Volkssolidarität


KV Greiz e.V.

70 Jahre Volkssolidarität

Die Volkssolidarität feiert in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag.

Die Volkssolidarität wurde im Oktober 1945 in Dresden gegründet. Das Anliegen war, soziale Not und Elend nach dem Ende des Krieges zu lindern.

Das Wort Solidarität wurde in dieser schweren Zeit wieder ein Begriff ...

Im Kampf gegen Not und Verzweiflung wurden nicht gefragt nach Herkunft, Gesinnung und Konfession. Wer helfen konnte und helfen wollte, war willkommen und wurde gebraucht.

Ehrenamtliche Helfer sammelten bis zur Gründung der DDR über 280 Millionen Reichsmark. Dadurch war es der Volkssolidarität möglich, erste finanzielle Hilfen zu gewähren, insbesondere auch für Umsiedler, Ausgebombte, Heimkehrer und Vertriebene.


Es entstanden z.B.

  • Volksküchen, Wärmestuben

  • Kindergrippen, Kindergärten und Kinderspielplätze

  • Alten und Pflegeheime

  • Erholungsheime für unterernährte Kinder und für Kranke u.v.m.


Nach der Gründung der DDR wurde das Vereinsvermögen in staatliches Eigentum überführt und der Volkssolidarität wurde die Betreuung der Senioren übergeben.

Zahlreiche Begegnungsstätten wurden Anlaufpunkt für die Mitglieder und Interessierte für kulturelle Veranstaltungen und geselliges Beisammensein.

Hauswirtschaftliche Dienstleistungen und Nachbarschaftshilfe im Ehrenamt waren weitere Merkmale der Arbeit der Volkssolidarität.


Nach der Wiedervereinigung musste die Volkssolidarität neue Wege begehen, um den Fortbestand der Organisation mit rund 600.000 Mitgliedern zu gewährleisten.

Erste Sozialstationen entstanden und es gründeten sich die ersten Stadt- und Kreisverbände als eingetragene Vereine. Somit waren sie juristisch selbständig und mussten im Wettbewerb mit den etablierten Wohlfahrtsverbänden am Markt bestehen.

Die Volkssolidarität besann sich auf ihre Wurzeln und übernahm Kindertagesstätten in ihre Trägerschaft. Es entstanden neue Pflegeheime und betreute Wohnformen.

Heute ist die Volkssolidarität ein anerkannter Wohlfahrtsverband mit rund 211.000 Mitgliedern die in 93 Kreis, -Stadt und Regionalverbänden organisiert sind.

Insgesamt beschäftigt die Volkssolidarität rund 17.820 festangestellte Mitarbeiter und betreibt 153 Ambulante Pflegedienste, 63 Pflegeheime 228 betreute Wohnanlagen und 365 Kindertagesstätten.


Der Kreisverband Greiz gründete sich 1990 und ist dem Landesverband der Volkssolidarität Thüringen zugeordnet.

Rund 600 Mitglieder sind in 20 Ortsgruppen in Greiz und den Umlandgemeinden aktiv tätig. In zwei Begegnungsstätten (Nachbarschaftshaus Juri-Gagarin-Straße 11 und Carolinenstraße 48/50) treffen sich unsere Mitglieder und Interessengruppen zu vielfältigen Aktivitäten.

Die Integration ältere Menschen in einem sozialen Umfeld mit einem umfassenden versorgungs- und Freizeitprogramm, ob für Mitglieder oder Nichtmitglieder, ist unser Hauptziel. Ist es doch für die Lebensqualität von Senioren wichtig, dass noch vorhandene Bedürfnisse und Interessen nicht einschlafen und ausgelebt werden können. Der Besuch einer unserer Einrichtungen ist somit eine Unterbrechung ihres gewohnten, oftmals eintönigen Tagesablaufes und bietet Möglichkeiten, soziale Kontakte zu pflegen oder anzuknüpfen. Gerade im Hinblick auf die Erhaltung von Mobilität und geistigen Fähigkeiten sowie der Erhaltung des Selbstwertgefühles und der Selbstsicherheit ist eine aktive und sinnvolle Freizeitgestaltung wichtig. Die organisierten Veranstaltungen sind vor allem darauf gerichtet, Isolationsgefahren entgegenzuwirken und soziale Kontakte zu erhalten bzw. neu zu begründen. Dazu dienen Tanznachmittage für Senioren, Treffen zu Karten- und Brettspielen, Dia- und Videovorträge, Begegnungen bei Kaffee und Kuchen, Seniorensport u.v.m.

Höhepunkte sind unser Sommerfest, die Beteiligung am Neustadtfest und die Weihnachtsfeier für Alleinstehende.


Ihr Wohl ist der Erfolg unserer Arbeit!