Volkssolidarität


KV Gotha

Der Prominente im Gespräch

Kürschnermeister Volker Gießmann zu Besuch im Klub „Galletti“

Zum 15. Mal lud der Klub „Galletti“ zum Treff „Prominente im Gespräch“ am 21. April ein.

Gesprächspartner war diesmal der Obermeister der Thüringer Innung des Kürschnerhandwerks Volker Gießmann. Der Beiratsvorsitzenden und Moderatorin Dr. Heide Wildauer ging es um die Verdienste, die sich Volker Gießmann als angesehener Handwerksmeister für die gesamte Innung, aber auch für seine Stadt Gotha erworben hat. Wie immer in diesen Gesprächen ging es aber auch um Kindheit, Schule und Berufsergreifung.
Interessant waren seine Darlegungen zum Elternhaus, wo die Grundlagen für die Persönlichkeitsentwicklung gelegt wurden. Es spricht auch für Volker Gießmann, dass er seinen Lehrern viel verdankt und Lehrer Scholz zuschreibt, dass er den Schülern alle Kriegsgedanken aus dem Kopf getrieben hat.

Obwohl er über einen Umweg zum Handwerk gelangte – er hatte Abitur und wollte ursprünglich Physik studieren – wurde er ein in der Branche und im gesamten Handwerksspektrum sehr angesehener Fachmann mit inzwischen 42 Jahren Geschäftsführungserfahrung. Interessant auch die Entwicklung der eigenen Branche, waren es 1946 noch 12 Kürschnerbetriebe in Gotha, die alle voll zu tun hatten. Gießmann erzählt, die Leute hatten Nachholebedarf nach den grauen Jahren des Krieges nach etwas Schönem.

Gießmann und die Gäste machten deutlich, dass das Handwerk auch in der Gegenwart sehr wichtig ist. Dabei wird nicht jedes Gewerk in gleicher Größe bestehen bleiben können.
Aufgabe bleibt: die Sicherung des Nachwuchses.
Da eine Ausbildung über die Innungen immer schwieriger und teilweise gar nicht mehr möglich wird, müssen andere Wege gesucht und gefunden werden. Dazu haben Kammern, Innungen, aber auch die Politik auf Landes- und Kommunalebene ein breites Aufgabenfeld zu bearbeiten.

Inzwischen besitzt Volker Gießmann das einzige Pelzmodengeschäft mit Kürschnerei in Gotha. 4 weitere sind es noch in ganz Thüringen. Und auch in den nächsten Jahren werden er und seine Familie mit Herz und Seele dabei sein.

Unter seinem Lebensmotto: „Neugierig bleiben“, verabschiedete sich der erfolgreiche Unternehmer von den Gästen des „Prominentengespräches“.