| Die Autorin Lydia Kuhnt liest aus ihrem Buch „Kunterbuntes Leben“ | 17.01.2012 | |||||||||||
| Das gab es noch nie: Die Volkssolidarität Thüringen beginnt im Februar mit einer neuen Veranstaltungsreihe „Lese-Zeit“ in der Volkssolidarität. Der Veranstaltungsmarathon führt dabei durch fünf Städte Thüringens. Mit dabei immer Hauptperson Lydia Kuhnt, die 85jährig noch einmal den mutigen Schritt wagte, ein Buch herauszugeben. Der Landesverband unterstützt die Lyrikerin mit zahlreichen Vorleseangeboten. | ||||||||||||
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Erst seit ihrem 73. Lebensjahr geht die alte Dame mit ihren Gedichten, Geschichten und Gedankensplittern an die Öffentlichkeit. Die Neuerscheinung "Kunterbuntes Leben" enthält die bisherigen drei Publikationen der Autorin: "Fresst die Großmutter auf. Für Leute mit Grips, die nachdenken und mitfühlen", "Gedichte und Erzählungen", sowie "Kunterbuntes Leben".
Landesverbandschef Lothar Bausch freut sich über diese die Februar- Lesereise. Denn der starke Thüringer Mitgliederverband überrascht tagtäglich mit vielen Talenten und Menschen, die über sich hinauswachsen. Die Erfurterin Lydia Kuhnt lernte Lothar Bausch bei der eigenen Buchpräsentation der Volkssolidarität Thüringen "Voll Super" kennen, wobei die Lyrikerin einige Beiträge beisteuerte. "Die Gedichte von Lydia Kuhnt sind mir wegen der kurzen eindringlichen Worte aufgefallen," meint dazu der Landesgeschäftsführer. "Ihre Gedichte haben wesentlich zum großen Erfolg des Volkssolidaritätsbuches beigetragen." Die Lese-Orte sind meist Treffpunkte von Mitgliedern der Volkssolidarität. Interessierte sind herzlich zu den kostenlosen Lesungen eingeladen. Eine Signierstunde ist gleichfalls vorgesehen. Die Lesezeiten
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Der kleinen Dame sind auf den ersten Blick ihre interessanten und bewegenden Gedanken nicht anzumerken. Die wachen Augen und die kräftige Stimme überraschen. Ein wenig rollt das R beim Sprechen und lässt ihre Herkunft erahnen. Kuhnt wuchs im Riesengebirge auf, das seit dem Kriegsende 1945 zu Tschechien gehört. Die in Erfurt "angekommene" dreifache Mutter absolvierte in der damaligen DDR eine Ausbildung zur Wirtschaftskauffrau und zur Mittelstufenlehrerin sowie ein Philosophiestudium.
In ihrer Lyrik nimmt Lydia Kuhnt nicht nur Probleme und Fehlentwicklungen in der Gesellschaft oder Themen der Zeit auf´s Korn. Mit gleicher Hingabe widmet sich die Erfurterin den Dingen des alltäglichen Lebens und verschafft ihnen mit feinfühligen Formulierungen mehr Gewicht. Selbst Themen wie die Liebe lässt die Künstlerin nicht außen vor und verpackt ihre eigenen Gedanken originell und einfühlsam in Verse. Die Prosaskizzen fesseln hingegen durch ihre Erzählweise, die sich vor allem durch Witz und unerwartete Wendungen auszeichnen.