Volkssolidarität


Elbtalkreis-Meißen e.V.

Älteste VS-Kita feiert die 70

Höhepunkt der Festwoche im Radebeuler „Knirpsenland“ war das Geburtsfest

Zu ihrer großen Geburtstagsfeier am 31.8. hatte sich die Radebeuler VS-Kita „Knirpsenland“ rundum schick gemacht. Überall strahlte die große 70. Mit diesem stolzen Jubiläum zählt die Einrichtung zu den ältesten Kitas in Radebeul und stellt den Altersrekord unter den Kinderbetreuungsstätten der VS Elbtalkreis-Meißen. Viele Ehrengäste kamen vorbei, darunter Radebeuls Oberbürgermeister, Vertreter der Geschäftsstelle, ehemalige Mitarbeiter und zahlreiche Unterstützer.

 

Für sie führten die Kinder ein Programm auf mit Liedern und Trommelstücken. Selbst die Kleinsten aus der Krippe verfolgten das Geschehen aufmerksam mit. An Überraschungen für die Kinder wartete neben einem Karussell auch eine besondere "Knirpsenland"-Geburstagstorte sowie für jeden ein Eis. Die Geburtstagsfeier bildete den Höhepunkt einer ganzen Festwoche, die das Team vom 28.8. bis 1.9. für die Kinder auf die Beine stellte. Diese umfasste unter anderem einen Besuch von Clown Tomello, einen Pillnitz-Ausflug auf den Spuren von August dem Starken sowie ein gemeinsames Grillen.


Ein Blick in die Geschichte: Der Kindergarten öffnete im Jahre 1947 in der unteren Etage der Villa „Solideo Gloria“ auf der Gartenstraße. Eine solche Einrichtung wurde in Radebeul so kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs dringend benötigt, war aber noch lange keine Selbstverständlichkeit. Zunächst gab es zwei Gruppen für Hort- und Kindergartenkinder. Mit zunehmendem Bedarf wuchs die Kita bis 1955 auf vier und bis 1992 schließlich auf neun Gruppen. Seit 1955 wurde bereits das gesamte Haus genutzt.


1992 ging die bis dahin städtische Kita in freie Trägerschaft über. Unter dem Dach der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen wurde das „Knirpsenland“ geboren und stetig weiter entwickelt. Über die Jahre wurde im und am Objekt viel gemacht, etwa das Gebäude trocken gelegt, der Keller ausgebaut, Fenster, Dach und Fassade erneuert. Das Haus bekam unter anderem eine eigene Kindersauna. Weitere sind bauliche Maßnahmen sind Jahr für Jahr erforderlich, um den guten Zustand der alten Villa zu erhalten.


Auch die Bedingungen für die Bildungsarbeit und zusätzlichen Angebote sind hervorragend. Kinder können unter anderem Englisch und Trommeln (Foto) lernen. Die Kita hat den Titel „Sichere und bewegte Kita“ erworben. Zudem lebt das Team mit Herzblut den Anspruch, auch Integrationseinrichtung zu sein. Aktuell betreut es drei Kinder mit Förderbedarf, zeitweise waren es bis zu acht. Und noch etwas zeugt von der Modernität des „Knirpsenland“: die vergleichsweise hohe Quote an männlichen Erziehern. Mittlerweile sind es drei. Leiterin Katrin Siebert sagt: „70 Jahre alt – trotzdem jung und voller Elan, so blicken wir in die Zukunft.“