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Bundesverband 2011
Studie "Älter werden und Altsein"
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Mediale Altersbilder verzerren Blick aufs Alter "Das Altern ist keine Bedrohung für die Gesellschaft, wie immer wieder behauptet wird, sondern ein gestaltbarer Prozess", erklärte der Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am 14. November in Berlin. Auf einer Pressekonferenz stellte er die im Auftrag der Volkssolidarität vom Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrum Berlin-Brandenburg e.V. (SFZ) erarbeitete Studie "Älter werden und Altsein - Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger" vor. Der Prozess des Alterns müsse im Interesse der Bürger aller Generationen gestaltet werden und dürfe nicht einseitig marktwirtschaftlichen und finanziellen Erfordernissen untergeordnet werden.
"Unser Verband hat sich bereits 1990 in seinem ersten "Altenreport" nicht nur gegen einseitige Altersbilder gewandt", betonte Winkler. "Wir haben uns bereits seinerzeit dagegen gewandt, die Altenarbeit auf Betreuung und Pflege zu reduzieren." Doch immer noch werde das Bild der Bürger vom Altern mehr von ihrer Angst vor eigener Pflegebedürftigkeit bestimmt als von den offiziellen Erklärungen zum Alter als aktive Lebensphase. Einfluss habe darauf vor allem, "was und wie Medien über Altern und Alter berichten: Es wird weniger über das aktive Altern informiert als über Alterung und Pflege." Das Ergebnis sei: "Drohende Pflegebedürftigkeit rückt an die Spitze gesellschaftlicher und individueller Ängste vor dem Älterwerden. 63 Prozent aller ab 18-Jährigen in den neuen Bundesländern und Berlin-Ost ebenso wie 67 Prozent in NRW befürchten vor allem, im Alter pflegebedürftig zu werden."
Die Vorstellungen der Bürger zum eigenen Altern seien kaum ausgeprägt, stellte der Verbandspräsident anhand der Studie fest. Das gelte besonders für die 50- bis 65-Jährigen. "Das eigentliche Problem besteht darin, dass rund 40 Prozent der Befragten eher wenig bzw. keine Vorstellungen zu ihrem Lebensabend haben." Das gelte insbesondere für die unteren Einkommensgruppen und die geringer Qualifizierten. "Damit wird ein Problem der Zukunft noch deutlicher", betonte Winkler. Die Volkssolidarität wolle ihre Angebote für einen aktiven Übergang ins Alter ausbauen, kündigte Verbandsgeschäftsführer Horst Riethausen (Foto links) auf der Pressekonferenz an. Er machte ebenso wie der Verbandspräsident darauf aufmerksam, dass die Volkssolidarität weiterhin ein "konstruktiver und verlässlicher Partner für Gesellschaft und Politik" sei, wenn es darum gehe, Antworten auf soziale Fragen wie das Altern, aber auch andere, zu finden. Text: Tilo Gräser/Fotos: Franziska Walt
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| Automatische PDF-Generierung, Quelle: www.volkssolidaritaet.de | |