Dank und Anerkennung für aktive Mitstreiter

Mit einer festlichen Auszeichnungsveranstaltung beging der Bundesverband am 22. Oktober in Berlin den 66. Jahrestag der Gründung der Volkssolidarität. Verbandspräsident Prof. Dr. Gunnar Winkler zeichnete bei dem traditionellen Ereignis im Berliner Hotel Park Inn verdienstvolle Mitglieder, Mitarbeiter und Unterstützer des Verbandes mit Solidaritätsnadeln sowie Ehrenpreisen und -plaketten aus. Er dankte den Ausgezeichneten im Namen des Bundesvorstandes für ihr Engagement.

111022Auszeichnung01web"Sie haben in unterschiedlichster Weise dazu beigetragen, dass die Volkssolidarität als größter Sozial- und Wohlfahrtsverband im Osten Deutschlands seinem selbst gestellten Auftrag: anderen Menschen Hilfe und Unterstützung zu geben, ihnen ein Stück Lebensqualität zu bewahren, gerecht werden konnte. Sie reihen sich damit in die große Schar derer ein, die seit 1945 - ohne nach dem eigenen Vorteil zu schauen und zu fragen 'was habe ich denn davon - anderen solidarische Hilfe und Unterstützung geben." (Pfeil Manuskript der Rede als pdf-Datei zum Download - 7Seiten, 193 kB)

Der Verbandspräsident erinnerte an die Gründung der Volkssolidarität nach dem Ende des 2. Weltkrieges: "Da wurde nicht nach Herkunft, Gesinnung und Konfession gefragt. Wer helfen konnte und wollte, war willkommen und wurde gebraucht. Solidarität war eine Notwendigkeit und sie wurde geleistet." Dieser Solidaritätsgedanke, "das solidarische Miteinander - Füreinander", habe die Arbeit des Verbandes von Beginn an über die DDR-Zeit bis heute bestimmt und bestimme sie weiterhin.

111022Winkler01webWinkler warnte außerdem in seiner Rede davor, dass "in den nächsten Jahren mit noch deutlich zunehmenden Verschärfungen im Bereich des Sozialen" zu rechnen sei. Altersarmut bedrohe immer mehr Menschen, besonders diejenigen, die in den kommenden Jahren in Rente gehen. Das habe auch Folgen für die Verbandsarbeit. Die gesetzliche Rente müsse die wichtigste Quelle zur Sicherung des Lebensstandards im Alter bleiben, forderte der Verbandspräsident von der Politik. "Sie darf nicht schleichend zu einer reinen Fürsorge-Leistung werden. Rente muss auch deutlich mehr sein als die heutige Grundsicherung im Alter. Es geht nicht nur darum, Armut im Alter zu vermeiden. Ziel ist eine gesicherte Lebensqualität für die ältere Generation, damit sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann." Die Volkssolidarität bringe sich auch aktiv in die Diskussionen um die Pflege ein.

"Unser Verband verfügt mit den bisher erreichten Ergebnissen seines Wirkens, seinen Traditionen und Werten über gute Voraussetzungen, auch die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen und zu gestalten", stellte Winkler fest. "Das gelingt jedoch nur dann, wenn wir uns den sich ändernden wirtschaftlichen und demografischen Rahmenbedingungen stellen und den dringend erforderlichen und notwendigen Reformbedarf bestimmen." Die Zukunft der Volkssolidarität entscheide sich "sowohl über die Stabilisierung und weitere Profilierung des Mitgliederverbandes, über eine forcierte Entwicklung der sozialwirtschaftlichen Tätigkeit als auch über die sozialpolitische Interessenvertretung - den 3 Hauptbereichen des Wirkens des Verbandes".

Der Verbandspräsident zeigte sich sicher: "Gemeinsam getreu dem Motto 'Miteinander - Füreinander' werden wir auch in Zukunft für alle da sein, welche unserer Aktivitäten bedürfen." Er wünschte sich von den Ausgezeichneten, "im Interesse von uns allen, dass Sie in Ihrem Wirken nicht nachlassen und möglichst noch viele Menschen in Ihrem Umfeld gewinnen, es Ihnen gleichzutun".

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Prof. Winkler überreicht Edeltraud Henke, stellvertretende Landesvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern die Goldene Solidaritätsnadel der Volkssolidarität

Edeltraud Henke aus Mecklenburg-Vorpommern bedankte sich stellvertretend im Namen der Ausgezeichneten. Es sei "erhebend, diese Anerkennung zu erleben", sagte sie. "Wir tragen die hohen Auszeichnungen gern weiter bis zu den Menschen, die sich in den Ortsgruppen engagieren, unseren Verband vertreten und auf ihn aufmerksam machen."

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Das "Ensemble Esprit Berlin" gestaltete den kulturellen Rahmen der Auszeichnungsveranstaltung.

Die Auszeichnungen erhielten:

Goldene Solidaritätsnadel der Volkssolidarität
Monika Berger, Freiberg
Angela Diessner, Benndorf
Friedbert Grams, Ueckermünde
Edeltraud Henke, Putbus
Elke Huhn, Bernau
Heinz Kammer, Lübben
Ellen Kirchner, Zinnowitz
Werner Koseck, Staßfurt
Irmgard Lübben, Birkenstein
Sabine Mähler, Altenburg
Heinrich Neumann, Tucheim
Dr. Klaus Sack, Berlin
Gerlinde Schettler, Lößnitz
Eberhard Schulreich, Leipzig
Burkhard Steinäcker, Magdeburg
MR Bärbel Strauch, Suhl
Ingrid Zander, Gützkow

Silberne Solidaritätsnadel der Volkssolidarität
Ingeborg Simon, Berlin
Béla Ullmann, Schwarzenberg

Bronzene Solidaritätsnadel der Volkssolidarität
Kornelia Herrmann, Berlin
Ricky Näther, Ichtershausen
Erika Oys, Neuenhagen b. Berlin

Ehrenplakette der Volkssolidarität
Dr. Axel Holz, Schwerin
Dr. Hans-Jürgen Audehm, Schwerin
Marquardt Autoshop Mahlow
Walburg Borowiak, Berlin
Dieter Brose, Gera
Michael Brychcy, Waltershausen
Wolfgang Butze, Freiberg
Andreas Dittmann, Zerbst
Reinhard Elstner, Spantekow
Heike Fenske, Pirna
Andrea Fritzsche, Berlin
Renate Götze, Kriebitzsch
Alfred Jahn, Gotha
Pflegeheim "Lavendel Residenz" GmbH Teltow
Dagmar Pohle, Berlin
Bernd Poloski, Havelberg
Werner Riemann, Berlin
Wolfgang Schaller, Dresden
Martin Schmidt, Burg/Spreewald
Dr. Horst Springer, Droyßig
Thomas Wagner, Staßfurt
Petra Zschöckner, Dresden

Ehrenpreis der Volkssolidarität
Alternativer Hilfsdienst e.V. Berlin
Vorstand Ortsgruppe 39 Berlin
Marianne und Volker Gust, Strausberg
Handarbeitsgruppe der Ortsgruppe Belzig 1 Bad Belzig
Gymnastikgruppe Ortsgruppe Hennigsdorf
Ingrid und Eberhard Mikolei, Oranienburg OT Germendorf
Interessengruppe Gymnastik Oberhavel Oranienburg
Chor der Volkssolidarität Karlshagen
Chor der Volkssolidarität Ducherow
Blue Knights Saxonia e.V. Glauchau-Hohenstein/Ernstthal
Andreas Junghanns, Weischlitz
Kindertagesstätte "Storchennest" Blankenheim
SALINEN-Apotheke Schönebeck
Thüsac Personennah-Verkehrsgesellschaft mbH Altenburg Windischleuba
Silvia Wallstabe Gera
Lokalredaktion Mühlhausen der "Thüringer Allgemeine"
Juventas e.V. Jugendwohnheim Sondershausen

Text: T. Gräser/Fotos: BILDSCHÖN/Semmer