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Junge Männer, die in Sondershausen ihren Zivildienst leisten, haben ab sofort eine neue Perspektive.
Denn Ende September startete ein passendes "Soli - Zivi - Projekt" in der betreuten Wohneinrichtung der Volkssolidarität, die besonders ältere Menschen begeistert. Etwa 20 Zivildienstleistende erhalten während eines einwöchigen Einführungslehrganges an der Thüringer Zivildienstschule das notwendige Rüstzeug, um Beschäftigungen zu erlernen, die letztendlich Demenzkranken sowie ihren Angehörigen das Leben mächtig erleichtert.
Dazu gehören beispielsweise Spazierengehen, Kartenspielen, Basteln und Gedächtnisübungen.
Das klingt erst einmal einfach, ist es aber nicht in jedem Fall, denn Ziel des Projektes ist es, den jungen Männern die wachsende Bedeutung sozialer Berufe zu erklären. Schließlich sind gerade solche Berufe vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in Europa gefragt wie nie zuvor.
"Mit dieser Initiative betonen wir einerseits die jungend- und sozialpolitische Bedeutung des Zivildienstes", meint dazu Ulrich Fuchs. "
Denn letztendlich wird eine Vielzahl von Zivildienstleistenden in der Pflege und Betreuung von älteren, kranken und behinderten Menschen eingesetzt", setzt der Leiter der Zivildienstschule fort.
"Der Anteil der über 60-Jährigen an der gesamten Stadtbevölkerung liegt bereits über 40 Prozent", weis Petra Schmid, die sich als Geschäftsführerin der Volkssolidarität außerordentlich über die gelungene Initiative freut.
Gerade die Volkssolidarität engagiere sich in den neuen Bundesländern für chronisch Kranke, Pflegebedürftige, sozial Benachteiligte sowie Kinder und Jugendliche.Mario Guglielmi bringt es auf den Punkt und will die jungen Männer für die Probleme durch die gesellschaftlichen Veränderungen sensibilisieren.
Der Dozent an der Zivildienstschule und Hauptinitiator des Projekts möchte zudem die Auseinandersetzung mit Themen der aktuellen Pflegereform ermöglichen.
"Wir wollen Arbeitsperspektiven aufzeigen, die zukunftsorientiert und sinnvoll sind und die Zivildienstleistenden zur Teilhabe am beruflichen und am sozialen Leben ermutigen", so Guglielmi weiter.
Zusammen mit der Volkssolidarität arbeitet er an der Umsetzung dieser Vorhaben.
Und eine der wichtigsten und schönsten Ergebnisse wissen die beiden Schwestern Doris Hering und Sigrid Görg
"Die Menschen in unserem betreuten Wohnen freuen sich über die Anwesenheit der Zivis, da dies auch immer eine ausgezeichnete Abwechslung zum Alltag darstellt."
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