Volkssolidarität


Landesverband Brandenburg e.V.

Landes-Seniorenrat: Alles in der Diskussion

VS-Vertreterin Sylvia Grande nach einem Gespräch in der Staatskanzlei

Landes-Seniorenrat
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Die Erreichbarkeit von Fachärzten ist für viele Senioren in Brandenburg mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. U. a. auch dieses Problem stand im Raum, als der Landes-Seniorenrat Anfang Juli ein Gespräch mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte. Es könne ja sein, dass die Gesamtzahl an Ärzten im Bundesland ausreichend sei, sagte im Anschluss die von der Volkssolidarität entsandte stellvertretende Vorsitzende des Rates Sylvia Grande „Dann sind sie aber unzweckmäßig im Land verteilt.“ Aus Sicht des Seniorenrates gelte es, nicht nur die soziale, sondern auch die regionale Ungleichheit im Bundesland abzubauen, fügte Grande hinzu, die Geschäftsführerin der Volkssolidarität im Verbandsbereich Oberhavel ist. Angesprochen worden sei das Thema des Tarifvertrages für Pflegekräfte, um auch in Zukunft alle älteren Menschen, die es benötigen, wohnortnah und umfassend versorgen zu können.

Inhalte des Gesprächs mit dem Regierungschef, an dem auch Familien- und Seniorenministerin Diana Golze (Linke) teilgenommen habe, waren ferner die Fortschreibung der seniorenpolitischen Leitlinien, Fragen des Ehrenamtes, der Pflege, der Mobilität und der Digitalisierung. Wichtig auch: Wie können Senioren-Freizeiteinrichtungen in den Kommunen erhalten werden? Die Bedrohung durch Altersarmut ist aus Grandes Sicht real, was in den großen Städten nicht zuletzt mit Mieterhöhungen zusammenhänge. Dabei verwies sie auf die Erkenntnisse des Armuts- und Reichtumsberichtes der Bundesregierung, der vor einigen Monaten veröffentlicht worden ist.

Der Seniorenrat begrüße es, wenn uneigennützige, fleißige Menschen durch eine Ehrenamtskarte gewürdigt werden, fuhr sie fort. Doch sei diese Karte für viele Menschen unpraktisch oder gar nicht nutzbar, weil weite Wege sie von den vergünstigten Angeboten abschneiden würden. Woidke habe zugesichert, mit den Verkehrsbetrieben zu verhandeln, um die Möglichkeit einer preiswerten Anfahrt für Ehrenamtler auszuloten. Allein in Oberhavel würden 300 Menschen ehrenamtlich für die Volkssolidarität tätig sein, natürlich geben es im Kreis noch viel mehr Menschen, die sich auf unterschiedlichen Feldern und Gebieten für Mitmenschen aufopfern.

Der Landes-Seniorenrat versteht sich als Koordinator der Interessenvertretung für ältere Menschen und bündelt die Arbeit der Senioren-Interessenvertretungen in den Kreisen und Kommunen. Sein Ansprechpartner auf Landesebene ist vor allem das Sozial- und Familienministerium.

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