| "Galletti" | 22.10.2010 |
| Musikanten trommelten es in den Himmel: Die Volkssolidarität hat einen neuen Klub. | |
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Und zwar in der Jüdenstrasse 44. Viel Prominenz - Professoren, Doktoren, Senioren - nahmen an der Eröffnungsveranstaltung am 6. Oktober 2010 teil. Aus Erfurt war der Landesvorsitzende der Volkssolidarität Thüringen, Dr. Frank-Michael Pietzsch gekommen. Der Gothaer Oberbürgermeister Knut Kreuch, begleitet von der 2. Beigeordneten und dem Kulturchef, durchschnitt das weiße Band und besiegelte die Eröffnung des Galletti-Klubs. In heiterer Stimmung und mit lockeren Worten, werteten die "offiziellen" Redner die bisherigen Aktivitäten wünschten weitere gute Erfolge bei der Fülle der geplanten Veranstaltungen. Frau Dr. Wildauer, die Vorsitzende der Gothaer Volkssolidarität versicherte, dass sich hochkarätige Persönlichkeiten für die neue Geselligkeit engagieren und so manches Beisammensein zu einem Highlight werden lassen wollen. Wie zum Beispiel der Sprachwissenschaftler Professor Hans-Joachim Schröder. Er lehrte nicht nur deutschen Hochschülern ihre literarische Muttersprache, sondern gab sie auch an polnische, finnische und japanische Studenten weiter. Und im Galletti-Klub eröffnet er den Geselligkeitsreigen mit einem humorgewürzten Vortrag über "Das Leben des Herrn Galletti". Weil Galletti - Lehrer für Geographie und Geschichte - in seiner Zerstreutheit gern auch mal Zahlen und Wörter verwechselte, beabsichtigte Aussagen verdrehte und entstellte, lockerte er den sonst so trockenen Unterricht auf und erheiterte - gewollt oder ungewollt - seine Schüler damit. Dabei kam es zu kuriosen Aussprüchen wie: "Nach der Schlacht bei Leipzig sah man Pferde, denen drei, vier und noch mehr Beine abgeschossen waren, herrenlos herumlaufen." Ab jetzt kann man seinen Nachmittagskaffee gern auch im neu eröffneten Galletti-Klub genießen. Und wenn es dienstags und donnerstags heißt "Galletti lädt ein - Zeit für einen Imbiss", dann gibt es zu Kaffee und Kuchen oder Snacks auch noch geistige Nahrung. Wie zum Beispiel im Monat Oktober, als man von Dr. Hans-Jörg Ruge erfahren konnte, was "Schiller in Gotha" machte oder als die amtierende Stadtschreiberin Ursula Muhr "Kloß mit Soß" servierte, indem sie aus ihrem neuesten Buch las, oder als ein prominenten Versicherungs-Manager über sein Engagement für Gotha sprach. Eine harmonische Farbkomposition in Weinrot und Weiß an den Wänden, auf den Tischen und im Outfit der Serviererin und das bequeme Sitzen auf den neuen von der Lotterie GlücksSpirale gesponserten Stühlen unterstreicht die gemütliche Klubatmosphäre. Da lässt es sich bei einem Gläschen Wein, bei Kaffee, Tee oder Wasser bis zum interessanten Vortrag gut verweilen. Und auch einige "Gallettiana"-Katheterblüten von dem zerstreuten Professor aus Gotha sorgen für heiteres Schmunzeln: "Wenn man 4 Würfel hat und will 6 Sechsen werfen, so wird dies nicht immer gelingen!" oder "Zum Singen muss man den Mund aufmachen!" oder "Gotha ist die schönste Stadt in Italien!" Also: "Galletti" lädt ein - Sie sind herzlich willkommen.
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