Volkssolidarität


Landesverband Brandenburg e.V.

"Ein klein wenig verrückt"

Erzieher-Tagung der Volkssolidarität "Bindungsstörungen"

Erziehungsberatung der Volkssolidarität
Erziehungsberatung der Volkssolidarität
Was der Diplompsychologe Uwe Reißig eingangs sagte, sollte wohl eine Art Beruhigung sein: Die jetzt erörterten Probleme mit der Erziehung von Kinder und Jugendlichen beschränken sich keineswegs auf Deutschland oder gar Brandenburg, sagte der Chemnitzer Therapeut zu Beginn der Tagung "Bindungsstörungen und Traumaschocks", die von der Volkssolidarität in Potsdam vorbereitet worden war. In Griechenland, Spanien und sogar im konservativen England stünden Erzieherinnen und Erzieher vor ähnlichen Problemen: Kinder, die nicht mehr zu halten sind, die sich entziehen, verweigern, zu denen kein Zugang mehr gefunden wird. Vor rund 70 Pädagogen aus Kita, Horten, Heimen der Volkssolidarität erklärte er: „Die Welt ist ein klein wenig verrückt geworden“.

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Was ist uns die Gesundheit wert?

Podiumsdiskussion mit Beteiligung der Volkssolidarität

Im Humboldt Gymnasium
Im Humboldt Gymnasium
Die brandenburgische Volkssolidarität tritt für die Einführung eines Stundensatzes in der ambulanten Pflege ein. Eine andere Lösung ist langfristig keine Erfolg versprechende, unterstrich Vorstandsmitglied Andreas Heil als Vertreter seines Verbandes bei einer Podiumsdiskussion in der Aula des Potsdamer Humboldt Gymnasiums. Vertreter von Politik, der Krankenhäuser, der Gewerkschaften und der Sozialverbände tauschten sich dort am 12. Mai auf Einladung der Landes-Arbeitsgemeinschaft SozialGesund Brandenburg aus zum Thema „Was ist uns unsere Gesundheit wert? Solidarprinzip oder Selbstzahler?“ Teilnehmer waren     u. a. Meike Jäger vom Bundesverband ver.di und Birgit Wöllert, LINKEN-Bundestagsabgeordnete und Mitglied im dortigen Gesundheitsausschuss.


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Zauberwort Ehrenamt

Fachdebatte: Umfeld wird schwieriger, Ansprüche werden höher

Fachtagung Ehrenamtskoordination
Fachtagung Ehrenamtskoordination
Das Ehrenamt war und ist für die Volkssolidarität auch in Brandenburg Lebenselixier und Daseinsweise zugleich. Es in schwierigen Umständen weiterzuentwickeln und anzupassen ist eine Herausforderung, vor der der Sozialverband heute steht, machte Verbandsratsvorsitzender Bernd Niederland deutlich, als er Mitte Mai den Fach- und Praxistag „Ehrenamtskoordination – neue Wege gehen“ eröffnete. Vertreter der meisten Kreisverbände und Verbandsbereiche berieten im Potsdamer Bürgerhaus darüber, welcher Bedarf und welche Anforderungsprofile an das heutige Ehrenamt gestellt sind und wie dem in einer älter werdenden Gesellschaft entsprochen werden kann.

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Elternarbeit jetzt als Partnerschaft

Volkssolidarität: Beratung der Kita-Leiterinnen in Falkenhagen

Für das Wohl der Kleinsten
Für das Wohl der Kleinsten
Die Arbeit und Erziehung in den heutigen Kindertagesstätten wird anspruchsvoller. Nicht zuletzt deshalb hatte die brandenburgische Volkssolidarität für den 26. und 27. April nach Falkenhagen zu einer Fachtagung für Kita-Leiterinnen unter dem Motto "Kinder und pädagogisches Fachpersonal" eingeladen. Wie die Referentin für Kinder, Jugend und Familie beim Landesverband, Sonja Glätzer, im Anschluss einschätzte, konnten viele und wichtige Themen diskutiert werden, was der weiteren Entwicklung und Verbesserung der Arbeit in den Kitas der Volkssolidarität diene. Zwölf Leiterinnen von Kitas in VS-Trägerschaft hatten von diesem Beratungsangebot Gebrauch gemacht, u.a. aus Einrichtungen in Angermünde, Spremberg, Cottbus, Senftenberg, Luckenwalde und Herzberg.  

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Rentenpolitisches Nullsummenspiel?

Volkssolidarität begrüßt Rentenerhöhung/Fragen bleiben

Rentendebatte in Potsdam
Rentendebatte in Potsdam
Zwar hat die Bundesregierung die Angleichung der Ost-Rentenberechnung auf das Westniveau für 2025 beschlossen, doch sollen die Ostdeutschen nicht glauben, dass nun eitel Sonnenschein herrscht: Gleichzeitig und in selben Maße wird die vorteilhafte Höherwertigkeit ihrer Rentenpunkte abgeschmolzen. Was älteren Menschen zugestanden wird, das wird künftigen Rentnergenerationen gestrichen. So begrüßenswert die beschlossene Rentenerhöhung in Ostdeutschland um 3,5 Prozent auch ist - die zeitliche Verschiebung der Vollendung der Angleichung wirft weitere Fragen auf. Ein Mann, der 1990 in Rente gegangen ist, müsste 100 Jahre alt werden, um seine vollständige Gleichbehandlung mit Menschen aus dem Westen noch erleben zu können.

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"Anliegen ist berechtigt"

Ehrenamtskarte: Volkssolidarität dringt mit ihrem Vorschlag durch

Entlastung bei Fahrtkosten?
Entlastung bei Fahrtkosten?
Der Fraktionschef der mitregierenden Linken in Brandenburg, Ralf Christoffers, hat einen Vorschlag der brandenburgischen Volkssolidarität aufgegriffen. Die Ehrenamtskarte für besonders uneigennützige Helfer sollte mit Erleichterungen und Preisnachlässen bei der Bahnbenutzung verbunden werden, sagte er Mitte April im Potsdamer Landtagsgebäude. „Das Anliegen ist berechtigt und jetzt in der Prüfung“, fügte Christoffers hinzu. In welcher Form der „Mobilitätszuschuss“ gewährt werde, sei noch unklar, aber es müsse einen geben, wenn die Vorteile der Ehrenamtskarte wirklich auch von Menschen genutzt werden sollen, die in berlinfernen Regionen leben. Gleichzeitig trat er auch dafür ein, die mit der Ehrenamtskarte verbundenen Vergünstigungen und Preisnachlässe auszuweiten, damit nicht nur Brandenburger in Berlinnähe davon ernsthaft profitieren.

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Kurzfristige Verbesserungen angemahnt

Gemeinsame Petition von Volkssolidarität und anderen Pflegeeinrichtungen

Pflegemesse in Cottbus
Pflegemesse in Cottbus
Um die Wirksamkeit der ambulanten Pflege unter dem Druck des zunehmenden Fachkräftemangels möglichst rasch zu verbessern,  haben neben der Volkssolidarität auch andere brandenburgische Sozialverbände eine Petition verfasst, in der sie Maßnahmen vorschlagen, die schnell umsetzbar wären. Ziel ihrer Petition gegenüber den Leistungsträgern  ist auch die langfristige Sicherstellung der Versorgung von Pflegebedürftigen. Die Forderungen betreffen ausdrücklich Problemlagen und Themen, „die seit langem in der Diskussion sind“ und das über die Grenzen des Landes Brandenburg hinaus. „Wir sind der Meinung, dass die Umsetzung der Forderungen unabdingbar ist und in kürzester Zeit erfolgen muss. Das setzt den ernsthaften Willen aller Beteiligten voraus", heißt es darin.

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Pflegenotstand: Brief aus dem Bundestag

Reaktion auf den Appell einer Pflegedienstleiterin der Volkssolidarität

Juni 2016: Neues VS-Pflegeheim in Forst
Juni 2016: Neues VS-Pflegeheim in Forst
Nachdem sich die Leiterin des Teltower Pflegedienstes der Volkssolidarität Xenia Völker in bewegenden Worten an die Öffentlichkeit gewandt und die permanent unbefriedigende Lage ihres Dienstes geschildert hat, erhielt sie einen Brief der Bundestagsabgeordneten Kirsten Tackmann (LINKE). Darin heißt es:„Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Völker, Ihre plastischen Schilderungen der Probleme in der ambulanten Pflege in Teltow haben uns über den Verteiler der Presseabteilung der Brandenburger Volkssolidarität erreicht. Haben Sie herzlichen Dank! – Allerdings nicht nur für Ihre Schilderungen, sondern vor allem für Ihr und Ihrer Kollegen*innen tägliches Engagement, Ihre in der Pflege erbrachten Leistungen trotz Zeitknappheit und trotz der viel zu knappen personellen Ressourcen, der zu niedrigen Bezahlung – womit die Liste der Probleme gewiss noch nicht vollständig ist."

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"Es ist Fünf nach Zwölf"

Brandenburgischer Landtag debattiert Pflegenotstand

Der Potsdamer Landtag
Der Potsdamer Landtag
Während einer Aktuellen Stunde Anfang April waren sich alle Landtagsfraktionen darin einig, dass die Zustände in der Pflege dringend einer Verbesserung bedürfen. Die angebotenen Lösungsansätze versprechen zumindest keine kurzfristigen Antworten, stellte die Volkssolidarität im Anschluss klar. In der Kranken- und Altenpflege existieren  Lohnunterschiede von rund 30 Prozent in ostdeutschen Ländern und rund 18 Prozent in westdeutsch Ländern, heißt es im Antrag der LINKEN-Fraktion auf die Aktuelle Stunde zum Thema „Gute Arbeit auch in der Pflege“. Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass pflegebedürftige Menschen im Land Brandenburg zum Teil schon keine Pflegedienste mehr finden, weil harte Arbeitsbedingungen und niedrige Bezahlung den Fachkräftebedarf zu einem Fachkräftenotstand gemacht haben.

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Keine Sicherstellung der Betreuung mehr

Stellungnahme der Volkssolidarität zur Pflegesituation in Brandenburg

Dr. Bernd Niederland
Dr. Bernd Niederland
Das Thema Pflegenotstand ist in der Öffentlichkeit angekommen. Es äußern sich im folgenden der Verbandsratsvorsitzende der Volkssolidarität in Brandenburg, Dr. Bernd Niederland, und die Leiterin des ambulanten Volkssolidaritäts-Pflegedienstes in Teltow, Xenia Völker.

Verbandsratsvorsitzender Niederland wies erneut auf die zunehmend bedrohlicher werdenden Defizite in der Versorgung pflegebedürftiger Menschen hin, deren Zahl beständig wächst. "In einigen Regionen kann die  pflegerische Betreuung und Begleitung durch die Wohlfahrtsverbände und oder Privatanbieter nicht mehr sichergestellt werden, sodass pflegesuchende Menschen von den Diensten und Einrichtungen abgewiesen werden -  auch in Potsdam, aber nicht nur dort." Die 40 ambulanten Pflegedienste (Sozialstationen) der Volkssolidarität seien täglich mit dieser Situation konfrontiert und unter hohem persönlichen Einsatz der Pflegekräfte darum bemüht, den Versorgungsnotstand nicht anwachsen zu lassen, unterstrich er. Hauptgrund für die unbefriedigende Situation sei der permanente Mangel an Pflegekräften. Der hat laut Niederland mehrere Ursachen. Zum einen die sehr hohe Belastung aufgrund der immer noch finanziell beschränkenden Pflegegesetzgebung, d.h. die ungenügende finanzielle Ausstattung der Pflege in ihrer Gesamtheit. Darüber hinaus seien es die ungünstigen Arbeitszeiten in Schichtarbeit oder über den Tag verteilte Einsatzzeiten der Pflegekräfte. Hauptgrund für den Mangel an Pflegepersonal aber ist deren schlechte Bezahlung, erklärte Niederland. Dies habe ihre Ursache in der ungenügenden finanziellen Ausstattung der Pflege in ihrer Gesamtheit.

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