19.04.2011
Ostern, Ostern, Auferstehn. Lind und leis` die Lüfte wehn. Hell und froh die Glocken schallen: Osterglück den Menschen allen! Bildergalerie und Weisheiten

Bildergalerie vom Osterbrunch des Kneipp Kindergarten "Krakower Zwerge"

Bildergalerie

Wissenwertes zu Ostern

Sie stellen sich die Frage, wann Ostern ist? Wie das Ostern Datum berechnet wird?
Hier kommt die Antwort:
Ostern gehört zu den beweglichen Feiertagen, deren Kalenderdatum jedes Jahr variiert.
Ostern orientiert sich nach dem Frühlingsbeginn (21. März) und dem ersten Vollmond danach.
Am ersten Sonntag nach diesen beiden Stichtagen ist Ostern.

Der früheste mögliche Ostertermin ist der 22. März. (Wenn der Vollmond auf den 21. März fällt und der 22. März ein Sonntag ist.)
Der späteste mögliche Ostertermin ist der 25. April. (Wenn der Vollmond auf den 21. März fällt und der 21. März ein Sonntag ist.)

Alle übrigen beweglichen christlichen Feiertage werden vom Ostersonntag aus berechnet. So ist:

* Aschermittwoch 46 Tage vor Ostersonntag
* Christi Himmelfahrt wird 40 Tage nach dem Ostersonntag, also immer an einem Donnerstag, begangen.
* Pfingstsonntag ist immer 49 Tage nach dem Ostersonntag
* und Fronleichnam wird 60 Tage nach dem Ostersonntag gefeiert.

Warum gibt es zu Ostern Ostereier?

Das Ei symbolisiert in vielen Kulturen Fruchtbarkeit und neues Leben.
Schon bei den Urchristen bedeutete das Ei die Auferstehung Jesu Christi am Ostersonntag, die zerbrochene Eierschale wurde als Grab gedeutet.
Erstmalig tauchte die Bezeichnung Osterei 1615 auf.
Vermutlich geht die Tradition des Ostereier Verschenken auf einen alten Brauch - der Abgabe von Zins- und Antlaßeiern - im Mittelalter zurück.
Hier mussten die Bauern den Grundherren (auch Lehensherren genannt) die Steuern und Abgaben am Gründonnerstag mit Eiern bezahlen.
Die Begriffe "Eierzins" oder "Eierwiese" als Bezeichnung für Grund und Boden erinnern an diese Pflicht.
Mit der Reformation im 16./17. Jahrhundert änderte sich diese Tradition des "Eierverschenkens".
Von hier an wurden nicht nur die Grundherren mit Eiern bedacht, sondern auch Kinder und Freunde,
denen man die im Ei innewohnende Fruchtbarkeit und Lebenskraft übertragen wollte.

Warum bringt der Osterhase die Ostereier?

Im deutschen Raum wurde der Osterhase erstmals im Jahre 1678 genannt. Tatsächlich ist dieser Brauch bei uns nicht älter als 100 Jahre.
Noch im vorigem Jahrhundert war der eierlegende Osterhase in einigen Teilen Deutschlands völlig unbekannt.
So kam dieser Aufgabe im westfälischen und hannoverschen Raum lange dem Fuchs zu, in Schleswig-Holstein,
Oberbayern und Österreich dem Hahn, in Thüringen dem Storch und in der Schweiz dem Kuckuck.
In neuerer Zeit hat sich der Osterhase als Eierbringer überregional durchgesetzt.
Warum sich der Osterhase durchgesetzt hat, dafür gibt es verschiedene Begründungen.

Der Hase kommt im Frühjahr zur Futtersuche in die Dörfer und Gärten. Durch sein ungewöhnliches Verhalten,
sich in Menschennähe aufzuhalten, wird ihm gleichzeitig das Ablegen der Ostereier angedichtet.
Eine Henne kann schließlich keine bunten Eier legen - das wissen längst alle Kinder.

Weiterhin steht der Hase als Zeichen der Fruchtbarkeit.
Der griechischen Liebesgöttin Aphrodite und der germanischen Frühlings-und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera wurde ein Hase als heiliges Tier zugeordnet.

Eine weitere Version besagt, dass die Verbindung vom Ei mit dem Hasen durch das Osterbrot gekommen ist.
Dem Brot, in dem ein Ei eingebacken wurde, wurde zusätzlich ein Hasenbild aufgeprägt.
Dadurch entstand die Vorstellung vom eierlegenden Hasen.Osterhase

Auch die Terminierung des Osterfestes lässt eine Verbindung zum Hasen zu.
Das Osterfest wird am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert und der Hase gilt als Mondtier.