2011 Wichtige Entscheidungen für die Zukunft

Die 15. Landesdelegiertenversammlung des Volkssolidarität Landesverbandes Brandenburg e.V. verabschiedete am 15. Oktober in Luckenwalde mit großer Mehrheit die "Zukunftsorientierung 2011-2015", die wichtige Weichenstellungen für die künftige Entwicklung des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes enthält. Auch wurde für die nächsten vier Jahre ein neuer Landesvorstand gewählt; die bisherige Vorsitzende Irene Wolff-Molorciuc wurde mit allen Stimmen der knapp 100 Delegierten in ihrem Amt bestätigt. Erster Gratulant war Verbandspräsident Prof. Gunnar Winkler.

Neue Herausforderungen sind zu meistern

"Wir müssen uns rechtzeitig um unsere Nachfolge kümmern..."

"So ein schönes Ergebnis hatte ich noch nie und ich bin hoch erfreut", erklärte eine sichtlich gerührte Irene Wolff-Molorciuc am 15. Oktober am Ende der 15. Landesdelegiertenversammlung in Luckenwalde. Alle der knapp 100 anwesenden Delegierten hatten sie als Vorsitzende des Landesvorstandes für weitere vier Jahre gewählt, nachdem sie dieses Amt erstmals 2003 übernommen hatte. Ebenfalls gewählt wurden die zehn Vorstandsmitglieder sowie die Delegierten zur Bundesdelegiertenversammlung. Zu den ersten Gratulanten gehörte Verbandspräsident Prof. Gunnar Winkler, der im Verlauf der Tagung auf beachtliche Erfolge des Landesverbandes hinwies.

                     Delegierte bei der Stimmabgabe 

Im Mittelpunkt der Beratung stand der Entwurf der  "Zukunftsorientierung 2011-2015", der von den Delegierten ebenfalls beschlossen wurde. Das Dokument enthält wichtige Leitlinien und Empfehlungen für die Tätigkeit des Landesverbandes in den nächsten Jahren, die nun in den Kreis- und Regionalverbänden - so Gunnar Winkler -  "in konkrete Schritte umgesetzt werden müssen."  Worum es dabei unter anderem  geht, machte bereits der Bericht des Landesverbandes deutlich, der von Irene Wolff-Molorciuc vorgetragen wurde. Ein Schwerpunkt  ist die Stärkung des Mitgliederverbandes. Angesichts des nahezu dramatischen Rückgangs der Mitgliederzahlen in den letzten Jahren sei es dringend erforderlich, neue Mitstreiter zu gewinnen. Dies gelte vor allem auch für die ehrenamtlichen Vorstände, so die Vorsitzende."

                       LDV-2011c

Selbstverständlich sind mir unsere 86-jährigen genau so lieb, wie die 56-jährigen", erklärte Irene Wolff-Molorciuc wörtlich. "Doch wir müssen uns rechtzeitig um unsere Nachfolge kümmern." Es dürfe nicht sein, dass in einer Ortsgruppe lange Zeit nichts passiere, nur weil der oder die hochbetagte Vorsitzende ausgeschieden sei. Auch durch neue, interessante Angebote der Beratung und Betreuung, der ehrenamtlichen Tätigkeit oder der Mitwirkung in Sport- und Interessengruppen sollen neue Mitglieder gewonnen werden. Mit der "Renten-Sprechstunde", die der Landesverband seit kurzem anbiete, sei man bereits auf einem guten Weg, so die Vorsitzende. Angesichts der sich ändernden wirtschaftlichen, demografischen und sozialpolitischen Rahmenbedingungen, vor allem angesichts drohender Altersarmut für viele Menschen, wachse der Bedarf an sozialer Beratung und Betreuung stetig.

Irene Wolff-Molorciuc äußerte sich auch zur Arbeit der  Pflegedienste und -einrichtungen. Auf diesem Gebiet gebe es hervorragende Leistungen. Als Beleg nannte sie die Tatsache, dass alle ambulanten Pflegedienste  bei der jüngsten Überprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) im Durchschnitt mit der Note 1,2 bewertet wurden. Allerdings erschwere der akute Fachkräftemangel den Erhalt und den Ausbau dieser Angebote. Einige Ursachen seien - im Vergleich zu anderen Bundesländern -  die unzureichende Entlohnung der Pflegekräfte in Brandenburg sowie die unterschiedliche Bewilligung von Pflegeleistungen durch die Krankenkassen. "Die Politik darf diese Probleme nicht ignorieren oder kleinreden, sondern muss sich ihnen stellen", forderte die Rednerin. Ansonsten gebe es statt eines gesundem Wettbewerbs eine Verdrängung zu Lasten der Bedürftigen.

                                                                    Unser Landesvorstand

                            LDV-2011b

Auf dem Foto von links nach rechts: Irene Wolff-Molorciuc (Vorsitzende), Dr. Christa Unger, Wolfgang Gleis (Stellvertreter), Marlies Zander, Dr. Herbert Burmeister, Gerhard Horn, Marianne Bischoff, Frank Gaethke, Margot Franke, Heidrun Bialek, Dr. Bernd Niederland (Stellvertreter)