Was ist Wohnen in Geborgenheit?

"Soviel Freiheit wie möglich, soviel Hilfe wie nötig"

Sie interessieren sich für "Wohnen in Geborgenheit - als Form des betreuten Wohnen", möchten Ihre Lebenssituation verändern, suchen nach Bequemlichkeit im Alter, Sicherheit, Geborgenheit, Geselligkeit und Pflege.

Wir möchten Ihnen im nachfolgenden aufzeigen, was wir Ihnen mit unserem "Wohnen in Geborgenheit" bieten können, wo aber auch unsere Grenzen liegen.

  1. Das Leitmotiv unserer Arbeit und des Angebotes ist "Soviel Freiheit wie möglich, soviel Hilfe wie nötig. Das heißt, unser "Betreutes Wohnen" kann und wird ein Pflegeheim bei Pflegebedürftigkeit nicht ersetzen können.

  2. "Betreutes Wohnen" bedeutet die Verbindung von selbständigem "Altersgerechtem Wohnen" mit Grundbetreuungsleistungen sowie die Vermittlung von zusätzlicher Hilfe bei Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder sonstigem Service.
Was heißt nun Selbständiges, Alters- und Behindertengerechtes Wohnen:

Selbständigkeit so lange als möglich, ist Ihr Ziel und auch das unsere. Die Wohnung ist als "Altersgerecht" geplant und gebaut, um Ihre Selbständigkeit zu fördern.
Altersgerecht heißt, dass die Wohnung und auch die Wohnanlage insgesamt, einschließlich der Außenanlagen, Barrierefrei sind, also ohne Schwellen, die Türen sind breiter als in "normalen" Wohnungen - damit Sie z.B. auch mit einer Gehhilfe oder Rollstuhl hindurchpassen. Ihre Dusche ist ebenerdig - ohne Badewanne oder Duschtasse - damit Sie im Bedarfsfall auch mit einer Gehhilfe oder einem Baderollstuhl selbständige Körperpflege durchführen können. Eine Wanne steht trotzdem bereit, die ebenfalls ein selbständiges Baden ermöglicht, denn wenn Sie dabei Hilfe brauchen - muß und ist Personal vorhanden was Ihnen gern hilft - was aber eine Zusatzleistung ist und gesondert berechnet wird. Darum Selbständig so lange wie möglich. Sie werden auch feststellen, dass z.T. die Fensterwirbel möglicherweise tiefer liegen als in "normalen" Wohnungen und noch vieles mehr, was an den Bedürfnissen im Alter oder einer Behinderung ausgerichtet ist. Zusätzliche Hilfsmittel, wie Haltegriffe im Sanitärbereich können entsprechend dem individuellen Hilfebedarf nachgerüstet werden.
Ein Aufzug ist natürlich Selbstverständlich, hat aber auch einige Besonderheiten, u.a. das Behindertentablou mit Blindenschrift und eine zusätzliche Notrufanlage zu unserem Bereitschaftsdienst (oder des Aufzugherstellers).
Unsere Barrierefreien Außenanlagen laden Sie hoffentlich sehr oft zum Spazierengehen oder Plausch auf der Bank mit Ihrer Nachbarin ein. Die Nahverkehrsmittel sind in kurzer Entfernung ebenso wie Möglichkeiten zum Einkauf. Sollten Sie das eine oder andere nicht mehr so recht schaffen, dazu gehört z.B. ganz einfach, dass Sie das Klingeln nicht hören, den Schlüssel an der Wohnungseingangstür nur mit Mühe drehen können - fragen Sie unsere Mitarbeiter - es gibt für fast Alles Hilfsmittel, die Ihnen wiederum Ihre Selbständigkeit bewahren.

Wie in einer "normalen Wohnung" zahlen Sie Ihre Kaltmiete, eine Betriebskostenvorauszahlung (u.a. Heizung, Wasser, Müll, Hausmeister) die entsprechend den Gesetzlichen Bestimmungen nach einem Jahr abgerechnet werden.

Unsere Hausmeister helfen Ihnen neben ihren normalen Aufgaben auch gern einmal, wenn es kleinere Reparaturen gibt (z.B. Bild aufhängen, Glühlampe wechseln), wir kümmern uns auch um die Mülltonnen, Zeitungen und Altgläser. Umfangreichere Reparaturen (über 15 min/ pro Jahr), sind Zusatzleistungen und werden gesondert berechnet.

Sie sehen es ist ein Wohnhaus welches nach den Bedürfnissen im Alter oder bei Behinderungen gebaut wurde. Es gibt aber keine Rezeption, jeder Mieter ist z.B. für das Verschließen der Hauseingangstür mitverantwortlich. Besucher der Mieter können kommen und gehen wie in einem "normalen Haus", wir erwarten natürlich besondere gegenseitige Rücksichtnahme.

Was bieten wir nun an Grundbetreuung:

Viele Interessierte Senioren am "Betreuten Wohnen" oder Behinderte verbinden diese Wohnform, diesen Begriff mit einer möglichen "Rundumversorgung". Das können wir nicht bieten. Was wir können:

Die Wohnanlage ist in der Regel tagsüber besetzt, es gibt eine Leitung des Hauses mit regelmäßiger Sprechzeit, welche sich Ihre Probleme anhört und Hilfe vermittelt und Veranstaltungen organisiert. Sollten Sie krankheitsbedingt Hilfe oder Pflege benötigen, können wir diese vermitteln. Dabei haben Sie das freie Wunsch- und Wahlrecht. Eigene Pflegekräfte stehen aber selbstverständlich zur Verfügung (Einsatz wird extra berechnet bzw. von Kassen übernommen)
Über unseren Hausnotruf, einem Zusatzgerät zum Telefon mit Freisprechanlage, wasserdichtem tragbarem Handsender innerhalb der Wohnung und nach Bedarf einer Tagesmeldetaste, sichert Ihnen die Sicherheit, bei akuten gesundheitlichen Problemen sofort Alarm auszulösen. Die Notrufzentrale mit Sitz in Chemnitz (eine gemeinnützige Gesellschaft der Volkssolidarität) organisiert die Hilfs- und Rettungseinsätze. Die Zentrale hat alle Ihre Daten, vom Hausarzt über die zu verständigenden Angehörigen bis zu Ihren notwendigen Medikamenten. Bei Hilfsmaßnahmen die kein unmittelbarer Notruf sind (z.B. Unwohlsein, Sturz u.ä.) ist unser 24 Stunden Bereitschaftsdienst innerhalb kurzer Zeit bei Ihnen und hilft. Wir weisen aber darauf hin, dass Einsätze die kein Notfall sind, extra berechnet werden können. Allerdings müssen Sie uns regelmäßig aktuelle Veränderungen mitteilen, damit bei notwendiger Hilfeleistung immer auf aktuelle Daten zurückgegriffen werden kann (z.B. Adressänderungen und Telefonnummern ihrer Angehörigen oder Ihre Medikamente. Unser Mitarbeiterinnen der Wohnanlage werden Sie mindestens zwei Mal im Jahr besuchen, um das Datenblatt zu aktualisieren und mit Ihnen einen Proberuf in die Zentrale durchzuführen. Der Handsender zum Hausnotrufgerät ist mit einer Batterie ausgestattet. Sinkt die Leistung der Batterie, wird automatisch eine Meldung an die Zentrale gesandt. Dies sehen Sie dann auf Ihrer Telefonrechnung. Wir sind bemüht Ihnen dann in kurzer Zeit einen neuen Handsender zur Verfügung zu stellen.
Unsere Gemeinschaftsräume stehen Ihnen zur Nutzung zur Verfügung. Das sind einerseits die Begegnungsstätte, in der mindestens zwei Veranstaltungen pro Woche durchgeführt werden, die für Sie kostenlos oder im Preis begünstigt sind. Wir bieten z.B. gesellige Veranstaltungen, Vorträge, Gymnastik und regelmäßige Angebote auch außerhalb des Hauses. Auch für einen persönlichen Anlaß pro Jahr, können Sie die Begegnungsstätte kostenlos nutzen. Das Wannenbad steht Ihnen einmal pro Woche für eine Badezeit von ca. 30 min (incl. Wannenfüllung) zur Nutzung zur Verfügung.

Diese Leistungen sind Bestandteil der Grundleistungspauschale.

Darüber hinaus bieten wir zahlreichen Zusatzservice, den Sie nach eigenem Ermessen in Anspruch nehmen können und der auch gesondert abgerechnet wird.
  • Mittagessen in der Gemeinschaft
  • Wannenbad mit Hilfe
  • Hausmeisterleistungen
  • Fahrdienste*
  • Hauswirtschaftliche Hilfen*
  • Krankenpflege*
  • Reiseangebote*
    (*Wahlrecht)
Sie sehen wir bieten Ihnen ein umfangreiches Angebot an Sicherheit und Geborgenheit. Wir streben an, dass die Bewohner so lange als möglich in Ihren vier Wänden wohnen können. Wir wollen Pflegeheimeinweisung vermeiden oder so lang als möglich aufschieben. Sollte der Fall einer Schwerstpflegebedürftigkeit (auch Verwirrtheit) eintreten, sind die Grenzen des "Betreuten Wohnens" mit seinem wenigen Personal schnell erreicht und eine bessere Pflege nur durch ein Pflegeheim gesichert. Wir helfen Ihnen und Ihren Angehörigen dabei wenn es sein muß. Noch ein Wort zu Ihren Angehörigen. Das "Betreute Wohnen" bietet nicht nur Ihnen als Bewohner Sicherheit und Geborgenheit, sondern auch Ihren Angehörigen, die wissen, dass Sie gut betreut werden. Oftmals wird dies aber damit verwechselt "jetzt brauchen wir uns nicht mehr kümmern - Oma ist ja im Heim". Das ist genau der Trugschluß, der sehr oft zu Irritationen führt. Wir sind kein Heim und unsere Bewohner leben in einem weitgehenst und gewollten selbständigem Lebensumfeld. Die vorangegangenen Erläuterungen zu unseren Möglichkeiten und Grenzen sollten aufzeigen, dass wir Sicherheit und Geborgenheit vermitteln können, die Angehörigen aber bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit immer noch in der Betreuungspflicht sind. Viele Leistungen werden dann von uns erwartet, die wir nicht leisten können und die Zusatzleistungen mit individueller Rechnungslegung sind - dafür sind wir auch um ein vielfaches kostengünstiger als eine stationäre Pflegeeinrichtung.

Wenn Sie noch Fragen haben - wir beantworten diese gern. Entscheiden Sie nun gemeinsam mit Ihren Angehörigen ob für Sie das "Wohnen in Geborgenheit" als Form des "Betreuten Wohnen" das Richtige ist.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Volkssolidarität