Volkssolidarität


Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Gedanken zum Neujahrsempfang in Putbus

Die Putbuser Bürgermeisterin und der Stadtvorsteher luden zum Neujahrsempfang ein. Natürlich waren Vertreter der Volkssolidarität mit dabei.

 

Der Kinderchor der Kita „Kleiner Fratz“ unter der Leitung von Herrn Manfred Heidtmann

eröffnete den Empfang. Sie sangen sich mit ihren Liedern voll in die Herzen der Zuhörer. Und die Kleinen? Sie waren von der noch unbekannten Situation so beeindruckt, dass sie manchmal das Singen vergaßen, aber bei ihren Lieblingstextstellen wieder voll mitmachten.

 

In der Festrede sprach der Bürgervorsteher Herr Lüth mit offenen Worten über das Jahr 2015, was erreicht wurde, worauf die Stadt Putbus stolz sein kann, aber auch über die gesteckten Ziele, die teilweise aus Geld- oder anderen Gründen nicht erreicht werden konnten. Sein Vortrag war für das Jahr 2016 optimistisch geprägt, mit der Kraft des guten Willens und einer optimalen Planung vieles für unsere Stadt möglich zu machen.

 

In ihren Grußworten brachte die Bundestagsabgeordnete Frau Kassner ihre Heimatverbundenheit zum Ausdruck, betonte die Achtung, die sie Putbus im Bemühen der Aufgabenbewältigung entgegenbringt und sagte zu, Dank ihrer Funktion alles zu tun, um den Kommunen auf Rügen Unterstützung zu geben.

Die Gäste aus der Partnerstadt Eutin stellten so einige Gemeinsamkeiten fest. So drückt ihnen z.B. sehr oft an gleicher Stelle wie den Putbusern der Schuh, wenn es um finanzielle Fragen geht. Sie fühlen sie sich Putbus auch durch die langjährige Partnerschaft heimatlich verbunden.

 

Der Seniorenchor der Volkssolidarität schloss sich mit seinen beiden Liedern „Bi uns to hus“ und „Wunderbare Welt“ den Worten an. Die Texte bringen die Liebe zur Heimat und die Aufforderung sie zu schützen zum Ausdruck.

 

Eine entscheidende Rolle beim diesjährigen Empfang spielte das Ehrenamt. In Putbus gibt es unzählige ehrenamtlich Tätige. Menschen, die bereit sind, freiwillig ihr Wissen und Können dem Allgemeinwohl zu schenken. Ihre Richtungen sind unterschiedlich, aber immer geprägt von der Fürsorge für andere. Sie macht das Leben in der Stadt lebendiger, lebenswerter. So ist es eine anerkennende Tradition, jährlich auf dem Neujahrsempfang aus ihrer Mitte Personen auszuzeichnen.

Unter den ausgezeichneten fand sich das Mitglied und langjährige Ehrenamtliche, Edeltraud Henke. Es war eine große Überraschung für sie. Im Anschluss an die ehrenvolle Auszeichnung bekannte Frau Henke: „Meine ehrenamtliche Tätigkeit zeigt sich im „Miteinander- Füreinander“, im „Gemeinsam-nicht einsam“. Gemeinsam haben wir es geschafft, unser Vereinsleben noch mehr zu aktivieren. So ist diese Auszeichnung nicht nur für mich, sondern auch für meine fleißigen Mitstreiter eine hohe Ehrung. Herzlichen Dank dafür.“

 

Wir freuen uns über diese Auszeichnung von Frau Henke, steht sie doch stellvertretend für viele Mitglieder in der Volkssolidarität.

 

Edeltraud Henke gibt ins alle noch einen Gedanken mit auf den Weg:

 

„Denken wir an die Worte von Johann Wolfgang von Goethe?

„Ein neues Jahr hat neue Pflichten.

Ein neuer Morgen ruft zu frischer Tat.

Stets wünschen wir Ihnen ein fröhliches Verrichten

und Mut und Kraft zur Arbeit früh und spat.“

 

Edeltraud Henke“

 

Einbahnstraße, nicht Sackgasse

Wegweisende Landesdelegiertenversammlung der Volkssolidarität Mecklenburg-Vorpommern

Gegen Ende eines für die Volkssolidarität denkwürdigen Jahres, nämlich des 70. ihrer Gründung, fand am 5. November im Rostocker TRIHOTEL die Landesdelegiertenversammlung des Landesverbandes der Volkssolidarität Mecklenburg-Vorpommern e.V. statt. Jubiläen haben es so an sich, mit Rück- und Vorschau daherzukommen. Entsprechend betont die Vorsitzende des Landesverbandes, Petra Billerbeck, in ihrem Vorwort zum auf der Versammlung ausgehändigten Geschäftsbericht 2014/15: „Natürlich blickt man in so einem Jahr zurück und besinnt sich auf seine Wurzeln. Im Gründungsjahr 1945 war Deutschland verwüstet. Millionen hatten ihr Leben verloren. Millionen waren auf der Flucht. Hunger, Armut und Elend in unfassbarem Ausmaß herrschten in Europa. Doch in dieser fast ausweglosen Situation gab es Menschen, die sich mit diesem Los nicht abfinden wollten. Die sich im Bewusstsein der barbarischen Kriegsjahre auf ihre Menschlichkeit besannen. Sie standen auf, krempelten die Ärmel hoch und halfen. Der Ruf ging an das Volk. Solidarität mit den Bedürftigen! Hilfe für die Notleidenden! Volkssolidarität!”

Eben. Und so erinnert die Landesvorsitzende daran, dass es heute noch beeindruckend sei, mit welcher Kraft einst Hilfe organisiert worden war, dies für den Verband eine Verpflichtung für die Zukunft sei. Auch und nicht zuletzt, weil wieder Millionen Menschen auf der Flucht seien.

Im Bericht des Landesvorstandes an die Delegierten verwies Petra Billerbeck darauf, dass es auch in diesem Jahr nicht gelungen sei, den Rückgang an Mitgliedern, vorwiegend aus Altersgründen, aufzuhalten, es daher geboten ist, sich der professionellen Mitgliederwerbung verstärkt zuzuwenden. Wenngleich: Dem Landesverband gehören immerhin 38.767 Mitglieder an, von denen 3.973 ehrenamtlich tätig sind. Auch, so im Bericht, solle das Angebotsspektrum weiter ausgebaut werden. Innerhalb dieses haben sich jüngst die Kinderfeste der Volkssolidarität im Schweriner Zoo als Besuchermagnet und neue Höhepunkte im Mitgliederleben etabliert. Da im Land Kinderarmut verbreitet ist, hatten beim diesjährigen Fest Mädchen und Jungen im Alter bis zu zwölf Jahren freien Eintritt. Beliebt sind die Landeswandertage, deren

20. im kommenden Jahr in Güstrow stattfinden wird. An sozialwirtschaftlichen Dienstleistungen gibt es im Landesverband u.a, 29 ambulante Pflegedienste,

13 Tagespflegestätten, acht Pflegeheime, 68 Wohnanlagen, Mahlzeitendienste mit monatlich fast 200.000 ausgereichten Portionen, neun psychosoziale Tagesstätten,

68 Kindertageseinrichtungen, 94 Anlaufpunkte für Erziehungshilfe, elf für soziale Gruppen- und 13 für Schulsozialarbeit, zwei Kinder- und Jugendheime, acht Jugendclubs, ein Mehrgenerationenhaus. Ab dem kommenden Jahr wird eine Schuldner- und Insolvenzberatung angeboten.

Seit 1997 gibt es beim Landesverband einen Hausnotrufdienst mit inzwischen mehr als 5.000 Nutzerinnen und Nutzern. Als zentrale Dienstleistung des Verbandes bewährt hat sich das Qualitätsmanagement in der Pflege, im psychosozialen Bereich sowie in den Kindertagesstätten.

Der Landesverband ist gesellschaftlich vielfältig vernetzt, so auch Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband, mit dem es nicht nur auf Landes-, sondern auch auf Bundesebene langjährige, konstruktive Kooperation gibt.

Petra Billerbeck sagte in ihrer Berichtsrede abschließend, sie wisse aus vielen Gesprächen mit Mitgliedern, dass es beim Thema Flucht und Migration Ängste und Verunsicherung gebe. Wenn aber, wie in Wismar geschehen, Flüchtlinge attackiert würden, so sei es „unsere Aufgabe, diese Anschläge zu ächten. Und zwar laut und deutlich.” Höre man die Nachrichten, dann könne man auch hören, dass Solidarität ja wohl keine Einbahnstraße sei. Doch, meinte Petra Billerbeck: „Solidarität ist genau das. Eine Einbahnstraße. Man hilft, weil man dazu in der Lage ist.” Sie wünsche sich, „dass unser Verband aktiv dabei ist, wenn es darum geht, unsere Demokratie zu erklären und sie zu verteidigen.” Und weiter gab sie ihrer Hoffnung Ausdruck, „dass wir wie in den Anfangsjahren unseres Verbandes Flüchtlingen Hoffnung spenden.” Für Schwächere einzustehen und ihnen zu helfen, sei immer das Credo der Volkssolidarität gewesen. Ganz im Sinne ihres Mottos: „Miteinander - Füreinander”. Das Begehen und Würdigen ihres 70. Jahrestages ist so gut wie vorbei. Nicht ohne jenen Ausblick ihrer Landesvorsitzenden: „Jetzt heißt es wieder Ärmel hoch, anpacken und loslegen.” So ist es und sollte es sein. Auch, weil gerade dieser Tage das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, dass der Anteil armer und sozial ausgeschlossener Menschen hier in der Republik im vergangenen Jahr weiter gestiegen, bereits jeder Fünfte so betroffen sei, 2014 rund 6,5 Millionen Deutsche an der Armutsgrenze lebten.    -tf-

Mehr als eine („Leo”-)Manie

Unterstützung für Schweriner Zoo und Familien durch die Volkssolidarität

Seit 1160 der mächtige Welfenfürst Heinrich der Löwe Schwerin gründete, kann es als Löwenstadt gelten. So geht es auch auf ihn zurück, dass in ihrem Kern mehr als 100 Löwen- Darstellungen zu sehen sind. Und derer werden es mehr. Eine schon kam am 23. Oktober, dem Tag der Volkssolidarität, hinzu, als deren Kindertagesstätte „Mosaik” im Schweriner Stadtteil Neu Zippendorf im Rahmen der Spenden-Aktion „Leomanie” ein Modell des Königs der Tiere übergeben wurde. Dieses werden die Kinder in den nächsten Tagen und Wochen liebe- wie kunstvoll gestalten. Ein solches Modell „Leo” kann beim Zoo der Stadt erworben und nach eigenen kreativen Vorstellungen bemalt oder anderweitig geschmückt, mit Firmen-, Verbands-, oder Organisationslogo versehen werden.

Mit dem Kauf eines solchen Modells unterstützt der Landesverband der Volkssolidarität Mecklenburg-Vorpommern e.V. den Bau einer neuen Löwenanlage im Zoo, die im September 2017 eröffnet werden soll. Bis dahin stehen Löwen„besitzer” im Blickpunkt der Öffentlichkeit, sofern sie an Präsentationen ihrer „Leos” im Stadtzentrum, im Schlosspark-Center, im so genannten Wurm, im Sieben-Seen-Center und auf dem Zoogelände teilnehmen. Und auf diesem werden am 5. Mai des kommenden Jahres der Schweriner Zoo gemeinsam mit dem Landesverband der Volkssolidarität sowie zum dritten Mal nun schon ein großes Kinder- und Familienfest veranstalten. Dieses Fest steht, wie die beiden vorherigen auch schon, unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (LINKE), die ebenso an der Übergabe des imposanten Mähnen-Tieres teilgenommen hatte wie Zoogeschäftsführer Dr.Tim Schikora. Nach Beendigung der „Leomanie 2015/2017” werden die Löwen dann aus dem öffentlichen Verkehrsraum zurückgezogen. Dann können auch die155 Mädchen und Jungen der „Mosaik”-Gruppen, deren 16 Erzieherinnen, dort ihren mit einem Fliesen-Mosaik aus Ton verzierten „Leo” dauerhaft wieder begrüßen. 

Der Spendenerlös aus der „Leomanie”-Aktion soll ausschließlich der vorgesehenen Löwenanlage in der „Afrika-Savanne” des Zoos zugute kommen. 

Beim 2. großen Kinderfest im Zoo am 14. Mai des Jahres hatten alle Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren freien Eintritt. Damit wollte die Volkssolidarität im 70. Jahr ihres Bestehens einen Beitrag leisten zur Linderung von Familien- und Kinderarmut, die in Mecklenburg-Vorpommern im Bundesvergleich besonders ausgeprägt sind. Mit dem Anliegen Bekämpfung von Armut steht die Volkssolidarität ganz in der Tradition ihrer Anfänge im Nachkriegsdeutschland. Dieses Anliegen des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes war im Frühjahr während des Festes im Zoo durch großzügige Spender unterstützt worden. So unter anderen durch den Verein der Bundestagsfraktion DIE LINKE e.V., regionale Kreisverbände der Volkssolidarität sowie auch durch die coop-Stiftung „Unser Norden” und die Sparkasse Mecklenburg-Schwerin.