2011.11.22 - Wege zur Stärkung des Mitgliederverbandes

Wie kann unser Mitgliederverband durch geeignete Projekte gestärkt werden ? Antworten auf diese Frage gab es am 22. November in Potsdam bei einen Erfahrungsaustausch, zu dem der Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e.V. haupt- und ehrenamtliche Funktionsträger aus allen Kreis- und Regionalverbänden eingeladen hatte. Dabei gab es so manche interessante Anregung.

Gemeinsames Ringen um den besten Weg

"Wenn etwas gut läuft, müssen wir dranbleiben..."

Bei den Zielen waren sich alle 25 Teilnehmer einig: der weitere Rückgang der Mitgliederzahlen muss gestoppt werden, neue Mitstreiter, darunter auch Fördermitglieder, sind zu gewinnen und die besten Erfahrungen dabei sollten schnell in möglichst allen Verbandsgliederungen bekannt gemacht und genutzt werden. Bei der Frage, wie diese Ziele konkret erreicht werden können, gab es jedoch unterschiedliche Ansichten, vor allem aufgrund eigener Erfahrungen vor Ort. Dennoch - so war am Ende  zu hören - war der Erfahrungsaustausch zur Stärkung des Mitgliederverbandes am 22. November, zu dem der Volkssolidarität Landesverband Brandenburg e.V. nach Potsdam eingeladen hatte, ein voller Erfolg.

Schulung-Mitgliederwerbung

Am Beginn der Tagung ging es um Erfahrungen des Regionalverbandes Fläming Elster bei der Gewinnung von Fördermitgliedern. In seinem teils kurzweiligen Beitrag konnte Geschäftsführer Steffen Große auf gute Erfahrungen und erste Erfolge verweisen. So sei es durch eine planmäßige und zielstrebige Arbeit gelungen, zehn Fördermitglieder zu gewinnen, darunter einige Firmen, die bereits seit langem Geschäftsbeziehungen zu Einrichtungen der Volkssolidarität in Luckenwalde unterhielten. Als Fördermitglieder hätten sie sich beispielsweise an der Austattung zweier VS Kitas finanziell beteiligt. Entscheidend sei, dass das Fördermitglied genau wisse, für welches Projekt es sich engagieren könne, betonte Steffen Große. Wichtig sei es auch, bestehende Kontakte zu pflegen. "Wenn etwas gut läuft, müssen wir dranbleiben." Auch sei die Werbung neuer Mitstreiter und Fördermitglieder keine "Hau-Ruck-Aktion", sondern ein langfristiger Prozess.

Im Laufe der Beratung ging es auch um die Auswertung eines Pilotprojekts innerhalb der Volkssolidarität. Wesentlicher Inhalt: mit einer Telefonaktion, die von einer beauftragten Firma durchgeführt wurden, sollten Mitglieder zur freiwilligen Erhöhung ihres Mitgliedsbeitrages angeregt werden. Überzeugen statt Überreden - so der Grundsatz, damit die vielfältigen Beratungs- und Hilfeangebote für Bedürftige, die gemeinnützigen Stätten der Begegnung und des Gedankenaustausches auch in Zukunft erhalten und erweitert werden können. An diesem Pilotprojekt beteilgt war auch der Kreisverband Barnim e.V..

 Andrea Hoehne       Ruth Werner

Wie Andrea Hoehne von der KV Geschäftsstelle (linkes Foto) nun beim Erfahrungsaustausch berichten konnte, war die Aktion alles in allem erfolgreich: etwa 50 Prozent der Angerufenen hätten ihren Beitrag erhöht. Andererseits habe es hitzige Debatten und strikte Ablehnung in einigen Ortsgruppen gegeben. Als eine Ursache nannte sie die unzureichende Vorbereitung  in den Mitgliedergruppen und Einrichtungen. Sie müsse bei ähnlichen Aktionen, in denen auch Partner außerhalb der Volkssolidarität mitwirken, vor allem langfristiger erfolgen. Ruth Werner aus dem gleichen Kreisverband (Foto rechts) bekräftigte, dass der Verband künftig auch in der Mitgliederwerbung ohne professionelle Hilfe nicht auskommen werde. Egon Winter (KV Märkisch Oderland) dagegen wünschte sich weniger Aktionen. "Das Beste ist immer noch, wenn wir selbst mit unseren Mitgliedern reden."