02.05.2012

Grundsicherungsbedarf und durchschnittliche Höhe der Renten bei Neuzugang

 
Die Zahlbeträge für Neurentner des Jahres 2010 lagen in Deutschland im Durchschnitt unter bzw. auf Höhe der Bedarfssätze für die Grundsicherung einschließlich der durchschnittlichen Kosten für die Unterkunft.

09_12_Zahlen_Fakten

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Betrachtet man die Daten im einzelnen, so ergibt sich:

·               Die Schere zwischen Grundbedarf und Zahlbetrag für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit nimmt seit 2007 stetig zu. 2010 lagen die Renten mit 600 Euro (Frauen und Männer) bereits um 70 Euro unter dem Grundbedarf (alte Bundesländer 603 Euro - neue Länder 589 Euro). Im Einzelnen waren die Differenzen noch wesentlich größer, so bei Frauen in den alten Bundesländern (562 Euro) wie bei Männern in den neuen Bundesländern (574 Euro).

·               Die Altersrenten haben sich aufgrund der stagnierenden Entwicklung in den letzten Jahren mit 673 Euro rasch dem Niveau der Grundsicherung (670 Euro) angenähert.

Generell kann für 2011 und 2012 bereits von einer weiteren Zunahme der Differenz zwischen Renten und Grundbedarf ausgegangen werden, da die Neurenten aufgrund der gesetzlich festgelegten Absenkung des Rentenniveaus sowie dem hohen Anteil von Renten mit Abschlägen weiter sinken werden. Auch die geringen Rentenerhöhungen 2011 (0,99 Prozent) bzw. 2012 (West 2,18 Prozent - Ost 2,26 Prozent) werden nicht verhindern, dass die Renten zunehmend unter dem Anstieg des Grundbedarfs liegen werden. Dieser wird bekanntlich seit 2011 nicht mehr an die Rentenentwicklung gebunden, sondern entsprechend der Lohn- und Preisentwicklung (im Verhältnis 70 zu 30) festgesetzt.

Wenn auch niedrige Renten nicht automatisch mit Armut identisch sind, so werden vor allem immer mehr alleinstehende Frauen sowie Rentner in den neuen Bundesländern (aufgrund des Fehlens von zusätzlichen Betriebsrenten und Vermögen) mit Zahlbeträgen unterhalb der Armutsrisikoschwelle leben müssen.




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