Volkssolidarität


RV Magdeburg-Jerichower Land

Sie ist eine vielbeschäftigte Frau und eine Ehrenamtlerin mit viel Herz

Sie ist eine vielbeschäftigte Frau bei der Volkssolidarität. Jeden Dienstagvormittag herrscht bei ihr in der Leipziger Straße Hochbetrieb. Da kommen aus allen Teilen der Stadt Mitglieder aus den Ortsgruppen, um ihre Eintrittskarten abzuholen. Ob Theater, Konzert, Kabarett, Dampferfahrt oder bunte Veranstaltung, Isolde Jörß hat alles im Griff. Die Vorbereitung dazu trifft sie zu Hause. Dort werden die Karten vorsortiert. "Da sieht mein Wohnzimmer manchmal aus wie ein Großraumbüro" erzählt sie schmunzelnd.

Zur Volkssolidarität fand die 66jährige durch eine Arbeitsbeschaffungs-maßnahme als Seniorenbetreuer, die sie 1994 bekam. Schon damals interessierte sie sich für das kulturelle Leben im Verein. Mit Ende der ABM entschloss sie sich, ehrenamtlich weiter mitzuarbeiten. Sie wurde Mitglied der Arbeitsgruppe Sozialkultur des Stadtverbandes und als "rechte Hand" unentbehrliche Helferin von Gertrud Deupert, der Leiterin dieser Arbeitsgruppe.

Dabei hat Isolde Jörß ursprünglich einen ganz anderen Beruf erlernt. Die Thüringerin war in jungen Jahren Weberin in einem Textilbetrieb. Später war sie viele Jahre Disponentin im Großhandel bis sie 1992 arbeitslos wurde. Mit ihrem zweiten Ehemann lebte sie 10 Jahre lang in Wismar und begleitete ihn für drei Jahre an die Westküste Afrikas.

Viel Freude hat Isolde an ihren Enkeln. Sie liebt ihren Garten und hat Spaß an ihren Hobbys: Lesen und Handarbeiten. Und natürlich macht ihr auch ihre Tätigkeit bei der Volkssolidarität Freude, obwohl sie manchmal auch etwas stressig ist.

"Und Meckerer gibt es auch - zum Beispiel, wenn einmal jemand einen ungünstigen Sitzplatz erwischt hat". Aber die Mehrzahl der Senioren ist freundlich und dankbar, findet sie. Mit ihrer herzlichen und gewinnenden Art geht sie auf die Menschen zu und findet schnell Kontakt. Das ist auch der Grund für ihre Beliebtheit bei den Magdeburger Senioren. Deshalb hat sie ihr Engagement für die Volkssolidarität auch nie bereut. Isolde trägt bei ihrer Tätigkeit viel Verantwortung, hat sie doch stets mit Geld zu tun. Doch das ist für sie kein Problem, ist sie doch die Gewissenhaftigkeit in Person.

Auch bei den Partnern in den verschiedenen Kultureinrichtungen der Stadt ist sie eine geachtete Persönlichkeit. Ihre liebenswürdige und bescheidene Art wird sehr geschätzt. Durch ihre Arbeit hat sie mitgeholfen, dass im vergangenen Jahr mehr als 9.000 Besucher zu 46 Veranstaltungen der Volkssolidarität Magdeburg kommen konnten.

"Ganz nebenbei" ist Isolde Jörß ja auch noch in ihrer Ortsgruppe aktiv. Sie ist die stellvertretende Vorsitzende der Ortsgruppe 441 und - wie könnte es auch anders sein - verantwortliche "Kulturfrau".

Wie gut, dass die Volkssolidarität solche Ehrenamtliche hat!