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Wanzleben. Kürzlich wurde in der Wanzleber Begegnungsstätte der Volkssolidarität ein alter Bekannter von der Vorsitzenden der Wanzleber Mitgliedergruppen, Ilse Weile und Helga Wiegel begrüsst begrüßt: Horst Riethausen, Geschäftsführer der Volkssolidarität Bundesverband e.V.
Sie hatten ihn zu einem Vortrag eingeladen.
Horst Riethausen sprach zur Sozialbilanz des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität und zukünftigen Entwicklungen.
Dabei zog er viele Parallelen zu seiner eigene Entwicklung in der Region. Er ist wohnhaft in Domersleben und war von 1993 bis 2000 Geschäftsführer des damaligen Kreisverbandes Bördekreis, vervor er in die Bundesgeschäftsstelle des Verbandes wechselte. Seit Oktober 2010 ist er Bundesgeschäftsführer.
Er sprach über die Struktur der Volkssolidarität, sie gliedert sich in 6 Landesverbände, ausschließlich in den neuen Bundesländern, mit 4100 Orts- und Interessengruppen auf, mit über 265.000 Mitgliedern. Mehr als 30.000 Ehrenamtliche Helfer erbringen für unsere Gesellschaft eine soziale Wertschöpfung von ca. 40 Millionen Euro im Jahr. Auch die Volkssolidaritä leidet wie andere Vereine oder Parteien an einem Mitgliederrückgang, teilweise im hohen Altersdurchschnitt der Mitglieder begründet obwohl in den Vergangenheit 10.000 bis 12.000 Mitglieder jährlich geworben werden.
Als richtigen Schritt im Landesverband Sachsen-Anhalt begrüsste er die Anhebung des Mitgliedsbeitrages auf 3 Euro ab dem 01.01.2012: So kann die Zukunft unserer sozialen Arbeit finanziell abgesichert werden.
Die Volkssolidarität gliedert sich in drei tragende Säulen auf: den Mitgliederverband, einem der stärksten in den neuen Bundesländern, die sozialen Dienste und Einrichtungen sowie der sozialpolitischen Interessenvertretung.
Als Dienstleister ist die Volkssolidarität auf dem Markt etabliert, sei es mit den Ambulanten Pflegediensten, Hauswirtschaft, Hausnotruf, Mahlzeitendiensten aber auch Kindertagesstätten. Mit 39.977 Plätzen in Kitas und Krippen ist die Volkssolidarität Marktführer in den neuen Bundesländern.
Auch in die Sozialpolitik bringt sich die Volkssolidarität aktiv ein. So werden zu wichtigen Themen wie Renten- oder Gesundheitspolitik Vorschläge eingebracht und Vertreter des Bundesverbandes arbeiten auch in verschiedenen Komissionen mit.
Die Rentenangleichung ist auch ein wichtiges Ziel des Verbandes.
Nach seinem Vortrag stand Riethausen gern den über 40 Besuchern der Runde für Fragen zur Verfügung.
Sozusagen als Fazit des Nachmittages sagte der Bundesgeschäftsführer: Wir brauchen uns für unsere Geschichte in der DDR nicht zu verstecken, die Volkssolidarität war damals wie heute für die Menschen da.
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