Volkssolidarität


Landesverband Brandenburg e.V.

Hoher Anspruch an die Pflege: Demenz

Dreitägige Weiterbildung der brandenburgischen Volkssolidarität

Seminar im Juli
Seminar im Juli
Demenzkranke Menschen haben ein Recht auf wertschätzende Haltung und achtungsvolle Behandlung. Weil dies im Pflegealltag nicht immer leicht zu erreichen ist, hat die brandenburgischen Volkssolidarität im Juli eine zweitägige Weiterbildung für Mitarbeiter ihrer Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Unter der Überschrift "Validierende Kommunikation" gab Konstanze Gundudis,  Kursleiterin und Dozentin in der Altenhilfe, Einblicke in das Wesen der Demenzerkrankung und stellte Strategien im Umgang mit den Erkrankten vor. Pflegefachkräfte der Volkssolidarität aus den Einrichtungen in Finsterwalde, Fürstenwalde, Gartz, Bad Belzig, Eberswalde und Teltow besprachen dabei Methoden des Einstimmens auf eine demenzerkrankte Person.

Sie lernten dabei besser zu verstehen, wie demente Personen sich und die Umwelt wahrnehmen, wie sie ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen. Ein Problem sei dabei die Sprachstörung, welche keine "normale" Kommunikation gestatte. Wie ergeht es Menschen, die sich nicht oder nur noch eingeschränkt sprachlich verständlich machen können? Sie fühlen sich unwohl, unverstanden, reagieren unzufrieden. An dieser Stelle sind Pflegefach- und Pflegehilfskräfte gefordert. Sie können lernen, Anzeichen zu deuten und daraus den Schluss zu ziehen: Was geht in diesem Menschen vor. Gedächtnisstörungen von dementen Personen treffen in erster Linie das Kurzzeitgedächtnis. Sie fragen immer wieder das Gleiche, stellen oft die Frage "Warum?" Als eine Form, damit schonend umzugehen, bezeichnete die Dozentin Gundudis das Streben, der zu pflegenden Person so wenig wie möglich abrupt und unverständlich zu erscheinen. Wenn sie beispielsweise verlassen werden muss, sollte das mehrmals zuvor geduldig angekündigt werden.

Als ein besonders schwieriges Stadium, das hohe Anforderungen an die Personen im Umfeld stellt, bezeichnete die Referentin die Demenz im Anfangsstadium. Denn in dieser Zeit erlebt der Mensch noch sehr bewusst, dass mit ihm etwas nicht stimmt und er nicht mehr derjenige ist, der er früher einmal war. Viele würden sich unter diesem Eindruck in sich zurückziehen und verschließen.

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