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Am letzten Sonnabend im Oktober wurden anlässlich des 65. Jahrestages der Volkssolidarität im Weißen Saal des Residenzschlosses Weimar verdienstvolle Ehrenamtliche, Förderer und Unterstützer des Verbandes aus allen Teilen Thüringens ausgezeichnet. Zu den Gästen zählten der Präsident der Volkssolidarität Prof. Dr. Gunnar Winkler, die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit Heike Taubert, der Thüringer Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr Christian Carius, der Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme uvm.
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Die Thüringer Sozialministerin Heike Taubert überbrachte Grüße der Landesregierung, des Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit sowie der Ehrenamtsstiftung. Mit ihrem Grußwort würdigte sie das bürgerschaftliche Engagement vieler Mitglieder der Volkssolidarität, welches "Brücken innerhalb einer Gesellschaft zwischen reich und arm, zwischen Älteren und Jüngeren" baut.
Der Landesvorsitzende der Volkssolidarität Thüringen, Dr. Frank-Michael Pietzsch, ging in seiner Festansprache auf die Geschichte des Verbandes ein. Mit einem von allen Parteien und den beiden Kirchen unterzeichneten Aufruf zur "ThüringenAktion gegen Not!" des Landespräsidenten Dr. Paul vom 3. November 1945 wurde die Bevölkerung um Hilfe gebeten, die allgegenwärtige Not nach Ende des 2. Weltkrieges zu lindern. Von der "ThüringenAktion gegen Not" ging es nahtlos über zur "Volkssolidarität" - die als Oberbegriff für alle Aktionen in den fünf Ländern der Sowjetischen Besetzungszone stand und offiziell am 24. Oktober 1945 gegründet wurde. Ihr Grundsatzprogramm lautete "Hilfe für Waisen, Kinder, Alte, Kranke, Umsiedler, Vertriebene und Heimkehrer". Die Volkssolidarität leistete aktive Hilfe mit der Einrichtung von Waisenheimen, Kinderdörfern, Kindererholungsheimen und Kindergärten. Sie organisierte die Kinderlandverschickung und schaffte weitere soziale Einrichtungen wie Wärmestuben, Bahnhofsdienste, Werkstätten, Nähstuben, Volksküchen uvm.
Ab 1990 baute die Volkssolidarität ein Netz von sozialen Einrichtungen und Dienstleistungen auf und näherte sich somit wieder mehr ihrem Profil vom Anfang der 1950er Jahre an.
Zwanzig Jahre später, im Jahr 2010, hat die Volkssolidarität Thüringen über 30.000 Mitglieder, ist Träger von mehr als 50 Kindertagesstätten und 9 Freizeiteinrichtungen für Kinder- und Jugendliche. Sie betreibt 24 Ambulante Pflegedienste und 2 Pflegeheime sowie 33 Einrichtungen des Betreuten Wohnens. Darüber hinaus unterhält sie über 90 Freizeit- und Begegnungsstätten, versorgt mit ambulanten und stationären Mahlzeitendiensten mehr als 4.000 Menschen im Monat. Sie setzt sich für die Interessen ihrer Mitglieder ein, ist ein konstruktiver Ansprechpartner für die Politik und trägt aktiv zur Gestaltung der Sozialwirtschaft bei. Ohne das Engagement der ca. 4.500 Ehrenamtlichen, der vielen Förderer und Unterstützer der Volkssolidarität Thüringen wäre dies nicht möglich.
Die oft jahrzehntelange Arbeit in der Volkssolidarität würdigten Prof. Dr. Winkler und Dr. Pietzsch mit der Verleihung der Goldenen und der Silbernen Solidaritätsnadel an verdienstvolle Mitstreiter. Mit der Ehrenplakette und dem Ehrenpreis zeichneten sie Förderer und Unterstützer des Verbandes aus. Vom Kreisverband Gotha wurden ausgezeichnet mit der Ehrenplakette: Frau Rechtsanwältin Sylvia Heyn, Mitglied des Kreisvorstandes, und mit der Ehrennadel der Volkssolidarität in Silber: Frau Angelika Benkel aus Gotha, Frau Barbara Casper, Mitglied des Kreisvorstandes, und Herr Rainer Klein aus Wandersleben.

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