Volkssolidarität


Landesverband Brandenburg e.V.

Impfschutz ist für alle da

Aufruf der brandenburgischen Volkssolidarität

Die Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e.V. ruft ihre Mitglieder, Mitarbeiter und Anhänger dazu auf, von der Möglichkeit der Grippeschutzimpfung Gebrauch zu machen.  Ziel ist es, daran zu erinnern, dass die alljährliche Grippeschutzimpfung vom 60. Lebensjahr an zum Katalog der Grundimpfung gehört, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Andreas Heil. Alle Verbandsbereiche des Landesverbands Brandenburg und die Kreis- und Regionalverbände sind aufgefordert, sich den Appell zu eigen zu machen. Inzwischen gebe es beim Influenzaschutz älterer Menschen erhebliche Lücken, fügte Heil hinzu. Seit Jahren wird in Deutschland konsequent das Ziel der WHO verfehlt, bei älteren Menschen eine Durchimpfungsrate gegen die Influenza von 75 Prozent zu erreichen.

Im Gegenteil: Nach einer aktuellen Untersuchung der Wissenschaftler vom Versorgungsatlas ist die bundesweite Impfrate von 47 Prozent in der Saison 2009/2010 auf 38 Prozent in der Saison 2013/2014 gesunken. Wie bei nahezu allen Impfungen variiert das Impfverhalten auch bei der Immunisierung gegen Influenza von Region zu Region. Seit einem Vierteljahrhundert hält sich ein deutliches Ost-West-Gefälle. In den neuen Bundesländern ließen sich in der Saison 2009/2010 rund 61 Prozent der über 60-Jährigen impfen, was bis 2013/14 auf 54 Prozent gesunken war. In den alten Bundesländern waren dazu 2009/10 noch 43 Prozent der Senioren dazu bereit. Vier Jahre später lediglich noch 33 Prozent.

Bundesweiter Vorreiter war 2009 die kreisfreie Stadt Frankfurt/Oder mit einer Impfrate von 71 Prozent. Die niedrigsten Impfraten finden sich seit Jahren in Baden-Württemberg und Bayern. Als mögliche Gründe für den rückläufigen Trend wird vermutet, dass die Influenza von vielen Menschen nicht mehr als schwere Krankheit wahrgenommen wird. Hinzu kommen Zweifel an der Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung.

Erfahrungsgemäß setzt die jährliche Influenzawelle in Deutschland nach der Jahreswende ein. Mediziner weisen darauf hin, dass es 10 bis 14 Tage dauert, bis sich der Impfschutz nach der Immunisierung (Impfvorgang) aufgebaut hat. Die Impfung kann ab Ende September von jedem Hausarzt verabreicht werden kann - je früher desto besser. Neben Menschen ab 60 sei dies auch für Patienten wichtig, die aufgrund bereits bestehender chronischer Krankheiten besonders stark von der Grippe betroffen sein können, etwa für Patienten mit Asthma, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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