Sonne, Mond und Sterne mal nicht am Himmel…… 17.11.2010
Allerorten sieht man um diese Zeit Lichter leuchten, klein und groß, rund und eckig und oft und wenn man genauer hinsieht, werden sie von kleinen Mädchen und Jungen, aber manchmal auch von Mama oder Papa, Oma oder Opa getragen.

Es ist die Zeit der Laternenumzüge!

Eine alte Tradition, früher und auch heute wieder als Martinsumzug benannt. Sankt Martin, der bekannteste katholische Heilige, wurde nach dessen Tod von einer Lichterprozession in seine Heimatstadt gebracht. So entstanden Name und Tradition.

Die Laternenumzüge kündigen aber auch die dunkele Winterzeit an, in vergangener Zeit begann an diesem Tag (dem 11.11.) das 40 tägige Weihnachtsfasten, das bäuerliche Arbeitsjahr endete an Martini und heute nun gehen wir Laterne.

So trafen sich am Vormartinitag die Kinder, Eltern und Großeltern unseres "Spatzennestes" in Güstrow zur späten Stunde und gestalteten ihren "Laternenumzugstag".
Da es herbstlich regnete, leuchteten nicht am bewölkten Himmel Sonne, Mond und Sterne, sondern in den Händen der Kinder.
Es waren aber auch hellerstrahlte Drachen, kleine Gespenster und ….ach, alle möglichen Wesen, Farben und Formen in Laternenform anzuschauen und zu bewundern, die sich auf dem Gelände des Spatzennestes tummelten.
Eltern und Großeltern spielten mit ihren Kindern, unterhielten sich, freuten sich auf den Laternenumzug.
In einer Feuerschale loderte ein wärmendes Feuer, in der herbstlichen Luft duftete es nach Kürbissuppe und Würstchen. Tee und Glühwein wärmten alle Beteiligten von innen.
Dann versammelten sich alle mit ihren Laternen vor dem Feuer und sangen gemeinsam Herbstlieder, aber auch die Laternenklassiker: "ich geh´ mit meiner Laterne…." und "Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne".
An die guten Taten des Sankt Martin erinnernd, teilten sich Kinder und Erwachsene je einen Martinskeks mit ihrem Freund.
Mit dem Laternenumzug durch das angrenzende Wohngebiet endete ein wunderschönes Zusammensein.
Eine Tradition vielleicht der neueren Zeit: ein Miteinandersein, Zeithaben, Zuhören und trotz der Dunkelheit ein Leuchten sehen, nicht nur in den Laternen, sondern in allen Gesichtern!
Bildergalerie