Am 21. März gab es in Teltow eine Fachtagung Pflege des Volkssolidarität Landesverbandes Brandenburg e.V., die den Teilnehmern viele gute Erfahrungen und praktische Tipps zur leichteren Handhabung der Pflegedokumentation vermittelte.
Pflege-Dokumentation leichter gemacht
Beobachten - Beschreiben - Handeln

Wie hat sich das 2011 neu eingeführte Dokumentationssystem, zu dem auch ein Handbuch erarbeitet wurde, bisher bewährt und welche Verbesserungen sind möglich ? Darum ging es am 21. März bei der Fachtagung Pflege des Volkssolidarittät Landesverbandes Brandenburg e.V., die bereits zum zweiten Mal in Teltow stattfand. Dabei sollten die Mittel und Möglichkeiten der Dokumentation von Pflegeleistungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden.
"Wer schreibt, der bleibt - oder etwa nicht...?" Mit dieser Frage richtete sich Prof. Dr. Margarete Reinhart von der Evangelischen Hochschule Berlin augenzwinkernd an die Teilnehmer und traf damit einen "wunden Punkt" bei den Pflegefachkräften. So stellte Reinhart zunächst fest, dass "wir uns in einem Strukturwandel befinden, in dem immer knapper werdende personelle Ressourcen einer zunehmenden Arbeitsdichte begegnen." Zugleich würden immer höhere Anforderungen an die Dokumentation der durchgeführten Pflegeleistungen gestellt. Die eigentliche Aufgabe der Dokumentation, nämlich "die wesentlichen Beobachtungen zu beschreiben und daraus bedürfnisgeleitete Maßnahmen abzuleiten", werde jedoch oftmals nicht erfüllt, so Reinhart.
Wie diese Aufgabe in der Praxis gelingen kann, erläuterte Jutta König von der Pflege-Prozess-Beratung Wiesbaden im zweiten Teil der Veranstaltung. Sie ging dabei zunächst auf das Sammeln von Informationen ein. "Überlegen sie nicht, wie sie etwas schreiben schreiben sollen, sondern schreiben sie einfach auf, was sie gesehen haben," so ihr simples Rezept. Im darauf folgenden Schritt, der Pflegeplanung, sei dann häufig nicht klar, wie detailiert Maßnahmen beschrieben sein müssen, um im Rahmen einer Prüfung durch die Aufsichtsbehörden anerkannt zu werden. Auch hierfür hatte die Expertin einen Tipp parat: "Wenn sie keine Pflegemaßnahme planen können, weil sie als Pflegedienst keine Leistung durchführen sollen, dann gibt es auch kein Pflegeproblem. Und wenn es kein Pflegeproblem gibt, kann man diese Situation immer als Ressource beschreiben." Zum besseren Verständnis erklärte König diese Regeln anhand von Praxisbeispielen und klärte spezielle Fragen in der Diskussion.
Text/Fotos: Andreas Heil
