu

veröffentlichen, sowie Anekdoten, Fotos, Musik, traditionelle Gerichte, Poesie, Informationen

über die Gemeinschaft, Orte, Menschen usw. darzustellen.

Die Homepage "Neighbours" ist eine selbst erstellte Website geworden, die von den

Seniorengruppen gepflegt wurde.

Nach Beendigung des Internationalen Projektes wurde von den Magdeburger Aktiven in

Zusammenarbeit mit Studenten der "Otto-von Guericke-Universität" Magdeburg die Website

www.neighboursonline.de eingerichtet.

Abstimmungen und Festlegungen

Modul 5 = Anfertigen von Internetseiten (Kommunikation im virtuellen Raum),

Kurzgeschichten, Lebensläufe bzw. Biographien und weitere andere Anfertigungen, wie zum

Bespiel über unsere Stadt und ihre Umgebung, mit den jeweiligen Traditionen, Sitten und

Gebräuchen, um sie später unseren Partnern präsentiere zu können

In der ersten Phase ging es vorrangig darum, die Schulungen in Theorie und Praxis mit allen

Teilnehmer zu nutzen, um sie fit zu machen für die bevorstehen vielfältigen Aufgaben, bei

der bereits erwähnten Erarbeitung der Projektbroschüren, der Flyer und Poster für die Gruppe

Öffentlichkeitsarbeit sowie der Aufbau eines Computerraums/ Internetclubs im ASZSudenburg,

um nur einiges zu nennen.

In der zweiten Phase sollte dann bereits mit der Kontaktaufnahme mit den internationalen

Partnern begonnen werden. Innerhalb von vier Wochen wurden bis zum 09. Juli acht

Veranstaltungen noch vor der Sommerpause durchgeführt und somit konnte bereits am 11.

Juli eine vorerst sehr positive Bilanz in Magdeburg gezogen werden, welches bei den anderen

Partnern leider noch nicht der Fall war.

6

Vom Januar 2007 bis heute im ASZ Sudenburg

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom!

Es führten aber auch sehr viele unterschiedliche Beweggründe der einzelnen Teilnehmer zu

den Computerkursen im ersten Halbjahr sowie im zweiten Halbjahr 2007 zu der neu

gebildeten Gruppe der sogenannten

"N e i g h b o u r s"

Hinten links Herr Hans-Walter Magnus, Dozent vom Europäischen Bildungswerk

Und Bruno (zweiter von rechts) hier bei seinem ersten Computerkurs, inmitten seiner

damaligen Gruppe.

Viele waren einst dabei nur wenige sind bis heute geblieben und einige kamen noch neu im

Laufe der letzten Jahre hinzu. Trotzdem wurde vieles erreicht, worauf die jetzige Gruppe der

Neighbours sehr stolz ist, welches in den einzelnen Etappen und Beiträgen noch besonders

hervorgehoben wird. Erfolge wurden gefeiert, kritische Situationen überstanden und sehr

schöne Stunden erlebt. !

Wie jeder einzelne dazu gekommen ist, wird in folgenden Beiträgen persönlich dargestellt.

7

Wie ich, Bruno zu den" Magdeburger- Neighbours" kam

Vom Wunsch zur Wirklichkeit

Mein Wunsch im Neuen Jahr 2007 bestand unter anderem darin, dass mir meine Familie zum

70. Geburtstag

einen Laptop schenkt, da ich mich neuen Herausforderungen stellen wollte.

Dieser Wunsch wurde mir mit der Beauflagung durch meine Söhne erfüllt, dass ich

umgehend einen Computerkurs besuchen sollte.

Den Termin dafür hatten sie auch gleich in Form einer Zeitungsannonce

mitgebracht.

Darin stand, dass bereits in einigen Tagen im Alten- und Servicezentrum

(ASZ) Magdeburg- Sudenburg der Volkssolidarität vom Europäischen

Bildungswerk ab 08. Januar 2007 Anmeldungen für einen Kurs für

Anfänger ohne Vorkenntnisse angeboten wird.

Meine Söhne erklärten mir klipp und klar: "Vati, da musst Du hin, damit

du auch zukünftig eigenständig oder mit der Gruppe bestimmte Schwierigkeiten

lösen kannst und nicht immer gleich mit Fragen zu uns kommst."

Am nächsten Tag meldete ich mich sofort telefonisch bei der Leiterin des

ASZ- Sudenburg, Frau Veronika Fricke, an und am 15. Januar 2007 hat der Kurs mit Herrn

Walter Magnus, unserem zukünftigen Dozenten, begonnen und dauerte bis zum 26. Februar.

Im Anschluss nahm ich vom 05. März bis 23. April gleich an dem zweiten Kurs für Anfänger

mit Vorkenntnissen teil.

Zum Abschluss bei der Übergabe unserer Teilnahmebestätigung wurde uns vorab schon mal

angekündigt, dass wir die große Chance hätten, im Rahmen eines "Pilotprojektes der

Europäischen Union" demnächst kostenlos an einem umfangreicheren Internet- Kurs

teilnehmen können.

Am 04. Juni 2007 war es dann soweit, mit vielen anderen bisherigen Kursteilnehmern und

einigen Quereinsteigern vom Englischkurs des ASZ- Sudenburg nahmen wir gemeinsam an

der angekündigten Informationsveranstaltung teil.

Hier wertete Herr Dr. Manfred Dunkel, Leiter des Kommunikations- und Erwachsenenbildungszentrums

vom Europäischen Bildungswerk Magdeburg eine Veranstaltung aus, die

am 13. und 14. April 2007 in Prag stattgefunden und an der er teilgenommen hatte.

Er unterbreitete uns gemeinsam mit Frau Fricke den Vorschlag, bis November 2007 an einem

Internetkurs kostenlos teilnehmen zu können und uns somit fit zu machen für das bereits

angekündigte "Pilotprojekt 50 Plus ", welches mit Griechen, Bulgaren, Rumänen, Slowaken

und uns durchgeführt werden sollte.

Ab 11. Juni wurden dann Veranstaltungen in zwei Gruppen mit insgesamt ca. 30 Teilnehmern

mit unserem bisherigen Dozenten Herrn Magnus, in "Theorie und Praxis "durchgeführt,

womit ich somit bei der Internettätigkeit und den "Magdeburger- Neighbours " angekommen

war.

Nach 5-jähriger sehr aktiver Tätigkeit mit dem Computer und insbesondere bei den

Neighbours sowie der fast 3- jährigen kreativen Hilfe bei den "Magdeburger- Halbkugeln "

kann ich persönlich für mich mit nun 75 Jahren einschätzen, dass sich der große Aufwand

sowie das Durchhaltevermögen trotz meines Alters gelohnt haben.

Neue Fähigkeiten wurden erlernt, neue Interessengebiete entdeckt, neue Menschengruppen

habe ich kennen gelernt, sowohl von meiner Generation aber auch besonders mit den

unterschiedlichen Studentengruppen generationsübergreifend.

Dieses wird in den folgenden Beiträgen noch deutlich herausgearbeitet werden.

8

Zusammenarbeit mit den Studenten der Otto-von Guericke Universität

Wie bereits berichtet, hatte die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit der Neighbours ein Gespräch an

der UNI mit Verantwortlichen vom Lehrstuhl Erziehungswissenschaften und Medienbildung

geführt. Dort suchten 7 Studenten im Rahmen ihres Seminars "Zielorientierte Medienarbeit-

Senioren", Kontakt zu Senioren, die Interesse und Freude am Umgang mit dem Internet haben

könnten.

Die Studenten sollten dabei Erfahrungen mit dieser Zielgruppe sammeln und mit den

Senioren produktiv arbeiten. Wir trafen uns wöchentlich einmal im ASZ Sudenburg. Die

Zusammenarbeit war locker, aber interessant und lehrreich.

Es entstand www.neighboursonline.de - ein "soziales Netzwerk für Alle". Die Studenten

befähigten uns, auf dieser Website zu kommunizieren. Wir tauschten Erfahrungen aus,

berichteten von Reisen, stellten Fotos ein und vieles mehr. Das Projekt wurde erfolgreich

beendet. Wir produzierten gemeinsam eine DVD, die die Studenten für ihre Bachelorarbeit

einreichten und die mit "sehr gut" benotet wurde. Die Gruppe Neighbours blieb auch ohne die

Studenten zusammen und erhielt 2 Neuzugänge, Elfi und Heidemarie.

Wie bin ich, Hans, zu den Neighbours gekommen?

Vor mehreren Jahren war mein Sohn aus dem Haus gegangen, fuhr weit weg und hinterließ

einen Computer.

Ich setzte mich ran und probierte diesen aus. Einige Sachen klappten

auch ganz gut, bis ich an meine Grenzen gekommen war.

Es war keiner da den man fragen konnte und der Computer machte

immer öfters mit mir was er wollte und war somit in vieler Hinsicht

überfordert. Nachdem ich öfters etwas gespeichert hatte und es nicht

oder nur über vielen Versuchen wieder fand, sagte ich mir, da muss

etwas geändert werden. Frage aber nur wie?

Da war eine Anzeige in der Volksstimme, dass im ASZ Sudenburg ein Computerkurs für

Anfänger 50 + gestartet wird und noch Teilnehmer gesucht werden. Dieser Kurs wurde von

Herrn Magnus geleitet und durch das europäische Bildungswerk gefördert. In diesen Kurs

waren Teilnehmer mit unterschiedlichen Vorkenntnissen, von gar kein Wissen mit dem

Umgang eines Computers bis minimale Kenntnisse, wie Ich.

Herr Magnus vermittelte uns in ausführlicher Form die Grundlagen im Umgang mit den

Computer, so das bei einigen Teilnehmern die Neugier geweckt wurde und nach mehr Wissen

gestrebt wurde.

Nach Abschluss des Grundlehrganges wurde uns angeboten, an einen Internetlehrgang teil zu

nehmen, was ich natürlich wahrnahm.

Bei diesen Internetlehrgang, welcher wiederum vom europäischen Bildungswerk unterstützt

und geleitet wurde, wurde eine internationale Plattform, die Neighbours eröffnet, an der

mehrere Länder aus Europa beteiligt waren, genauso wie wir Generation 50+ an den

Computer.

Nach dem dieses Förderprogramm ausgelaufen war, stellte sich die Frage wie geht es weiter?

Da von einzelnen Teilnehmern großes Interesse auf weitermachen bestand, machte die

Gruppe Neighbours Magdeburg im ASZ Sudenburg weiter und besteht bis zum heutigen Tag.

Nachdem Studenten der UNI "Otto von Guericke" zu uns gestoßen waren, wurde unsere

Plattform weiter belebt und es entwickelte sich eine sehr gute Zusammenarbeit.

9

Es entwickelte sich ein Wissensaustausch ( ein Geben und Nehmen ) und bereitete uns viel

Freude.

Nachdem die Studenten ein Jahr mit uns zusammen gearbeitet hatten, wurde von Seiten der

UNI "Otto von Guericke" Magdeburg, die Anfrage gestellt, ob wir Neighbours kein Interesse

hätten an einen Projekt an der UNI mitzuarbeiten.

Hieraus bildete sich die Internetgruppe an der UNI "die Halbkugeln". Somit sind die

Mitglieder der Neighbours auch Mitglieder bei den "Halbkugeln".

Mitglied der Neighbours

Hans

Wie kam ich zu den Neighbours?

Auch im Ruhestand braucht man eine Schreibmaschine. Da meine noch DDR-Charme hatte,

wollte ich gleich auf einen Rechner umsteigen. Der war aber platzmäßig in der Wohnung

nicht unterzubringen. Deshalb kaufte ich einen Laptop und nahm 2007 an einem PCEinführungslehrgang

des Europäischen Bildungswerkes, Dozent Herr W. Magnus, im ASZ

Sudenburg teil.

Der Kurs fand im Rahmen des Projektes NEIGHBOURS statt, wo Computerbegeisterte der

Generation "50 plus" den richtigen Umgang mit dem PC lernen und später erste Schritte im

Internet wagen konnten. Die Internetseite wurde von den Seniorengruppen mehrerer Länder-

Bulgarien, Rumänien, Slowakei, Griechenland und Deutschland gepflegt.

2008 lief das Projekt aus. Der Abschluss fand im ASZ Sudenburg statt. Alle bedauerten, dass

nun das Lernen, das Kommunizieren, das Treffen in der Gruppe, der Austausch untereinander

zu Ende ging. Es wurde deshalb nach Lösungen gesucht, weiter zu machen.

Es traf sich, dass 7 Studenten der Otto-v.-Guericke-Universität im Rahmen ihres Seminars -

Zielgruppenorientierte Medienarbeit- Senioren suchten, die Interesse und Freude daran haben

könnten, mehr über das Internet zu lernen. Die Studenten sollten dabei Erfahrungen mit der

Zielgruppe sammeln und mit den Senioren produktiv an einem Medienprodukt arbeiten.

Bereits am 11.6. des gleichen Jahres fand ebenfalls im ASZ Sudenburg eine Kennenlernrunde

mit diesen Studenten der Uni OvG Magdeburg, Studiengang Medienbildung, statt. Wir trafen

uns fortan einmal wöchentlich im ASZ. Es entstand " Neighbours online- Ein soziales

Netzwerk für Alle!" mit der Internetseite: www.neighboursonline.de. Die Zusammenarbeit

war interessant, lehrreich und schließlich erfolgreich. Dieses Projekt wurde abgeschlossen mit

einem von den Studenten und den Neighbours gemeinsam produzierten Film, den die

Studenten für ihre Bachelorarbeit verwenden konnten.

Nach Auskunft der Studenten wurde dieser Film bei Youtube bis März 2012 schon über 1800

Mal angesehen, vielleicht auch zu Schulungszwecken.

Neighbours und ihr Treffpunkt im ASZ, allerdings jetzt 14tägig, bestehen nach wie vor, auch

die Internetseite www.neighboursonline.de .

Christa

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Wie kam ich zu den Neighbours

Es begann damit, dass ich einen alten Computer bekam der noch funktionstüchtig war, ich

aber keine Kenntnisse von der Bedienung eines Computers hatte.

Ich besuchte einen Lehrgang für Anfänger um mir Kenntnisse zu erwerben um einen

Computer bedienen zu können, wo ich mit vielen Anfängern zusammen traf.

Da hier das Interesse geweckt wurde, was man mit einem Computer alles machen kann,

besuchte ich auch noch einen Lehrgang für Internet.

Ich erfuhr hier dass das Europäische

Bildungswerk in Verbindung mit der Universität

"Otto von Guericke" Magdeburg eine Gruppe

gebildet hatte, diese arbeitete unter der Leitung

von Studenten der UNI mit Menschen

zusammen, die im fortgeschrittenen Alter (50

Plus) noch Interesse zeigten, mit dem Internet zu

arbeiten. Hier wurden mit dem Computer

Bildprogramme erarbeitet und im Internet

gesurft.

Dieser Gruppe, die sich "Neighbours" nannte,

trat ich gemeinsam mit Peter Weber bei. In

dieser Truppe fühlten wir uns sehr wohl. Hier

lernten wir sehr viel dazu und kommunizierten

im Internet miteinander.

Obwohl dieses Projekt nicht mehr vom Europäischen Bildungswerk unterstützt wurde,

arbeiten wir immer noch weiter, da von allen Seiten ein großes Interesse gezeigt wurde.

Wir hoffen alle, dass das so bleibt.

Helmut Tietz (Pit)

Die Gruppe der Neighbours in der "Gründerzeit"

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Tätigkeit der " Gruppe- Magdeburg "

Neben vielen Gemeinsamkeiten mit den anderen Gruppenmitgliedern ist besonders die

Erarbeitung der DIN A 5 Broschüre

Unser Magdeburg

Umgebung Tradition Aktivitäten

hervorzuheben.

Unter umsichtiger Anleitung und Koordinierung von unserem Dozenten Herrn Hans- Walter

Magnus haben rund 10 Gruppenmitglieder der Neighbours hieran mitgewirkt.

Diese Broschüre wird noch heute gern verwendet zu besonderen Anlässen, als kleines

Dankeschön Präsent für besondere Gäste, Sponsorentätigkeit und ehrenamtlicher aufwändiger

Tätigkeit.

Von der ersten Seite an wird ein sehr interessanter Überblick zur Magdeburger Geschichte

dargestellt, von ihrer Entstehung und Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte in Bild- und

Textform.

Mit Aufzeichnungen, Skizzen, Bildern sowie Darstellungen vom Magdeburger Dom, dem

Rathaus, der Johanniskirche, bis hin zum Hundertwasserhaus, um nur einiges zu nennen

haben unsere Mitglieder Herr Dr. Werner Stricker und Herr Hans Eyssner hier eine gute

Arbeit geleistet.

Weiterhin wurde ein sehr interessanter Überblick von unserem Ehepaar Frau Gertraud und

Herrn Hubert Wierschulla vom Wasserstraßenkreuz bei Magdeburg geschaffen.

Ein weiteres Highlight wurde mit der Darstellung über die Schönheiten in unserer Stadt

geschaffen, wie zum Beispiel:

Mit dem Stadtpark Rotehorn, Herrenkrug, Klosterbergegarten, Schneidergarten, Elbauenpark

mit dem Jahrtausendturm, um auch hier nur einiges zu nennen. Auch hier haben unsere

Frauen H. Romeis, E. Brand und Ch. Butzmann eine gute Arbeit geleistet.

Gleiches trifft über Sitten sowie Gebräuche und Episoden zu, die von Frau E. Baumgarten

und Frau E. Brand über das Magdeburger Umland sowie Sachsen-Anhalt dargestellt wurden,

wie zum Beispiel vom Hexentanzplatz, dem Brocken, über Erntedankfeste und dem 1. Mai.

Zum Schluss ist sehr aufschlussreich über die Entwicklung sowie Höhepunkte des Sports von

Magdeburg und dem Umland durch Kurt Nagel & Bruno Wehr wie bei allen anderen

Darstellungen in Text- und Bildform berichtet worden.

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Ende des internationalen Pilotprojektes

Neighbours am Scheideweg - Aufhören oder Weitermachen

Im April 2008, hatten wir gemeinsam mit Herrn Magnus als Kursleiter, die für unser Projekt

vorgesehenen 240 Stunden absolviert. Zweimal in der Woche, jeweils am Dienstag und

Donnerstag haben wir uns fast ein Jahr lang getroffen und in der Theorie und Praxisarbeit

somit wesentlich weiter entwickelt. Die Fertigstellung unserer Broschüren "Magdeburg und

Umgebung" sowie die Chronik über "10 Jahre ASZ- Sudenburg" waren abgeschlossen.

Unsere Gruppentätigkeit wurde mit der abschließenden Fahrt und Besichtigung am 30. April

nach Schloss Hundisburg und mit der Verabschiedung unseres Dozenten Herrn Hans-Walter

Magnus am 07. Mai im ASZ- Sudenburg bei Kaffee und Kuchen in Anwesenheit von Frau

Fricke sowie mit dem Abschlussgespräch am 04. Juni 2008 zum internationalen Pilotprojekt

Neighbours ebenfalls im ASZ-Sudenburg offiziell als beendet erklärt.

Denn nur noch Herr Dr. Dunkel sowie Herr Magnus waren mit verantwortlich das DIN A4

Handbuch für Brüssel und insbesondere für die nachfolgenden internationalen

Kursteilnehmer mit zu erstellen.

Aber bereits im Mai, gleich nach der Verabschiedung von Herrn Magnus, trafen sich mehrere

Mitglieder der "Neighbours" im ASZ- Sudenburg und beschlossen weiter zu machen, wenn

bestimmte Unterstützungen und Voraussetzungen erfüllt werden und dabei auch gleichzeitig

das geplante Computer- Zimmer ( Internetraum ) mit einzurichten.

Am "Ersten Jahrestag" der Gründung der Magdeburger-Neighbours, also genau am

04. Juni 2008, wurde im ASZ- Sudenburg in einer kleinen Feierstunde zum offiziellen

Abschluss unserer Tätigkeit auch gleichzeitig noch positiv über die Klärung zum

Weitermachen der Gruppentätigkeit der Neighbours entschieden.

In Anwesenheit von Herrn Dr. Dunkel, vom Europäischen Bildungswerk und Herrn

Rechtenbach, Chef der Volkssolidarität Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land,

wurden uns vor Ort weitere Unterstützungen zu gesagt.

So zum Beispiel verkündete Herr Dr. Dunkel, dass er mit Herrn Todzi und Herrn Dobers von

der Gruppe "Öffentlichkeitsarbeit " bereits gemeinsam ein sehr erfolgreich Gespräch an der

UNI Otto- von- Guericke mit Verantwortlichen vom Lehrstuhl Erziehungswissenschaften und

Medienbildung geführt haben und ab der kommenden Woche bereits 6-8 Studenten zum

gegenseitigen Vorteil mit uns von der Gruppe der Neighbours zusammenarbeiten würden.

Jede Seite sollte sich aber vorab dazu seine eigenen Vorstellungen erarbeiten und im ersten

Treffen, in einer sogenannten Kennenlernrunde seine Ideen zur Sprache bringen, da auch die

Studentinnen und Studenten bereits ihrerseits klare Vorstellungen/ Studienauftrag haben.

Herr Rechtenbach versprach uns unter anderem noch, dass uns die bisherigen Räumlichkeiten

weiterhin kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Außerdem werteten sie noch das im Mai, in Athen statt gefundene Zwischenmeeting aus,

woran sie beide gemeinsam mit den anderen Hauptverantwortlichen der beteiligten Länder

teilgenommen hatten.

Es wurde dort unter anderem eingeschätzt, dass Deutschland, also wir, bisher am weitesten

voran gekommen sind und somit dort am besten abgeschnitten haben. Dieses hat uns zum

Weitermachen auch gleich noch weiteren Auftrieb gegeben und alle waren schon gespannt

wie es in den kommenden Wochen mit den Studenten weiter gehen würde?

Die Anfrage von Bruno ob der Name "Neighbours" von uns als Gruppe weiter benutzt

werden dürfte, wurde von Herrn Dr. Dunkel mit ja beantwortet.

13

Besichtigung von Schloss Hundisburg

Am 30. April 2008 hatten wir im ASZ- Sudenburg unsere letzte gemeinsame Schulungs-

Veranstaltung mit Herrn Magnus durch geführt und hatten somit unsere 240 Stunden in der

Theorie und Praxis für unser Pilotprojekt absolviert.

Viele von uns hatten zum Abschluss die Einladung der "Gruppe Öffentlichkeitsarbeit"

zu einer Fahrt nach Schloss Hundisburg angenommen.

Dort wurden wir offiziell von einer netten jungen Dame begrüßt und hatte uns zu einer sehr

umfangreichen Besichtigung eingeladen.

Wir besichtigten die alten Gebäude und die Park- und Gartenanlagen und erfuhren noch viel

über die Erbauung, mehrfachen Zerstörung, vielfältigen Wechsel der Besitzverhältnisse sowie

der historischen Nutzung des Schlosses:

- Im 12. Jahrhundert wurde mit der Erbauung dieser Anlage begonnen und erstmals als

"Hondolsburg" erwähnt.

- Es kam zu größeren Zerstörungen, besonders im 30 jährigen Krieg und bei einem

Brand nach 1945, als die Rote Armee das Schloss als Unterkunft nutzte.

- Nach 1990 wurden mit viel Aufwand die Gebäudeteile, Park- und Gartenanlagen

sowie das Schloss immer mehr saniert und ausgebaut, so dass es seiner jetzigen

Bestimmung übergeben werden konnte.

Zum Schluss des Besuches der Hundisburg haben wir bei Kaffee und Kuchen, im jetzigen

Schlosskaffee noch untereinander sehr interessante Gespräche geführt.

14

Bemerkungen zur Beteiligung am Neighboursonline- Projekt

Seit 2007 bin ich im Alten- und Servicezentrum der Volkssolidarität in Magdeburg-

Sudenburg Mitglied der "neighbours".

Nach meinem Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess fand ich innerhalb dieses Projektes

Gleichgesinnte, die ihre Kenntnisse und Fähigkeiten bezüglich der Computernutzung

ebenfalls erweitern wollten. Das Ausgangsniveau der Fähigkeiten in der Gruppe war recht

unterschiedlich.

Mir ging es primär darum, den PC nicht nur als bessere Schreibmaschine zu nutzen.

Mir liegt viel daran, die Möglichkeiten der Informationsgewinnung und des

Informationsaustausches per Internet effektiver zu gestalten. Inzwischen bin ich froh, meinen

ans Internet angeschlossenen Freunden und Verwandten im In- und Ausland eine "E-Mail"

zusenden zu können. Leider musste ich kürzlich aber auch den völligen Absturz meines

Computers verkraften.

Der Austausch von Informationen in der Gruppe war in diesem Falle wichtig.

Zurzeit bemühe ich mich darum, das Internet noch stärker als ein "aktives" Medium zu

nutzen, d.h. nicht nur Konsument sondern gleichzeitig auch Produzent von Informationen zu

sein.

Dr. Werner Stricker

P.S.: Dr. Werner Stricker hat inzwischen leider seine Mitarbeit in der Gruppe eingestellt.

15

Wie ich zu den Neighbours kam

Am Vortage war ich mit dem Auto zu einem Kneipenbesuch gefahren und hatte es für ratsam

gehalten für den Nachhauseweg ein Taxi zu nehmen. Am nächsten Tag nahm ich mit dem

Fahrrad den gleichen Weg, um mein Auto wieder nach Hause zu holen. Als ich wieder vor

der Haustür angekommen war, kam ein graubärtiger Herr vorbei und interessierte sich sehr

dafür, wie ich ein normales Herrenfahrrad aus meinem normalen PKW hervorzauberte. Ein

Wort ergab das andere, er stellte sich vor als "Bruno" ich sagte ich sei "Kalle" und schon

waren wir bei einem für Menschen im fortgeschrittenen Alter heute durchaus üblichen

Thema: Computer, Internet und allem was sich daraus ergibt. Bruno erzählte mir von seiner

Initiative bei den "Neighbours", einer Interessengruppe für "50 Plus", die sich regelmäßig im

ASZ Sudenburg der Volkssolidarität treffen.

Neben meiner Weltanschauung "Segeln" habe ich viele andere Aktivitäten und muss mich

ständig bemühen, dass ich mich nicht verpfitze, beschäftige ich mich schon sehr lange mit

dem Umgang mit den modernen Medien sowie mit der Be- und Verarbeitung von digitalen

Bildern und Filmclips und dachte: "Vielleicht kannst Du da noch etwas hinzulernen,

zumindest kannst Du vielleicht auch etwas für Einsteiger weitergeben."

So landete ich bei den "Neighbours". Ich erfuhr, dass sich diese

Interessengruppe mit gewisser Regelmäßigkeit in 14-tägigen

Abständen im "ASZ Sudenburg", einer Einrichtung der Volkssolidarität

trifft, wo breit gefächerte Aktivitäten für Senioren

entfaltet werden. Für die "Neighbours" waren einleitend

mehrere Schulungskurse zur Einführung in den Umgang

mit Computern abgehalten worden, im weiteren Verlauf

ermöglichen die Treffen einen regelmäßigen

Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander.

Von dort aus stellte Bruno den Kontakt zu einer Interessengruppe unter dem Dach der Ottovon-

Guericke-Universität her, die auch mein Interesse fand, zumal ich erhoffte, dass ich dort

Anregungen für eine bessere inhaltliche Gestaltung meiner eigenen Produktionen

(Präsentationen, Filmclips usw.) bekommen kann. Dort erfolgte die Anleitung durch

"Medienprofis". Ich war in meinen Aktivitäten langsam müde geworden, da ich selbst

feststellte, dass alle meine Produkte "über den gleichen Leisten geschustert" sind.

Auf einer unserer ersten Sitzungen an der Uni stand die Namensgebung für diese

Arbeitsgruppe zur Debatte. Ich glaube es war "Schüssi" ein sehr aktiver Senior, der leider

inzwischen weggeblieben ist, der den Namen "Magdeburger Halbkugeln" vorschlug und auch

gleich einige Entwürfe für ein Logo einbrachte. Kurzum: Der Name wurde mehrheitlich

akzeptiert und ist inzwischen in den Medien an mehreren Stellen präsent. Seitdem treffen sich

die Aktiven in 14-tägigem Wechsel im ASZ und an der Uni. Seitdem sind die meisten

"Neighbours" gleichzeitig auch Mitglieder der "Magdeburger Halbkugeln".

Dr. K.-H. Peter (Kalle)

16

Wie ich zu den "Neighbours" kam

Meine Entwicklung mit der Computertechnik bis zu den Neighbours.

Als mit der Wende die Computertechnik zu uns kam, war ich als technisch interessierte Frau

sofort dabei.

Als erstes kaufte ich mir einen gebrauchten kleinen PC

(Betriebssystem Linux-s/w -Bildschirmgröße ca. A 5) als

Ersatz für die Schreibmaschine. Durch das Andeuten einer

Arbeitslosigkeit besorgte ich mir über das Arbeitsamt den

ersten PC-Grundlehrgang. Dort fand sich einen Liebhaber für

mein Museumsstück. Im Tausch bekam ich einen PC mit

Windows 95-s/w Bildschirm.

In den folgenden 2 Jahren konnte ich noch 2 halbjährliche

Kurse auf kaufmännischem Gebiet mit PC-Anwendungen

besuchen und damit meine Kenntnisse in der Textverarbeitung und Tabellenkalkulation

vertiefen. Dann hatte ich 3 Jahre die Möglichkeit meine Kenntnisse beruflich zu nutzen.

Ende 1998 kaufte ich mir einen neuen PC mit Windows 98 und Farbbildschirm. Zu diesem

Zeitpunkt beschäftigte ich mich mit dem Internet. Es gab Schnupperseminare und

ich war dabei. Das Modem war dann ein Weihnachtsgeschenk und damit ging es ins Internet.

Ich war mit einer Internetadresse im WWW, hatte aber keinen Bekanntenkreis mit einem

Internetanschluss.

Zu Hause wollte ich mich nicht allein mit dem Computer beschäftigen, so ging ich auf Suche

nach einer Übungsgruppe und fand diese in der AWO. In den wöchentlichen Treffpunkten

wurden Schwerpunkte gestellt wie z.B. Suche im Internet, die Fallen im Internet, fertigen von

Glückwunschkarten u.ä. Leider wurden diese Treffen beendet.

Inzwischen hatte ich mich auf die digitale Fotografie umgestellt und wollte die Bilder bearbeiten

und auf USB- Stick speichern, um diese auch über den elektronischen Bilderrahmen

anzusehen. Die Grenzen des 98er PC waren fast erreicht, so dass ein neuer PC - jetzt ein

Laptop mit dem Betriebssystem "WINDOWS xp" - von mir gekauft wurde und dazu gleich

der WLAN Anschluss.

Nach einiger Zeit war ich wieder auf der Suche nach einem PC-Zirkel. Über eine Anzeige des

ASZ Sudenburg für Computerkurse kam ich zu einer Übungsstunde zu Herrn Magnus, der

mir dann den Hinweis zu den Treffen der Neighboursgruppe gegeben hat und somit bin ich

dort angekommen und geblieben. Hinsichtlich meiner PC-Technik habe ich mir für unterwegs

und auf Reisen einen Notebook mit Windows 7 angeschafft. So gern ich mich mit meiner PCTechnik

beschäftige, so ist diese aber auch nur ein Teil meiner Interessensbereiche.

Elfie

17

Wie ich zu den Neighbours kam

Nach unserem Berufsleben haben mein Mann und ich ein Grundstück auf dem Lande

erworben. So konnten wir uns einen lang gehegten Traum erfüllen, und können uns nun

vorrangig von eigenen Produkten aus unserem Garten ernähren.

Aber dabei besteht die Gefahr, dass man auch vereinsamen kann. Also habe ich nach einem

Ausweg gesucht und mich intensiver mit dem Internet befasst. Aber ganz allein kommt man

nicht sehr weit und es macht auch keinen Spaß. So habe ich mich an der Uni MD zu einem

Internetlehrgang angemeldet, das war mein Start bei den Magdeburger Halbkugeln.

Bei den Halbkugeln waren auch einige Mitgliedern der Neighbours. Im Herbst 2009 luden

uns die Neighbours zu sich in das ASZ ein. Wir verbrachten einen recht angeregten

Nachmittag. Von dem aufgeschlossenen und lockeren Umgang der Mitglieder untereinander

war ich sehr beeindruckt. Hier kann man alle PC-Probleme, die sich so einstellen, darlegen, es

ist immer jemand da, der einem weiter hilft, oder wertvolle Tipps und Hinweise gibt.

Besonders angenehm empfinde ich das aufgeschlossene Klima untereinander. Jeder versucht

zu helfen, keiner empfindet sich als "Experte", so dass man ohne Scheu seine PC-Nöte

darlegen kann.

Ich würde mich freuen, wenn wir noch lange in gemeinsamer Runde uns austauschen.

Jedes Mal nehme ich einen Tipp oder Hinweis mit, den ich dann in Ruhe zu Hause

ausprobieren kann.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit

Heidemarie

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Neighbours als Filmstars

Die kooperative Zusammenarbeit mit den Studenten der Otto-von-Guericke-Universität war

eine gute Basis zur Realisierung der Zielstellung "Senioren ans Netz". Als Voraussetzung für

eine schöpferische Internetarbeit wurde von ihnen auch die Internetplattform

"www.neighboursonline.de" geschaffen .

Ein gewisser Höhepunkt wurde erreicht, als die Studenten Tino Diesterheft und Thomas

Hoffmann die Aufgabe bekamen, im Rahmen ihrer Bachelorarbeit einen Film zu drehen, in

dem dargestellt wird, wie hilfreich das Internet sein kann, um alltägliche Aufgaben im Leben

von Senioren zu lösen.

Christa, Hans und Kalle wurden als Akteure gewonnen und in ihrer häuslichen Umgebung bei

der Lösung ihrer Aufgaben beobachtet:

Die Story:

Christa erhält per Mail von ihrer Enkelin eine Einladung zum Geburtstag. Sie entschließt sich,

dazu einen Kuchen zu backen und findet ein besonderes Rezept im Internet, druckt es aus

und beantwortet auch gleich die Mail der Enkelin.

Kalle stellt den Reisebericht seiner Reise nach Irland ins Netz und Hans surft im Internet um

nach vergleichender Recherche ein Ziel für seine nächste Urlaubsreise zu finden, die dann

auch gleich online gebucht wird.

Es entstand daraus ein Kurzfilm von Profi-Qualität, der den Studenten eine sehr gute

Benotung brachte. Die beteiligten drei Senioren erhielten je eine Kopie der DVD mit dem

Film, so dass sie sich zur Erinnerung jederzeit auch als Filmstars bewundern können.

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Halbkugeln, Löwen und Neighbours im ASZ Sudenburg

Die "Magdeburger Halbkugeln", die regelmäßig unter dem Dach der Otto-von-Guericke-

Universität tagen, unterhalten mit einer ähnlichen intergenerationellen Arbeitsgruppe, die von

der Professur für Medienpädagogik (Professor B. Schorb) an der Universität Leipzig

angeleitet wird, eine Partnerschaft, die schon mehrfach zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch

mit gegenseitigen Besuchen geführt hat.

Auf Einladung der Halbkugeln, bei denen ja die Neighbours die stärkste Fraktion bilden,

waren die "Leipziger Löwen" - so nennt sich die Leipziger Arbeitsgruppe - am 30. Juni und

am 1. Juli 2011 in Magdeburg.

Nach Besichtigung einiger Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum versammelten wir uns im

ASZ Sudenburg zum Erfahrungsaustausch in dem wir in Bild und Ton gegenseitig unsere

bearbeiteten Projekte vorstellten und ausgiebig diskutieren konnten.

Das Team des ASZ hat sich dabei als hervorragender Gastgeber erwiesen und die Versorgung

mit Kaffee und Backwaren sicher gestellt. Die Halbkugeln haben sich für die erwiesene

Gastfreundschaft auf ihrer Internetplattform www.unserezeiten.de herzlich bedankt.

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Adventsfeier bei den Neighbours

Schon bald nachdem ich bei den Halbkugeln gestartet war, hörte ich so allerlei von den

Neighbours. Ich war sehr neugierig, was dies für eine Truppe war, wie sie sich organisiert

hatten und was da so passierte.

Zwei Monate nach meinem Beginn war es dann soweit. Am 02. Dezember 2009 startete die

gemeinsame Adventsfeier der Halbkugeln und der Neighbours in den Räumen der Neighbours

in Sudenburg. Der Raum war schon recht gut gefüllt als ich eintraf. Alt und Jung waren

vertreten. Überrascht war ich, wieviele bereits mir bekannte Gesichter (von den Halbkugeln)

anwesend waren. Viele Neighbours waren also auch bei den Halbkugeln.

Der Tisch war festlich gedeckt, es duftete appetitlich nach Kaffee und Weihnachtsgebäck. Der

Empfang war herzlich. Man merkte gleich, dass eine offene und fröhliche Atmosphäre

vorherrschte.

Nach dem sogenannten "offiziellen Teil" (Danksagungen mit Blumen und kleinen

Geschenken) saß man bei Kaffee und Kuchen zu fröhlichen und angeregten Gesprächen

zusammen. Etwas befremdlich fand ich, dass andauernd fotografiert und gefilmt wurde, aber

nach einer Weile hatte ich mich daran gewöhnt und achtete nicht mehr darauf.

Hinterher erfuhr ich, dass die Fotos sowohl fürs NING als auch für die Neighbours verwendet

wurden. Der Film wurde für den "Offenen Kanal" gedreht. Leider konnte ich ihn nicht sehen,

da wir kein Kabelfernsehen haben.

Sehr erfreulich fand ich nicht nur die offene Atmosphäre, sondern auch der herzliche Umgang

zwischen Alt (wir Senioren) und Jung (die Studenten).

Am Ende der Veranstaltung war ich mir im Klaren, dass ich hier mitmachen wollte.

Inzwischen bin ich Mitglied bei den Neighbours und möchte zukünftig noch lange dabei sein.

Heidemarie

Weihnachtsfeier in der "Alten Apotheke"

Vom ASZ Sudenburg wurde an die Gruppe Neighbours herangetragen, einen Jahreskalender

für 2011 aus dem Bildmaterial des ASZ am Computer zu gestalten. Der Kalender wurde

professionell gedruckt und dann an die Mitglieder der ASZ verkauft. Der Kalender für 2011

wurde für sehr gut befunden, so dass für 2012 wiederum einer gestaltet wurde.

In Anerkennung dafür wurden die "Neighbours" als Mitglieder des ASZ Sudenburg vom

Stadtverband der Volkssolidarität zu einer Weihnachtsfeier in die "Alte Apotheke" eingeladen

und mit einem Präsent überrascht.

Elfi

Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Neighbours im ASZ

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Zu Zeiten der Gründung der "Neighbours" war die Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit

das Vorhandensein eines "Computerkabinetts" mit mehreren vernetzten Arbeitsplätzen - ein

verhältnismäßig hoher Materialaufwand, der aber bereitgestellt wurde.

Inzwischen bringt nicht nur jedes Mitglied seinen eigenen Laptop mit, sondern das ASZ

verfügt auch über einen WLAN-Router, in dessen Netz sich die Neighbours jetzt einloggen

und mit ihren eigenen Geräten über eine Dropbox online vernetzen können.

Mit einer freudigen Überraschung begann das Jahr 2013: Im ASZ gibt es jetzt einen

leistungsfähigen Beamer, der auch den Neighbours zur Verfügung steht. Damit besteht jetzt

die Möglichkeit, eigene Arbeitsergebnisse besser zu präsentieren und den

Erfahrungsaustausch untereinander effektiver zu gestalten.

Kalle

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www.neighboursonline.de ausgefallen

Die Internetplattform http//www.neighboursonline.de ist ein soziales Netzwerk, das von

jedem User im Internet gelesen werden kann. Wer jedoch mit diskutieren und/oder selbst

einen Beitrag veröffentlichen möchte, muss sich anmelden. Dazu ist es mindestens

notwendig, eine reale E-Mail-Adresse einzugeben. Für den Namen des Users kann ein

Pseudonym verwendet werden, der Wahrheitsgehalt aller anderen Angaben wird nicht

kontrolliert. Alle Angaben des angemeldeten Users werden durch ein selbst gewähltes

Passwort geschützt.

Auf diese Weise hatten wir ein Medium, auf dem wir anfangs recht rege in der Lage waren,

z.B. Erfahrungen und Gedanken auszutauschen, zu Jubiläen zu gratulieren, über Reisen und

andere Erlebnisse usw. unter Verwendung von Bildern und auch Videos zu berichten.

Im Laufe des Jahres 2012 brachen mehrere Missbräuchler, die bereits an irrealen Usernamen

erkennbar waren, in unser Netzwerk ein. Es wurden Verlinkungen zu unseriösen Werbeseiten,

auch zu Pornoseiten hergestellt und schließlich wurden auch Viren gefunden, so dass letztlich

durch den Netzwerkbetreiber der Server gesperrt wurde.

Das machte mehrfach das Eingreifen unseres Administrators Thomas erforderlich, dem es

aber z.Z. leider noch nicht gelungen ist, eine ausreichende Sicherheit im Umgang mit unserem

Netzwerk wieder herzustellen, so dass es uns gegenwärtig nicht zur Verfügung steht.

20.03.2013

Unsere Plattform

www.neighboursonline.de

ist nun schon seit einigen Monaten

nicht mehr erreichbar und wir haben

fast den Glauben verloren, dass sie je

wieder aktiviert wird.

Es ist schade! Es war eine gute

Gelegenheit, Erlebnisse mitzuteilen

und miteinander zu

kommunizieren.

 

Inhalt folgt in den nächsten Tagen!