Volkssolidarität


KV Saalfeld-Rudolstadt

Das Signet der Volkssolidarität und sein Schöpfer

Nach der Gründung der Volkssolidarität im Oktober 1945 in Dresden wurde 1949 ein DDR-offener Wettbewerb für den Entwurf eines eigenen Emblems (bzw. Signets) ausgeschrieben

Sieger dieses Wettbewerbes wurde der Architekt, Maler und Grafiker Willy Blume (1902-1991) aus Gardelegen. (Foto: privat)

Die ursprüngliche Wortfassung  „Einheit-Frieden“ wurde vermutlich in den 60er oder 70er Jahren infolge gesellschaftspolitischer Ereignisse durch das Wort „Volks“ ersetzt.

Willy Blume kam 1955 aus Gardelegen nach Rudolstadt, unterrichtete an der dortigen Betriebsberufsschule (BBS) Bau Maurer- und Zimmererlehrlinge und ab 1958 bis zum Rentenalter im Jahre 1967 an der BBS Bau Saalfeld als Fachlehrer die Malerklassen. Bei den Lehrlingen und im Lehrerkollektiv genoss er durch seine fachliche Kompetenz und Hilfsbereitschaft großes Ansehen.

Die ursprüngliche Wortfassung  „Einheit-Frieden“ wurde vermutlich in den 60er oder 70er Jahren infolge gesellschaftspolitischer Ereignisse durch das Wort „Volks“ ersetzt.

Willy Blume kam 1955 aus Gardelegen nach Rudolstadt, unterrichtete an der dortigen Betriebsberufsschule (BBS) Bau Maurer- und Zimmererlehrlinge und ab 1958 bis zum Rentenalter im Jahre 1967 an der BBS Bau Saalfeld als Fachlehrer die Malerklassen. Bei den Lehrlingen und im Lehrerkollektiv genoss er durch seine fachliche Kompetenz und Hilfsbereitschaft großes Ansehen.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit war er auch als langjähriger Stadtverordneter in der Kommission Stadtbildgestaltung in Rudolstadt tätig. Noch heute sind Zeugnisse seines kreativen und künstlerischen Schaffens an einigen Gebäuden erhalten. Auffallend sind diese Schrift- und Bildgestaltungen im öffentlichen Raum durch die Anwendung der Sgraffitotechnik auf Hausfassaden. Dabei werden die Motive in mehrere verschiedenfarbige  Putzschichten eingekratzt.

Leider ist das überregional bekannteste Sgraffito „Rudolstadt-Stadt der Tanzfeste“ an einer dominierenden Giebelwand (Pickrodtsches Haus, Marktstr.47) gegenüber dem Güntherbrunnen 2009 bei Sanierungsarbeiten im Rahmen der Umsetzung eines neuen Stadtmarketingkonzeptes „Rudolstadt – Schillers heimliche Geliebte“ entfernt worden.

Die Eheleute Johanna und Willy Blume waren langjährige und aktive Mitglieder der Volkssolidarität. Gern berichteten sie im höheren Alter auch von der Unterstützung, Geborgenheit und den schönen Erlebnissen in dieser Gemeinschaft.

Der Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt wird anlässlich des 70.Jahrestages der Gründung der Volkssolidarität nachträglich in seinen Räumen eine kleine Ausstellung über das Schaffen von Willy Blume in Rudolstadt vorbereiten. Dort werden Informationen zum Lebenslauf, Zeitungsartikel, Fotos und Kopien einzelner Objekte im Stadtgebiet und Beispiele seines künstlerischen Wirkens zu sehen sein.

aus: Thüringer Blätter, Sonderausgabe Heft 4/2015

Über Willy Blume berichtete auch die Ausgabe Gardelegen der Tageszeitung Volksstimme am 11. Februar 2016.