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Der Fachtag am 7. Juni beschäftigte sich mit Fragen vom Abstimmungsprozess in der Mitgliederversammlung über die Aufgaben, Kompetenzen und Haftung der Vorstandsmitglieder bis hin zur Einhaltung der Regelungen des Gemeinnützigkeitsrechts. "Was die Mehrheit von uns eint, ist, dass die Wenigsten gelernt haben, Vereine oder einen Verband wie den unseren zu leiten", so Verbandspräsident Prof. Dr. Gunnar Winkler in seinem Eröffnungsbeitrag. Die Referenten Werner Hesse (Foto links) und Ingo Pezina (Foto rechts), beide Justiziare beim Paritätischen Wohlfahrtsverband, sprachen über Anforderungen an ehrenamtliche Mitglieder von Vereinsorganen und über die Verpflichtungen, die sie zu erfüllen haben.
Werner Hesse, Justiziar beim Paritätischen Gesamtverband, machte mit seinem Vortrag zum Rechts- und Strukturmodell der Volkssolidarität deutlich, dass die Volkssolidarität nicht mehr nur charakteristische Merkmale eines Gesamtvereins aufweist, sondern auch Züge eines Vereinsverbandes trägt. Bezogen darauf gab er die Empfehlung, sich für ein Strukturmodell zu entscheiden und die Satzung entsprechend anzupassen. Immer aber seien zuvorderst Ziele und Inhalte maßgebend, bevor über Strukturen entschieden werde. Ingo Pezina, Justiziar des Paritätischen Landesverbandes Baden-Württemberg, erläuterte verschiedene Rechtsfragen zur Vereinsführung. Diese reichten von der Mitglieder- bzw. Delegiertenversammlung und der Organisation der Vorstandsarbeit über Fragen von Aufwendungsersatz, Aufwandspauschalen, Vergütung bis zu Haftungs- und Versicherungsfragen.

Die Sommerakademie der Volkssolidarität am Folgetag (Foto oben), ebenfalls im Potsdamer Kongresshotel Am Templiner See, war erneut als Fort- und Weiterbildungsveranstaltung dem Wissenstransfer und dem Erfahrungsaustausch der in der Sozialberatung Tätigen gewidmet. Im Mittelpunkt standen ausgewählte Inhalte zum Thema "Neue gesetzliche Regelungen in der Grundsicherung". Dabei waren die Gesetzesänderungen im Jahr 2011 ebenso wie die aktuelle Rechtsprechung zum Sozialgesetzbuch II zentrale Schwerpunkte. Harald Thome, Referent für Arbeitslosen- und Sozialrecht im Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein Tacheles e.V. Wuppertal, stellte die Rahmenbedingungen sowie die veränderten Regelungen vor.
Bundesgeschäftsführer Horst Riethausen hatte in seinem Eröffnungsbeitrag auf den hohen Stellenwert der Sozialberatung in der Arbeit des Verbandes hingewiesen. Mit Blick auf die Sozialbilanz 2010 der Volkssolidarität betonte er: "Die Angebote reichen von allgemeiner Sozialberatung bis hin zur konkreten fachlichen und sozialen Beratung im Bereich der Alten- und Gesundheitshilfe, der Suchtkrankenhilfe, der Armen- und Obdachlosenhilfe sowie der Familien,- Kinder- und Jugendhilfe in ca. 530 Einrichtungen". Verbandsvizepräsidentin Carola Ahlert betonte in ihrem Fazit zur 4. Sommerakademie: "Die Ratsuchenden, die unsere Angebote genutzt haben, sind dankbar und wollen sie nicht mehr missen." Dennoch seien die Qualifizierung, die Ausgestaltung der Sozialberatung und die Aufgabe, neue Beratungsangebote vorzuhalten, immer wieder eine große Herausforderung. Sie regte an, alle Möglichkeiten zu nutzen, über Landesverbandsgrenzen hinweg Ideen, Projekte und Erkenntnisse auszutauschen.
Die Sommerakademie "Sozialberatung in der Volkssolidarität" wurde gefördert aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale.
Text: S.Helmers/Fotos: R. Hahn-Haufschild (2), S. Helmers (1)
Hier können Sie Materialien des Fachtages und der Sommerakademie als pdf-Dateien herunterladen:
Beitrag W. Hesse (pdf-Datei, 142 kB)
Beitrag Prof. Dr. G. Winkler (pdf-Datei, 192 kB)
Beitrag I. Pezina (pdf-Datei, 274 kB)
Eröffnungsbeitrag Sommerakademie H. Riethausen (pdf-Datei, 170 kB)
Materialien H. Thomé (pdf-Datei, 2,5 MB)
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